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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
13:50 Uhr

Macrons diplomatische Kehrtwende: Frankreich sucht den direkten Draht zum Kreml

Was noch vor wenigen Monaten als politisches Tabu galt, scheint nun zur neuen europäischen Realpolitik zu werden: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängt auf direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Und der Kreml? Der zeigt sich überraschend empfänglich. Man könnte fast meinen, die europäische Diplomatie erwache nach einem langen, selbstverschuldeten Winterschlaf.

Europa kann den Frieden nicht an Washington delegieren

In einem bemerkenswerten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen machte Macron unmissverständlich klar, dass Europa die Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt nicht länger den Amerikanern überlassen dürfe. Eine Erkenntnis, die man durchaus als überfällig bezeichnen kann. Denn während die USA unter Präsident Trump ihre eigene geopolitische Agenda verfolgen – mit massiven Zollerhöhungen gegen die EU und einer zunehmend unberechenbaren Außenpolitik –, hat sich Europa viel zu lange in der bequemen Rolle des passiven Zuschauers eingerichtet.

„Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen", erklärte Macron und verwies darauf, dass ein künftiger Frieden zwangsläufig auch Europa betreffen werde. Die Diskussionskanäle seien auf technischer Ebene bereits wiederhergestellt worden. Macrons außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne sei unlängst sogar nach Moskau gereist – ein Schritt, der nach Darstellung von Bundeskanzler Friedrich Merz abgestimmt gewesen sei.

Kreml reagiert mit demonstrativer Offenheit

Die Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte die Kontakte und erklärte, Russland sei bereit, den Dialog auf höchster Ebene „recht zügig" wieder aufzunehmen. Mehr noch: Macrons Bereitschaft zu direkten Gesprächen imponiere dem Kreml. Eine bemerkenswerte Wortwahl, die zeigt, wie ausgehungert die russische Seite nach diplomatischer Anerkennung durch europäische Staatschefs ist.

Peskow betonte zudem, es sei „unlogisch, kontraproduktiv und für alle Seiten schädlich", die Beziehungen auf den Nullpunkt zu reduzieren. Putin selbst habe immer wieder darauf hingewiesen, dass nicht Russland die Kontakte abgebrochen habe, sondern die EU-Staaten. Unabhängig davon, wie man zu dieser Darstellung steht – die Tatsache, dass nach fast drei Jahren Funkstille zwischen Paris und Moskau wieder Gesprächsbereitschaft signalisiert wird, ist ein diplomatisches Signal von erheblicher Tragweite.

Der letzte Kontakt liegt Monate zurück

Zuletzt hatten Macron und Putin am 1. Juli des vergangenen Jahres miteinander telefoniert – zum ersten Mal nach fast drei Jahren des Schweigens. Dass nun beide Seiten offenbar gewillt sind, diesen Faden wieder aufzunehmen, könnte einen Wendepunkt markieren. Oder auch nicht. Denn Russlands Außenminister Sergej Lawrow dämpfte die Erwartungen bereits und erklärte in einem Interview, es sei noch „eine weite Strecke zurückzulegen".

Europas selbstverschuldete Marginalisierung

Was bei alledem besonders bitter aufstößt: Bei den bisherigen Verhandlungen – zuletzt in Abu Dhabi unter US-Vermittlung – waren die Europäer schlicht außen vor. Ausgerechnet jener Kontinent, auf dessen Boden dieser Krieg tobt, dessen Wirtschaft unter den Sanktionsfolgen ächzt und dessen Bürger die Konsequenzen in Form explodierender Energiepreise und steigender Inflation tagtäglich spüren, hatte am Verhandlungstisch keinen Platz. Kann man sich eine größere diplomatische Bankrotterklärung vorstellen?

Russland hat die europäische Verhandlungsposition stets mit dem Argument torpediert, die EU-Staaten seien durch ihre Waffenlieferungen an die Ukraine nicht unparteiisch. Ein Argument, das man nicht teilen muss, das aber die Realität europäischer Machtlosigkeit schonungslos offenlegt. Jahrelang hat man in Brüssel und Berlin auf moralische Überlegenheit gesetzt, statt auf knallharte Diplomatie. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Merz und die deutsche Rolle

Bundeskanzler Friedrich Merz, der mit großen Versprechen angetreten ist, scheint Macrons Vorstoß zumindest nicht zu blockieren. Die Abstimmung der Moskau-Reise von Macrons Berater deutet auf eine gewisse Koordination hin. Doch reicht das? Deutschland, das mit seinem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen ohnehin Generationen von Steuerzahlern belastet, kann sich einen endlosen Krieg an Europas Ostflanke schlicht nicht leisten. Jeder Monat ohne Verhandlungsfortschritt kostet den deutschen Steuerzahler Milliarden – für Waffenlieferungen, für Flüchtlingsunterbringung, für die wirtschaftlichen Folgeschäden der Sanktionspolitik.

Es wäre an der Zeit, dass auch Berlin den Mut aufbringt, diplomatische Realitäten anzuerkennen, statt sich hinter Sonntagsreden zu verstecken. Macron, bei all seinen innenpolitischen Schwächen, zeigt hier zumindest den Willen zum Handeln. Ob daraus mehr wird als diplomatisches Geplänkel, bleibt abzuwarten. Die Geschichte lehrt uns jedoch eines: Kriege enden am Verhandlungstisch – nicht auf dem Schlachtfeld.

In Zeiten solch geopolitischer Unsicherheiten und einer Inflation, die durch schuldenfinanzierte Sondervermögen weiter angeheizt wird, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben in jeder Krise der Menschheitsgeschichte ihren Wert bewiesen – eine Eigenschaft, die man von politischen Versprechen leider nicht behaupten kann.

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