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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
18:04 Uhr

Schwedens Klimawende: Vom grünen Musterknaben zum ökonomischen Realisten

Was für ein Schauspiel bietet sich dem aufmerksamen Beobachter europäischer Politik! Ausgerechnet Schweden, jenes skandinavische Vorzeigeland, das einst mit erhobenem Zeigefinger der Welt erklärte, wie Klimaschutz zu funktionieren habe, vollzieht nun eine bemerkenswerte Kehrtwende. Die Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson setzt plötzlich auf das, was man hierzulande fast schon vergessen hat: ökonomische Vernunft.

Das Ende der grünen Träumerei

Noch vor sechs Jahren drängten Greta Thunberg und ihre „Fridays for Future"-Bewegung mit Lautsprechern und Pfeifen die schwedischen Abgeordneten zum Handeln. Heute stehen an denselben Plätzen mitunter nur noch zwei Menschen mit einem Pappschild – und die Passanten gehen achtlos vorbei. Diese Leere ist symptomatisch für einen fundamentalen Wandel im politischen Klima des Landes.

Seit 2022 regiert eine Koalition, die von den Schwedendemokraten gestützt wird. Und diese Regierung macht kurzen Prozess mit dem grünen Überbau: Das Umweltministerium wurde kurzerhand gestrichen, E-Auto-Förderungen gekürzt und die Dieselsteuer gesenkt, um die ländliche Bevölkerung zu entlasten. Staatliche Kreditgarantien für grüne Industrieprojekte? Eingefroren. Der Fokus der Energiepolitik liegt wieder dort, wo er hingehört: auf der Atomkraft als verlässlichem Stabilitätsanker.

Northvolt: Das Scheitern eines grünen Prestigeprojekts

Am deutlichsten zeigt sich der Kurswechsel am Absturz von Northvolt, einst Europas große Hoffnung für eine eigene Batterieproduktion. Kostensteigerungen und Verzögerungen führten zur Insolvenz – und Stockholm lehnte eine Rettung schlichtweg ab. Die Botschaft könnte kaum klarer sein: Der Staat trägt Risiken nur begrenzt mit, selbst bei vermeintlich strategisch wichtigen Vorhaben.

Finanzministerin Elisabeth Svantesson formuliert es mit erfrischender Deutlichkeit: „Am Ende müssen Unternehmen auf eigenen Beinen stehen. Der Staat sollte nicht immer entscheiden, welche Unternehmen unterstützt werden." Eine Aussage, die man sich in deutschen Regierungskreisen einrahmen sollte.

Die Folgen für den Norden

Freilich zahlen die nördlichen Regionen Schwedens nun den Preis für die überzogenen Erwartungen der Vergangenheit. In Skellefteå stehen Wohnblöcke leer, die für Northvolt-Mitarbeiter gebaut wurden. Lokale Betriebe bauen Personal ab. Die Stadt Boden, Standort eines geplanten grünen Stahlwerks, sitzt auf 1,56 Milliarden Kronen Schulden – nachdem man in vorauseilendem Gehorsam Infrastruktur und Dienstleistungen ausgebaut hatte.

Ein Lehrstück für Deutschland

Was können wir aus der schwedischen Entwicklung lernen? Zunächst einmal, dass selbst die besten Voraussetzungen – Schweden verfügt über reichlich emissionsfreien Strom aus Wasserkraft, Kernenergie und Wind zu günstigen Preisen – nicht ausreichen, wenn die wirtschaftliche Realität ignoriert wird. Der Wissenschaftler Johan Rockström beklagt zwar den „Reputationsverlust" seines Landes, doch vielleicht sollte man die Frage anders stellen: Ist es nicht vielmehr ein Zeichen von Stärke, ideologische Scheuklappen abzulegen und zur Vernunft zurückzukehren?

Während Deutschland weiterhin Milliarden in fragwürdige Energiewende-Projekte pumpt und dabei die eigene Industrie systematisch vertreibt, zeigt Schweden, dass ein Umdenken möglich ist. Die Atomkraft wird wieder als das anerkannt, was sie ist: eine zuverlässige, emissionsarme Energiequelle, die Versorgungssicherheit garantiert.

Die schwedische Kehrtwende mag für manche ein Schock sein – für andere ist sie schlicht die Rückkehr zur ökonomischen Realität.

Es bleibt abzuwarten, ob die neue deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz ähnliche Schlüsse zieht. Die Zeichen stehen jedenfalls nicht schlecht, dass auch hierzulande ein pragmatischerer Kurs in der Energiepolitik eingeschlagen wird. Denn eines hat Schweden eindrucksvoll bewiesen: Grüne Träumereien mögen sich gut anfühlen, aber sie bezahlen weder Rechnungen noch sichern sie Arbeitsplätze.

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