
Milliardengrab Offshore-Wind: RWE flüchtet aus Frankreich – die grüne Energiewende zeigt Risse

Was von der Politik als strahlende Zukunft der Energieversorgung gepriesen wird, entpuppt sich zunehmend als finanzielles Fiasko. Der Essener Energieriese RWE hat seinen kompletten Rückzug aus dem französischen Offshore-Windkraftgeschäft bekannt gegeben. Sämtliche Projekte werden eingestellt, die zuständige Einheit aufgelöst, knapp 50 Arbeitsplätze vernichtet. Und das ist nur die jüngste Episode in einer Serie von Ernüchterungen, die das Narrativ der angeblich so profitablen Windenergie auf hoher See gründlich demontiert.
Wenn der Wind dreht: Frankreichs politisches Chaos als Sargnagel
RWE begründet den Schritt mit den instabilen Rahmenbedingungen im französischen Markt. Die Vorhaben hätten sich „allesamt noch in einem frühen Stadium" befunden, weshalb der Konzern die Reißleine zog, bevor Lieferketten, Bauverträge und Finanzierungsstrukturen in eine Phase mit unkontrollierbaren Folgekosten gerutscht wären. Eine kluge Entscheidung – denn wer die jüngste Geschichte der französischen Energiepolitik betrachtet, erkennt ein Muster permanenter Kurswechsel, das jeden seriösen Investor in die Flucht schlagen muss.
Bereits im September hatte RWE gemeinsam mit TotalEnergies den Zuschlag für das bislang größte französische Offshore-Windprojekt „Centre Manche 2" vor der normannischen Küste erhalten – und ihn prompt abgelehnt. Damals hieß es noch diplomatisch, eine „endgültige Entscheidung" stehe aus. Nun steht sie fest. Und sie lautet: Adieu.
EnBW-Desaster in Großbritannien: 1,2 Milliarden Euro in den Wind geschrieben
Wie verheerend ein zu später Rückzug aus Offshore-Projekten enden kann, demonstriert derweil der Karlsruher Energieversorger EnBW auf erschreckende Weise. Der Ausstieg aus den britischen Offshore-Windparks Mona und Morgan schlug mit einer Abschreibung von 1,2 Milliarden Euro zu Buche. 1,2 Milliarden – eine Summe, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Der Grund? Fehlende staatliche Förderung machte einen wirtschaftlichen Betrieb schlicht unmöglich.
Die Mechanik dahinter ist so simpel wie brutal: Offshore-Windparks verschlingen gigantische Vorleistungen, lange bevor auch nur ein einziges Kilowatt Strom erzeugt wird. Fundamente müssen in den Meeresboden gerammt werden, Kabeltrassen verlegt, Umspannwerke errichtet. All das kostet Milliarden. Und all das rechnet sich nur, wenn staatliche Förder- und Auktionsdesigns planbare Erlöse garantieren. Sobald diese Absicherung wegbricht – und in der Politik kann das bekanntlich über Nacht geschehen –, verwandeln sich technisch einwandfreie Projekte in bilanzielle Zeitbomben.
Die unbequeme Wahrheit hinter der grünen Fassade
Was uns diese Entwicklungen lehren, ist eine Lektion, die man in den Chefetagen der deutschen Energiepolitik offenbar nicht hören möchte: Offshore-Windkraft ist kein Selbstläufer. Sie ist ein hochriskantes Geschäft, das von politischer Stabilität, verlässlichen Förderzusagen und realistischen Renditeerwartungen abhängt. Drei Faktoren, die in Europa derzeit alles andere als gesichert sind.
RWE betont zwar, dass Offshore-Wind für den Konzern „weiterhin zentral" bleibe und man das Portfolio ausbauen wolle – nur eben nicht in Frankreich. Stattdessen verlagere man den Schwerpunkt nach Großbritannien, wo man sich in einer Auktion mehrere Projekte habe sichern können. Gleichzeitig fährt der Konzern seit dem Vorjahr eine deutlich striktere Investitionssteuerung: Bis 2030 sollen rund zehn Milliarden Euro weniger investiert werden als ursprünglich geplant. Neue Projekte müssen höhere Renditen liefern, um den internen Hürdentest zu bestehen.
Ein Warnsignal auch für Deutschland
Man darf sich fragen, ob die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz aus diesen Entwicklungen die richtigen Schlüsse zieht. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, das auch den Ausbau erneuerbarer Energien befeuern soll, wird letztlich vom Steuerzahler finanziert – über Generationen hinweg. Wenn selbst Branchenriesen wie RWE und EnBW vor den Risiken der Offshore-Windkraft zurückschrecken, sollte das jeden Bürger alarmieren, dessen Steuergelder in diese Projekte fließen.
Denn eines wird immer deutlicher: Die Energiewende, wie sie von grünen Ideologen propagiert wurde, stößt an die harten Grenzen der ökonomischen Realität. Windräder auf hoher See mögen in Hochglanzbroschüren beeindruckend aussehen. Doch wenn die Rendite nicht stimmt, die Politik wankelmütig agiert und die Kosten explodieren, bleiben am Ende nur Milliardenverluste – und der Steuerzahler als Letzter, der die Zeche begleicht.
In Zeiten derartiger Unsicherheiten an den Energiemärkten und angesichts einer Wirtschaftspolitik, die zunehmend auf schuldenfinanzierte Großprojekte mit fragwürdiger Rendite setzt, erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Launen, Förderzusagen oder Auktionsdesigns. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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