
Meloni macht es vor: Italien sichert sich Platz an Trumps Friedenstisch – Deutschland schaut zu

Während die Bundesrepublik weiterhin in diplomatischer Selbstgefälligkeit verharrt, beweist Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni einmal mehr politisches Geschick und strategischen Weitblick. Rom wird künftig als Beobachter am sogenannten „Board of Peace" teilnehmen – jenem Friedensrat, den US-Präsident Donald Trump im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos ins Leben gerufen hat. Ein Schachzug, der Europa aufhorchen lassen sollte.
Pragmatismus statt ideologischer Scheuklappen
Meloni verkündete die Entscheidung am Rande eines Besuchs in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Italien sei von den Vereinigten Staaten als „Beobachterland" eingeladen worden, was nach Einschätzung der Regierungschefin „eine gute Lösung" darstelle. Zuvor hatte die Vorsitzende der Fratelli d'Italia eine Vollmitgliedschaft noch aus verfassungsrechtlichen Gründen ausgeschlossen. Doch statt sich schmollend in die Ecke zu stellen, fand Rom einen eleganten Kompromiss.
Das ist bemerkenswert. Denn während viele europäische Staaten – allen voran Deutschland – das Gremium als vermeintliche Konkurrenz zu den Vereinten Nationen betrachten und ihm demonstrativ fernbleiben, erkennt Meloni die Realitäten der neuen Weltordnung. Aktuell zählt der Friedensrat bereits 26 Mitgliedsstaaten. Aus der EU waren bislang nur Bulgarien und Ungarn vertreten. Italien gesellt sich nun als dritter EU-Staat hinzu, wenn auch in einer Sonderrolle.
Deutschland isoliert sich selbst
Man muss sich die Frage stellen: Was genau gewinnt Deutschland dadurch, dass es diesem Forum fernbleibt? Moralische Überlegenheit? Diplomatischen Einfluss? Wohl kaum. Wer nicht am Tisch sitzt, steht auf der Speisekarte – diese alte Weisheit der Außenpolitik scheint in Berlin niemanden mehr zu interessieren. Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich gerade mit seiner neuen „Bündnislogik" profilieren möchte, verpasst hier eine Gelegenheit, die auf dem Silbertablett serviert wird.
Meloni hingegen versteht, dass Realpolitik keine Frage der Sympathie ist. Man muss Trump nicht mögen, um zu erkennen, dass die Vereinigten Staaten der mächtigste Akteur auf der Weltbühne bleiben. Die italienische Regierungschefin gilt nicht ohne Grund als eine der wenigen europäischen Politikerinnen mit direktem Zugang zum Weißen Haus. Diesen Vorteil nutzt sie konsequent – zum Wohle ihres Landes.
Nahost-Krise erfordert europäische Präsenz
Besonders mit Blick auf die dramatische Eskalation im Nahen Osten erscheint Melonis Entscheidung geradezu zwingend. Die Stabilisierung der Region erfordere eine italienische und europäische Präsenz, betonte die Ministerpräsidentin. Auf welcher personellen Ebene Italien im Friedensrat vertreten sein werde, müsse noch geklärt werden. Doch allein die Tatsache, dass Rom einen Fuß in der Tür hat, verschafft dem Land einen strategischen Vorteil, von dem Berlin nur träumen kann.
Es ist ein Trauerspiel: Während eine konservative Regierungschefin in Rom pragmatisch die Interessen ihres Landes vertritt, verstrickt sich die deutsche Außenpolitik in ideologische Grabenkämpfe und moralische Bedenkenträgerei. Die Zeiten, in denen Deutschland als diplomatisches Schwergewicht in Europa galt, scheinen endgültig vorbei zu sein. Meloni zeigt, wie es geht. Ob jemand in Berlin hinschaut, darf bezweifelt werden.
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