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04.02.2026
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Saif al-Islam Gaddafi tot: Wurde der Hoffnungsträger Libyens vom Westen beseitigt?

Saif al-Islam Gaddafi tot: Wurde der Hoffnungsträger Libyens vom Westen beseitigt?

Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe in der ohnehin instabilen Region Nordafrikas: Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des 2011 ermordeten libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi, ist tot. Der Mann, der von vielen als einzige Hoffnung auf eine Wiedervereinigung des zerrissenen Landes galt, wurde offenbar ermordet. Die Umstände seines Todes werfen einmal mehr ein grelles Schlaglicht auf die fragwürdige Rolle westlicher Geheimdienste in der Region.

Ein unbequemer Kandidat für westliche Interessen

Saif al-Islam Gaddafi war kein gewöhnlicher Politiker. Er war das lebende Symbol einer Alternative zum Chaos, das seit der NATO-Intervention 2011 über Libyen hereingebrochen ist. Fünfzehn Jahre Bürgerkrieg, fünfzehn Jahre Elend, fünfzehn Jahre gescheiterter Staatsaufbau – und ausgerechnet der Sohn des gestürzten Diktators schien der einzige zu sein, der das Land hätte einen können.

Quellen vor Ort in Libyen vermuten, dass der britische Geheimdienst lokale Agenten eingesetzt haben könnte, um den aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten zu eliminieren. Eine Behauptung, die angesichts der Geschichte westlicher Einmischung in Libyen keineswegs abwegig erscheint. Denn Saif al-Islam Gaddafi hatte etwas, das ihn für London, Paris und Washington brandgefährlich machte: Er genoss breite Unterstützung in der Bevölkerung – sogar bei Stämmen, die einst gegen seinen Vater gekämpft hatten.

Das Erbe des Golddinar und die Angst des Westens

Was machte die Gaddafi-Familie so bedrohlich für die westlichen Mächte? Die Antwort liegt in einem Projekt, das bereits Muammar Gaddafi das Leben kostete: der panafrikanische Golddinar. Eine goldgedeckte Währung für den gesamten afrikanischen Kontinent hätte das Monopol des US-Dollars und des Euro im internationalen Ölhandel erschüttert. Saif al-Islam Gaddafi trat dieses Erbe an – und unterschrieb damit möglicherweise sein eigenes Todesurteil.

Aus Wikileaks-Dokumenten geht hervor, dass Frankreich 2011 einen größeren Anteil an der libyschen Ölproduktion anstrebte. Der damalige Präsident Sarkozy verhandelte, um sich bis zu 35 Prozent der libyschen Ölreserven zu sichern. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier einen Zusammenhang zu erkennen.

Wahlen ohne echte Alternative

Besonders pikant erscheint der Zeitpunkt des Mordes. Jahrelang wurden die Wahlen in Libyen immer wieder verschoben – angeblich aus Sicherheitsgründen. Nun, da der einzige Kandidat, der sich westlichen Anweisungen hätte widersetzen können, tot ist, treiben die USA, Großbritannien und Frankreich die Wahlen plötzlich mit Nachdruck voran. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Libyen droht damit endgültig zu einer faktischen Kolonie zu werden, die permanent ihrer Ölreserven beraubt wird. Die sogenannte "humanitäre Intervention" von 2011 entpuppt sich immer deutlicher als das, was sie von Anfang an war: ein neokolonialer Raubzug unter dem Deckmantel der Menschenrechte.

Die Lehren für Deutschland

Dieser Fall sollte auch hierzulande zu denken geben. Die NATO-Intervention in Libyen wurde seinerzeit von der deutschen Politik mitgetragen – wenn auch mit gewissen Vorbehalten. Die Konsequenzen dieser Entscheidung spüren wir bis heute: Millionen Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa drängen, haben ihren Ausgangspunkt nicht selten in dem gescheiterten Staat Libyen.

Es ist höchste Zeit, dass Deutschland eine eigenständige Außenpolitik entwickelt, die sich nicht blind den Interessen Washingtons, Londons und Paris unterordnet. Die Ermordung Saif al-Islam Gaddafis ist ein weiteres Kapitel in der blutigen Geschichte westlicher Einmischung – und eine Mahnung, wohin es führt, wenn Geopolitik über Menschenleben gestellt wird.

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