
Putins fragwürdiges Friedensangebot: Eingefrorene Milliarden als Köder für Trump

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen bemerkenswerten Schachzug gewagt, der bei genauerer Betrachtung mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrats bot der Kreml-Chef an, eingefrorene russische Vermögenswerte in den USA für den Wiederaufbau zerstörter ukrainischer Regionen zu verwenden – wohlgemerkt erst nach einem Friedensschluss. Zusätzlich stellte Putin eine Milliarde Dollar für den von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen „Board of Peace" in Aussicht.
Ein Angebot mit bitterem Beigeschmack
Was auf den ersten Blick wie eine großzügige Geste erscheinen mag, entpuppt sich bei näherer Analyse als durchsichtiges Manöver. Die in den USA eingefrorenen russischen Vermögenswerte belaufen sich auf lediglich vier bis fünf Milliarden Dollar – ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der geschätzten Wiederaufbaukosten von rund 524 Milliarden Dollar für die kommenden zehn Jahre. Putin bietet also Geld an, über das er ohnehin nicht verfügen kann, um sich möglicherweise weitere Sanktionen vom Hals zu halten.
Weltweit sind schätzungsweise etwa 300 Milliarden Dollar an russischen Vermögenswerten eingefroren, der Großteil davon in Europa. Dass Putin ausgerechnet die vergleichsweise bescheidene Summe in den USA ins Spiel bringt, dürfte kein Zufall sein. Der Kreml scheint gezielt auf Trump zu setzen, dessen Verhältnis zu den europäischen Verbündeten bekanntlich angespannt ist.
Diplomatisches Kalkül oder echte Friedensbereitschaft?
Die Offerte sei bereits mit der US-Seite erörtert worden, behauptete Putin. Weitere Gespräche seien bei einem Treffen mit den Trump-Emissären Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau geplant. Dass ausgerechnet Trumps Schwiegersohn Kushner in diese Verhandlungen eingebunden wird, zeigt, wie sehr der Kreml auf persönliche Beziehungen zum inneren Zirkel des US-Präsidenten setzt.
Beobachter werten den Vorstoß als durchsichtigen Versuch, Trump für einen Kompromiss zu gewinnen und zusätzliche wirtschaftliche Strafmaßnahmen zu vermeiden. Der US-Präsident hat Russland und die Ukraine wiederholt für das Ausbleiben eines Friedens verantwortlich gemacht und zeitweise mit neuen Zöllen sowie Sanktionen gegen russische Handelspartner gedroht.
Die Realität auf dem Schlachtfeld
Während Putin diplomatische Nebelkerzen wirft, sprechen die Fakten eine andere Sprache. Die Positionen beider Seiten liegen weiterhin weit auseinander. Moskau fordert im Rahmen eines möglichen Abkommens territoriale Zugeständnisse der Ukraine – eine Forderung, die auf die Anerkennung völkerrechtswidriger Annexionen hinausläuft. Gleichzeitig halten die Kämpfe unvermindert an, insbesondere die systematischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur.
Es ist bezeichnend, dass Putin mit eingefrorenen Geldern wedelt, während russische Raketen weiterhin auf ukrainische Städte niedergehen. Die europäischen Verbündeten haben der Ukraine unterdessen Sicherheitsgarantien und eine „multinationale Truppe" zugesagt – ein deutliches Signal, dass man sich in Brüssel nicht von russischen Scheinofferten blenden lässt.
Ein gefährliches Spiel mit westlicher Uneinigkeit
Putins Angebot offenbart einmal mehr die Strategie des Kremls, einen Keil zwischen die USA und Europa zu treiben. Indem er ausschließlich die amerikanischen Vermögenswerte ins Spiel bringt, umgeht er geschickt die Frage nach den weitaus größeren europäischen Einfrierungen. Es wäre fatal, wenn der Westen auf dieses durchsichtige Manöver hereinfallen würde.
Die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, sich nicht von solchen Scheinofferten beirren zu lassen. Ein dauerhafter Frieden in der Ukraine kann nur auf der Grundlage des Völkerrechts erreicht werden – nicht durch faule Kompromisse, die den Aggressor belohnen.
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