
Nationalhymne bei Zeugnisverleihungen: CSU will Patriotismus per Verordnung verbreiten
Die CSU hat auf ihrem Parteitag einen bemerkenswerten Vorstoß gewagt, der in seiner Symbolkraft kaum zu übertreffen ist. Künftig soll bei Zeugnisverleihungen und Berufsabschlüssen die deutsche Nationalhymne erklingen – flankiert von der Europahymne und in Bayern selbstverständlich auch von der Bayernhymne. Ein einstimmiger Beschluss der Delegierten, initiiert von der Jungen Union, soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Jugend enger an Staat und Gesellschaft binden.
Patriotismus auf Knopfdruck?
Die Begründung klingt zunächst durchaus nachvollziehbar: Die Nationalhymne sei ein „Symbol der nationalen Identität, der Zusammengehörigkeit und des Patriotismus", heißt es im Antrag. Sie stehe für Geschichte, Werte und den Stolz einer Nation. Gerade bei Kindern und Jugendlichen könne das gemeinsame Erleben dieser Hymnen das Gemeinschaftsgefühl fördern und sogar der Gewalt entgegenwirken.
Doch halt – ist es wirklich so einfach? Kann man Vaterlandsliebe verordnen wie eine Schuluniform? Die Idee, durch das bloße Abspielen von Hymnen Integration zu fördern und junge Menschen für den Wehrdienst zu begeistern, wirkt in ihrer Naivität geradezu rührend. Als ob ein paar Takte „Einigkeit und Recht und Freiheit" ausreichen würden, um die tiefen Gräben in unserer Gesellschaft zu überbrücken.
Der Widerspruch im System
Besonders pikant erscheint dieser Vorstoß vor dem Hintergrund der deutschen Realität. In einem Land, in dem das öffentliche Hissen der Nationalflagge mitunter Ermittlungen des Staatsschutzes nach sich zieht, soll nun ausgerechnet die Hymne zum Integrationsmotor werden? Dieser Widerspruch ist so offensichtlich, dass man sich fragt, ob die Initiatoren ihn selbst bemerkt haben.
Die CSU versucht hier offenkundig, auf einen Zug aufzuspringen, der längst abgefahren ist. Während die AfD seit Jahren einen gemäßigten, aber ehrlichen Patriotismus vertritt, wirkt dieser Vorstoß der Christsozialen wie ein verzweifelter Versuch, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Ein klassisches Beispiel für das, was man im politischen Jargon als „Trittbrettfahren" bezeichnet.
Integration durch Musik – eine Illusion?
Der Antrag verweist darauf, dass im Jahr 2022 rund 80.000 Asylbewerber minderjährig gewesen seien. Die Hymne soll also helfen, diese jungen Menschen zu integrieren. Doch wer ernsthaft glaubt, dass das Abspielen von drei verschiedenen Hymnen bei einer Zeugnisverleihung einen Beitrag zur „gelingenden Integration" leistet, der hat die eigentlichen Probleme nicht verstanden.
Integration erfordert klare Regeln, konsequente Durchsetzung von Gesetzen und vor allem die Bereitschaft der Zuwanderer, sich in die Gesellschaft einzufügen. Sie erfordert keine musikalischen Darbietungen, sondern handfeste politische Maßnahmen – etwa die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber oder die Durchsetzung der deutschen Sprache als Grundvoraussetzung für die Einbürgerung.
Wehrdienst durch Hymnen?
Noch absurder mutet die Hoffnung an, durch ein gestärktes Zugehörigkeitsgefühl die Bereitschaft junger Menschen zum Wehrdienst zu erhöhen. In einer Zeit, in der die Bundeswehr unter chronischem Personalmangel leidet und die Ausrüstung vielerorts marode ist, soll ausgerechnet eine Hymne die Lösung bringen? Das ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls eine Verhöhnung derjenigen, die sich tatsächlich für die Verteidigung unseres Landes einsetzen.
Die wahren Probleme liegen tiefer: Eine jahrzehntelange Vernachlässigung der Bundeswehr, eine Gesellschaft, die militärisches Engagement oft geringschätzt, und eine Politik, die lieber symbolische Gesten macht, als echte Reformen anzupacken. Dagegen hilft keine Hymne der Welt.
Ein Zeichen der Hilflosigkeit
Dieser Vorstoß der CSU ist letztlich ein Symptom für die komplette Hilflosigkeit, mit der die etablierte Politik den gesellschaftlichen Problemen gegenübersteht. Statt echte Lösungen zu präsentieren, flüchtet man sich in Symbolpolitik. Man kopiert amerikanische Traditionen und hofft, dass der Hurra-Patriotismus von selbst kommt.
Die Bürger durchschauen solche Manöver längst. Sie wissen, dass es nicht reicht, bei Zeugnisverleihungen die Hymne zu spielen, während gleichzeitig die Grenzen offen bleiben, die Kriminalität steigt und die innere Sicherheit erodiert. Die AfD wird in Bayern weiter zulegen – ganz ohne Hymnenpflicht, aber mit klaren Positionen zu den Themen, die die Menschen wirklich bewegen.
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