
Pulverfass Nahost: US-Militär steht vor möglichem Angriff auf den Iran

Die Welt hält den Atem an. Was sich derzeit im Nahen Osten zusammenbraut, könnte die geopolitische Landkarte für Jahrzehnte verändern – und die Auswirkungen würden auch Europa und Deutschland mit voller Wucht treffen. Die Vereinigten Staaten haben in den vergangenen Wochen eine massive militärische Streitmacht in der Region zusammengezogen, die seit diesem Wochenende einsatzbereit sein soll. Präsident Donald Trump habe jedoch noch keine endgültige Entscheidung über einen Militärschlag getroffen, wie mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Regierungs- und Militärkreise berichten.
Eine Armada vor Irans Küsten
Die Dimensionen des Truppenaufbaus sind beeindruckend – und beängstigend zugleich. Mehr als 50 zusätzliche Kampfjets der Typen F-35, F-22 und F-16 seien in die Region verlegt worden, dazu Dutzende Tankflugzeuge sowie zwei Flugzeugträger-Kampfgruppen. Die USS Abraham Lincoln befinde sich bereits im Arabischen Meer, während die USS Gerald R. Ford – der modernste Flugzeugträger der US-Marine – bis zum Wochenende das Mittelmeer erreichen könnte. Ergänzt werde dieses Arsenal durch Patriot- und THAAD-Raketenabwehrsysteme sowie B-2-Tarnkappenbomber in erhöhter Bereitschaft. Man muss kein Militärexperte sein, um zu erkennen: Das ist keine bloße Machtdemonstration. Das ist die Vorbereitung auf einen möglichen Krieg.
Bezeichnend ist auch, dass das Pentagon vorsorglich Personal aus der Region abziehe – vorwiegend nach Europa oder in die USA –, um es vor möglichen iranischen Vergeltungsschlägen zu schützen. Wer seine eigenen Leute in Sicherheit bringt, der rechnet offenkundig mit dem Ernstfall.
Diplomatie als Feigenblatt oder echte Chance?
Parallel zur militärischen Eskalation laufen indirekte Verhandlungen. In Genf hätten iranische und amerikanische Unterhändler dreieinhalb Stunden lang miteinander gesprochen. Irans Außenminister habe anschließend von vereinbarten „Leitprinzipien" gesprochen, während ein US-Vertreter betonte, es gebe „noch viele Details zu besprechen". Teheran solle in den kommenden zwei Wochen konkretere Vorschläge vorlegen.
Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, Diplomatie sei stets Trumps erste Wahl, ein Militärschlag bleibe aber auf dem Tisch. „Es gibt viele Gründe und Argumente, die man für einen Angriff auf Iran anführen könnte", so Leavitt. Eine Formulierung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Trump selbst soll intern sowohl Argumente für als auch gegen einen Militäreinsatz vorgebracht und Berater sowie Verbündete nach ihrer Einschätzung gefragt haben. Er verbringe „viel Zeit damit, darüber nachzudenken", hieß es aus informierten Kreisen.
Israel steht Gewehr bei Fuß
Auch Israel bereite sich auf eine mögliche Eskalation vor. Die israelischen Streitkräfte befänden sich seit Wochen in erhöhter Alarmbereitschaft. Zwei israelische Verteidigungsbeamte hätten Planungen für einen gemeinsamen Schlag mit den USA über mehrere Tage beschrieben, der Iran zu Zugeständnissen am Verhandlungstisch zwingen solle. US-Außenminister Marco Rubio solle am 28. Februar nach Israel reisen, um Premierminister Benjamin Netanyahu über den Stand der Verhandlungen zu unterrichten.
Bereits im vergangenen Juni hatten die USA und Israel in einem zwölftägigen Krieg iranische Atomanlagen angegriffen. Trump erklärte damals, Irans Nuklearprogramm sei „ausgelöscht" worden. Dass er nun weitere Schläge erwäge, wirft die Frage auf, wie erfolgreich die damalige Operation tatsächlich war – oder ob das Regime in Teheran seine nuklearen Ambitionen schlicht nicht aufgeben will.
Iran rüstet sich – mit Beton, Erde und Propaganda
Der Iran reagiert auf die Bedrohung mit einer Mischung aus Verteidigungsmaßnahmen und provokanter Rhetorik. Satellitenbilder zeigten, dass zentrale Atomanlagen mit Beton und großen Mengen Erde vergraben würden. Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei veröffentlichte derweil ein KI-generiertes Bild der USS Gerald Ford auf dem Meeresgrund und schrieb dazu auf X: „Gefährlicher als dieses Kriegsschiff ist die Waffe, die es auf den Grund des Meeres schicken kann." Eine Drohgebärde, die man in Washington sicherlich zur Kenntnis genommen hat.
Iran hatte nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen seine Urananreicherung auf bis zu 60 Prozent hochgefahren – nur ein kurzer technischer Schritt von waffenfähigem Material entfernt, wie die Internationale Atomenergiebehörde festgestellt habe. Ein nuklear bewaffneter Iran wäre nicht nur für Israel, sondern für die gesamte westliche Welt ein Albtraum-Szenario.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Die Frage, die sich deutsche Bürger stellen müssen, ist simpel und doch von enormer Tragweite: Was passiert, wenn die Straße von Hormus – durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt – zum Kriegsgebiet wird? Iran hat bereits angekündigt, die strategische Meerenge während eines Militärmanövers teilweise schließen zu wollen. Ein bewaffneter Konflikt würde die Energiepreise in astronomische Höhen treiben. Deutschland, das sich unter der Ampelregierung mutwillig von günstigen russischen Energiequellen abgeschnitten hat und nun ohnehin mit hohen Energiekosten kämpft, wäre besonders verwundbar.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, Deutschland in einer zunehmend instabilen Welt zu positionieren. Doch statt in die eigene Verteidigungsfähigkeit und Energieunabhängigkeit zu investieren, werden Hunderte Milliarden in Sondervermögen gesteckt, die künftige Generationen belasten werden. In Zeiten, in denen sich die geopolitischen Tektonikplatten verschieben, wäre eine nüchterne, an nationalen Interessen orientierte Außen- und Sicherheitspolitik dringender denn je.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
Für Anleger dürfte die aktuelle Lage einmal mehr unterstreichen, warum physische Edelmetalle als Krisenwährung unverzichtbar sind. Geopolitische Spannungen, drohende Energiepreisexplosionen und die damit verbundene Inflationsgefahr machen Gold und Silber zu einem unverzichtbaren Bestandteil jedes vorausschauend aufgestellten Portfolios. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer Welt am Rande des Abgrunds absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen kaum vorbei.
Iran-Experte Vali Nasr von der Johns Hopkins University warnte: „Diplomatie gibt den USA mehr Zeit, ihr Militär vorzubereiten, aber sie gibt auch Iran mehr Zeit, seine Vergeltung zu planen." Letztlich müsse der Präsident die Kosten eines Angriffs abwägen.
Mehrere Faktoren könnten Trumps Zeitplan beeinflussen: Die Olympischen Winterspiele enden am Sonntag, der Ramadan habe am Mittwoch begonnen, und Trump halte am Dienstag seine Rede zur Lage der Nation. Ob der Präsident diese Ereignisse in seine Überlegungen einbeziehe, bleibe unklar. Eines jedoch ist gewiss: Die kommenden Tage könnten über Krieg und Frieden im Nahen Osten entscheiden – mit Konsequenzen, die weit über die Region hinausreichen.
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