
Pulverfass östliches Mittelmeer: Türkei und Pakistan formieren sich gegen Israel

Die geopolitische Lage im östlichen Mittelmeer spitzt sich dramatisch zu. Was einst als relativ stabiler Raum galt, entwickelt sich zunehmend zu einem Brennpunkt internationaler Spannungen, in dem sich neue Allianzen formieren und alte Rivalitäten mit erschreckender Intensität wieder aufflammen. Die Entwicklungen der vergangenen Wochen lassen erahnen, dass sich hier ein Konfliktpotenzial zusammenbraut, das weit über die Region hinaus Auswirkungen haben könnte.
Drei Entwicklungen, die das Gleichgewicht erschüttern
Drei zentrale Faktoren treiben die Destabilisierung voran: Erstens die wachsende türkisch-israelische Rivalität im post-Assad Syrien, zweitens Israels Pläne zur Etablierung einer schnellen Eingreiftruppe gemeinsam mit Zypern und Griechenland, und drittens die überraschenden militärischen Verbindungen zwischen dem türkischen Verbündeten Pakistan und General Khalifa Haftar im östlichen Libyen. All dies geschieht vor dem Hintergrund israelischer Pläne für eine Unterwasser-Gaspipeline nach Griechenland – die sogenannte EastMed-Pipeline – deren geplante Route ausgerechnet durch Gewässer führt, auf die die Türkei maritime Ansprüche erhebt.
Die gemeldete schnelle Eingreiftruppe könnte demnach zusammengestellt werden, um die EastMed-Pipeline zu verteidigen, sollte deren Bau beginnen. Pakistan wiederum könnte unter dem Deckmantel der Ausbildung von Haftars Truppen eine militärische Präsenz im östlichen Libyen aufbauen, um die türkischen Kräfte im westlichen Libyen zu ergänzen und Ankara bei der Durchsetzung seiner Ansprüche zu unterstützen.
Das türkisch-pakistanische Tandem: Eine gefährliche Allianz
Besonders bemerkenswert ist die Annäherung zwischen der Türkei und Haftar, die noch vor kurzem erbitterte Feinde waren. Diese überraschende Wendung dient offenkundig der Durchsetzung türkischer maritimer Ansprüche. Das türkisch-pakistanische Tandem würde vermutlich nicht direkt mit Israel über die EastMed zusammenstoßen – zumindest nicht anfänglich. Wahrscheinlicher wäre, dass die Türkei zunächst Druck in Syrien ausübt, während Pakistan in ihrem Auftrag auf See für Unruhe sorgt, möglicherweise durch Drohneneinsätze von einer potenziellen Militärbasis im östlichen Libyen aus.
Der Zweck dieser Strategie wäre es, die Spannungen beherrschbar und „plausibel abstreitbar" zu halten. Dies wäre jedoch schwierig, wenn sie das NATO-Mitglied Griechenland ins Visier nähmen – ein solcher Schritt könnte nach hinten losgehen und das Bündnis um Athen scharen.
Warum Pakistan für die Türkei so wertvoll ist
Das türkische Interesse an der Einbindung Pakistans in diesen Streit geht weit über die bloße Verteilung von Verantwortung für etwaige Eskalationen hinaus. Es geht um die Unterstützung der einzigen muslimischen Atommacht, um Israel von einer Reaktion abzuschrecken, die einen Krieg zwischen den Parteien riskieren würde. Pakistan seinerseits dürfte durchaus bereit sein, gegenüber Israel mit dem Säbel zu rasseln – dies käme innenpolitisch gut an. Verständlicherweise würde Islamabad jedoch keinen konventionellen Krieg oder einen demütigenden Rückzug riskieren wollen.
Die USA zwischen allen Stühlen
Jede ernsthafte Eskalation zwischen dem türkisch-pakistanischen Tandem und Israel würde unweigerlich zu einer amerikanischen diplomatischen Intervention führen, da alle drei enge Partner Washingtons sind. Welche Seite die USA unterstützen würden, bleibt jedoch unklar. Während Israel einer der engsten Verbündeten ist, könnte die EastMed-Pipeline die neu gewonnene amerikanische Energiehegemonie über die EU herausfordern.
Es ließe sich argumentieren, dass Washington möglicherweise einen Kompromiss bevorzugen würde, bei dem Israel die Türkei mit Gas beliefert – ähnlich wie es bereits für Ägypten geplant ist. Sollte Syrien den Abraham-Abkommen beitreten, könnte eine Pipeline über syrisches Territorium von Israel in die Türkei gebaut werden. Auch der Libanon könnte einbezogen werden, falls er ebenfalls den Abkommen beitritt.
Ein fragiles Gleichgewicht mit explosivem Potenzial
Die Entwicklungen im östlichen Mittelmeer zeigen einmal mehr, wie fragil die internationale Ordnung geworden ist. Während Europa mit seinen eigenen Problemen kämpft und die deutsche Bundesregierung sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert, formieren sich an den Rändern des Kontinents neue Machtkonstellationen, die das Potenzial haben, die gesamte Region in Brand zu setzen.
Die beste Lösung aus amerikanischer Perspektive wäre eine Stärkung der komplexen Interdependenz zwischen Israel und der Türkei durch Energiekooperation – dies würde das Konfliktrisiko reduzieren. Ob diese vernünftige Option jedoch Realität wird, steht in den Sternen. Die Geschichte lehrt uns, dass rationale Lösungen in der Geopolitik selten die erste Wahl sind.
Für Anleger, die in diesen unsicheren Zeiten nach Stabilität suchen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. Geopolitische Spannungen haben historisch gesehen stets zu einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen geführt – eine Entwicklung, die sich auch diesmal wiederholen könnte.
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