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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
07:22 Uhr

Rentenreform der Merz-Regierung: Verbraucherschützer entlarven fatale Schwachstellen

Die große Rentenreform der schwarz-roten Koalition sollte eigentlich ein Befreiungsschlag werden. Ein modernes, flexibles Vorsorgeprodukt, das die verstaubte und unbeliebte Riester-Rente endlich ablöst – so lautete zumindest das vollmundige Versprechen aus dem Kanzleramt. Doch was Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Regierung als Wohltat für die jüngere Generation verkaufen wollen, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Mogelpackung. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat den Referentenentwurf regelrecht zerlegt – und das Ergebnis ist vernichtend.

Das Versprechen: Einfacher, günstiger, flexibler

Auf dem Papier klingt die Reform durchaus vielversprechend. Ein leicht verständliches Standardprodukt soll künftig jeder Anbieter – ob Bank, Sparkasse oder Versicherung – im Portfolio führen müssen. Die Kosten sollen gedeckelt werden, konkret bei 1,5 Prozent. Abschluss- und Verwaltungsgebühren würden über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt, und erstmals sollen auch Auszahlungen ohne verpflichtende Restverrentung möglich sein. Statt der bisherigen starren Beitragsgarantie plant die Regierung drei verschiedene Modelle: eines mit vollständiger Garantie, eines mit 80 Prozent Absicherung und ein Vorsorgedepot ganz ohne Garantievorgaben.

Klingt nach einem echten Fortschritt? Die Verbraucherschützer sehen das fundamental anders.

Die bittere Wahrheit: Nur die Hälfte kommt beim Sparer an

Der Kern der Kritik trifft ins Mark der gesamten Reform. Während die Merz-Regierung von besseren Renditemöglichkeiten schwärmt, rechnen die Experten knallhart vor: Bei einem Kostensatz von 1,5 Prozent – wohlgemerkt der vorgesehene Deckel – kommen lediglich 53 Prozent der Kapitalmarkterträge bei den Vorsorgesparenden an. Fast die Hälfte der erwirtschafteten Rendite versickert also in den Taschen der Finanzindustrie.

Zum Vergleich ziehen die Verbraucherschützer das schwedische Modell heran, das seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird. Dort erreichen die Sparer trotz zweier Börsencrashs Renditen von über zehn Prozent – und das bei minimalen Kosten. Beim schwedischen Aktienfonds AP7 kommen sage und schreibe 99 Prozent der Kapitalmarkterträge bei den Sparern an. Der Unterschied könnte kaum drastischer sein.

Provisionsgetriebener Verkauf bleibt das Grundübel

Besonders scharf kritisieren die Verbraucherschützer, dass der Referentenentwurf am eigentlichen Strukturproblem der deutschen Altersvorsorge überhaupt nicht rührt. Die Beratung basiert weiterhin auf dem provisionsorientierten Verkauf von Vorsorgeprodukten. Was bedeutet das konkret? Finanzberater werden auch künftig jene Produkte empfehlen, an denen sie selbst am meisten verdienen – nicht jene, die den tatsächlichen Bedarf der Kunden decken.

„Der Referentenentwurf enthält keine Vorschläge, die tatsächlich zu mehr Wettbewerb in der gewerblichen Altersvorsorgeberatung führen könnten."

Weder die Erweiterung des Produktangebots noch die vorgeschlagene Verteilung der Abschlusskosten könne einen Impuls setzen, der den Wettbewerb um die beste Beratung und die besten Produkte steigert, so das vernichtende Urteil.

Einkommensschwache bleiben außen vor

Ein weiterer gravierender Kritikpunkt betrifft die unteren Einkommensgruppen. Die Merz-Regierung hatte großspurig angekündigt, gerade diese Menschen besser in die Altersvorsorge einbeziehen zu wollen. Doch der Entwurf sieht lediglich eine Vereinfachung der Förderbedingungen vor. Kein einziger konkreter Vorschlag findet sich darin, wie Menschen erreicht werden sollen, denen schlicht das Geld für private Altersvorsorge fehlt. Die Vereinfachung von Formularen hilft wenig, wenn am Monatsende nichts übrig bleibt.

Die schwedische Alternative: Ein Vorbild, das ignoriert wird

Die Verbraucherschützer fordern stattdessen einen ausschließlich an Verbraucherinteressen ausgerichteten Vorsorgefonds nach schwedischem Vorbild. Dort hat der Staat einen öffentlichen Fonds geschaffen, der ohne Gewinnabsicht arbeitet und dessen einziges Ziel die Vermehrung des Kapitals der Sparer ist. Das Ergebnis spricht für sich: Seit über 20 Jahren konstant hohe Renditen bei minimalen Kosten.

Doch warum greift die Bundesregierung nicht zu diesem bewährten Modell? Die Antwort liegt auf der Hand: Ein staatlicher Vorsorgefonds würde die lukrativen Geschäfte der Finanzindustrie empfindlich beschneiden. Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften verdienen prächtig an der privaten Altersvorsorge – und haben offenbar eine starke Lobby in Berlin.

Ein Trauerspiel für die deutsche Altersvorsorge

Was bleibt, ist ein ernüchterndes Fazit. Die große Rentenreform der Merz-Regierung erweist sich bei näherer Betrachtung als halbherziger Kompromiss, der vor allem eines sicherstellt: Die Finanzindustrie kann weiterhin kräftig mitverdienen. Dass dabei fast die Hälfte der Erträge bei den Sparern nicht ankommt, scheint in Berlin niemanden ernsthaft zu stören.

Für die Bürger, die sich auf eine sichere Altersvorsorge verlassen wollen, ist das ein Schlag ins Gesicht. Wieder einmal zeigt sich, dass vollmundige Versprechen aus dem Regierungsviertel mit äußerster Vorsicht zu genießen sind. Wer wirklich für sein Alter vorsorgen will, sollte sich nicht blind auf staatlich geförderte Produkte verlassen, sondern eigenständig nach Alternativen suchen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Politik, die offenbar mehr den Interessen der Finanzlobby als den Bürgern dient, gewinnen bewährte Wertanlagen wie physische Edelmetalle zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber kennen keine Provisionen, keine versteckten Kosten und keine Abhängigkeit von politischen Entscheidungen – ein Aspekt, den immer mehr Deutsche bei ihrer Vermögenssicherung berücksichtigen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist selbst dafür verantwortlich, sich umfassend zu informieren und eigenständige Anlageentscheidungen zu treffen. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Basis dieses Artikels getroffen werden.

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