
Schweizer Bundesrat im Ferienmodus: Trumps Zollkeule trifft auf Videokonferenz-Diplomatie
Während die Schweizer Exportwirtschaft vor einer ihrer größten Herausforderungen steht, demonstriert der Bundesrat eindrucksvoll, wie man eine Krise nicht bewältigt. Die Antwort auf Donald Trumps vernichtende Zollerhöhungen? Eine gemütliche Videokonferenz aus dem Home-Office. Man könnte meinen, es handle sich um einen verspäteten Aprilscherz – doch die Realität ist bitterer Ernst.
Die neue Normalität: Krisenbewältigung vom Sofa aus
Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Nonchalance unsere höchsten Volksvertreter auf die drohende Wirtschaftskatastrophe reagieren. Während amerikanische Zölle von bis zu 39 Prozent die Schweizer Exportindustrie zu erdrosseln drohen, scheint in Bern die Devise zu gelten: Warum die Ferien unterbrechen, wenn man das Problem auch virtuell besprechen kann? Diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal tausender Arbeitsplätze und Unternehmen offenbart eine erschreckende Realitätsferne.
Die Tragweite dieser Entwicklung lässt sich kaum überschätzen. Zwar betreffen die direkten Auswirkungen "nur" etwa 16 Prozent unserer Exporte in die USA, doch die psychologischen Folgen für die Märkte und das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Schweiz sind verheerend. Die Börse reagierte bereits mit deutlichen Verlusten, und das dürfte erst der Anfang sein.
Ein Muster des Versagens
Diese Videokonferenz-Mentalität fügt sich nahtlos in eine lange Reihe politischer Fehlentscheidungen ein. Von der faktischen Aufgabe der Neutralität über das CS-Debakel bis hin zur katastrophalen Positionierung im Ukraine-Konflikt – der Bundesrat hat in den vergangenen Jahren konsequent die falschen Weichen gestellt. Nun erntet die Schweiz die bitteren Früchte dieser verfehlten Politik.
Besonders pikant: Während man sich in Bern noch immer der Illusion hingibt, man könne die Probleme aussitzen, hat Trump längst Fakten geschaffen. Seine Administration verkündete bereits, dass es sich um "endgültige Deals" handle. Die Zeit für Verhandlungen ist vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Die wahren Hintergründe: Ein abgekartetes Spiel?
Kritische Stimmen vermuten hinter diesem demonstrativen Nichtstun eine perfide Strategie. Könnte es sein, dass der Bundesrat diese Krise bewusst eskalieren lässt, um der Bevölkerung zu demonstrieren, dass ohne EU-Rahmenabkommen nichts mehr geht? Die Timing ist jedenfalls auffällig: Gerade jetzt, wo die Verhandlungen mit Brüssel in die entscheidende Phase gehen, kommt der Zollhammer aus Washington wie gerufen.
Diese These gewinnt an Plausibilität, wenn man bedenkt, wie konsequent der Bundesrat in den vergangenen Jahren die Souveränität der Schweiz untergraben hat. Vom Bankgeheimnis über die Neutralität bis hin zur unkontrollierten Massenzuwanderung – überall wurde nachgegeben, kapituliert, die eigenen Interessen verraten.
Die Folgen für den Wirtschaftsstandort
Die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Untätigkeit werden dramatisch sein. Nicht nur die direkt betroffenen Exporteure leiden, sondern die gesamte Wertschöpfungskette gerät unter Druck. Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, Investitionen werden zurückgefahren, die Innovationskraft erlahmt. Und während andere Länder längst in Washington antichambrieren, um bessere Konditionen auszuhandeln, übt sich Bern in vornehmer Zurückhaltung.
Dabei wäre jetzt entschlossenes Handeln gefragt. Statt Videokonferenzen bräuchte es eine hochkarätige Delegation, die sofort nach Washington reist. Statt Ferienstimmung wäre Krisenmodus angesagt. Doch dafür müsste man erst einmal anerkennen, dass eine Krise existiert – und genau daran scheint es in Bern zu hapern.
Ein Blick in die Zukunft: Düstere Aussichten
Was diese Episode besonders beunruhigend macht, ist die Tatsache, dass sie symptomatisch für den Zustand unserer politischen Führung ist. Ein Bundesrat, der bei Jahresgehältern von 450.000 Franken plus üppigen Zusatzleistungen nicht einmal bereit ist, für eine existenzielle Krise die Ferien zu unterbrechen, hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Die Parallelen zu anderen Versäumnissen sind offensichtlich. Genau wie bei der gescheiterten Migrationspolitik, der desaströsen Energiewende oder dem Ausverkauf traditioneller Schweizer Werte zeigt sich auch hier: Diese Regierung agiert nicht im Interesse des Landes, sondern folgt einer Agenda, die auf die schleichende Entmachtung der Schweiz hinausläuft.
Was jetzt zu tun wäre
Die Schweiz bräuchte dringend eine Rückbesinnung auf ihre Stärken: Neutralität, Unabhängigkeit, wirtschaftliche Vernunft. Statt sich zwischen den Machtblöcken aufzureiben, sollte sie ihre traditionelle Rolle als verlässlicher, aber eigenständiger Partner pflegen. Dazu gehört auch, neue Märkte zu erschließen und sich nicht ausschließlich auf die alten Abhängigkeiten zu verlassen.
Vor allem aber braucht es eine politische Führung, die diesen Namen verdient. Eine Führung, die in Krisen präsent ist, die Verantwortung übernimmt und die Interessen des eigenen Landes verteidigt. Die aktuelle Videokonferenz-Mentalität ist das genaue Gegenteil davon – sie ist ein Armutszeugnis für eine ehemals stolze Nation.
Die bittere Wahrheit lautet: Solange diese Landesregierung im Amt ist, wird sich nichts zum Besseren wenden. Die Schweiz braucht dringend einen politischen Neuanfang – mit Persönlichkeiten, die das Land nicht verwalten, sondern gestalten wollen. Die Zeit drängt, denn während in Bern noch Videokonferenzen geplant werden, schaffen andere längst Fakten. Und diese Fakten werden für die Schweiz immer teurer.
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