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29.11.2025
08:22 Uhr

Kretschmann rechnet mit Grünen-Bundespartei ab: „Radikal sein ist ein Irrtum"

Kurz vor seinem politischen Abschied hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann seiner eigenen Partei eine schallende Ohrfeige verpasst. Der 76-jährige Grünen-Politiker, der als einziger seiner Partei ein Bundesland regiert, kritisierte in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg" den Kurs der Bundespartei mit ungewöhnlicher Schärfe. Seine Worte dürften in Berlin für erhebliche Verstimmung sorgen.

„Tunnelblick" und falsche Radikalität

Kretschmann warf der Grünen-Führung vor, mit einem „gewissen Tunnelblick" zu arbeiten und nur auf die eigenen Ziele zu schauen. Besonders hart ging er mit dem Radikalitätswettbewerb innerhalb der Partei ins Gericht: „Wer formuliert noch die radikaleren Ziele? Das ist nicht mein Ding gewesen." Mit bemerkenswerter Selbstkritik räumte er ein, in seiner Studentenzeit selbst diesem Irrglauben erlegen zu sein: „Besonders radikal zu sein, das habe ich in der Studentenzeit versucht. Das ist ein Irrtum. Der führt einfach nicht zu dem, was man sich erhofft."

Diese Aussagen treffen den Kern des Problems, das die Grünen seit Jahren mit sich herumschleppen. Während die Basis und große Teile der Bundespartei immer extremere Forderungen stellen, verlieren sie den Kontakt zur Realität und vor allem zu den Wählern. Die Quittung zeigt sich in den Umfragewerten: Bundesweit dümpeln die Grünen bei elf bis zwölf Prozent herum – ein Desaster für eine Partei, die noch vor wenigen Jahren von der Kanzlerschaft träumte.

Die Zehn-Prozent-Partei

Kretschmanns vernichtende Analyse gipfelte in dem Satz: „Wenn man mit 10 Prozent zufrieden ist, kann man das so machen, wie die Bundespartei das jetzt wieder macht." Diese Aussage sitzt. Der Ministerpräsident diagnostiziert seiner Partei eine fatale Selbstzufriedenheit mit der Rolle als Nischenpartei. Statt in die Breite zu gehen und Mehrheiten zu gewinnen, gefalle man sich in ideologischer Reinheit.

„Das Wichtige ist, dass man Mehrheiten bekommt hinter das, was man macht. Sonst kann man in einer Demokratie einfach nicht erfolgreich sein", mahnte Kretschmann. Seine Erfolgsformel lautet: „Klar in den Zielen, offen in den Wegen." Ein Ansatz, der in krassem Gegensatz zur Berliner Verbotspolitik und dem moralischen Zeigefinger steht, mit dem die Grünen-Spitze das Land überzieht.

Baden-Württemberg als warnendes Beispiel

Auch im Ländle selbst sieht es für die Grünen düster aus. Die Partei liegt in Umfragen nur noch bei 17 bis 20 Prozent – weit hinter der CDU und zuletzt sogar hinter der AfD auf Platz drei. Bei der Landtagswahl 2021 hatte Kretschmann noch triumphale 32,6 Prozent eingefahren. Der Absturz ist dramatisch.

Kretschmann schiebt die Verantwortung auf „bundespolitische Gründe" und nennt explizit den „Absturz der Ampel" und das ramponierte Image von Robert Habeck. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Die Grünen haben auch in Baden-Württemberg versagt: Das einst stolze Bildungssystem des Landes ist unter grüner Führung abgestürzt, die Wirtschaft leidet unter ideologischen Experimenten, und die Kriminalität steigt – auch dank einer verfehlten Migrationspolitik, für die Kretschmann selbst mitverantwortlich ist.

Keine Abschiedsfeier für den Ministerpräsidenten

Besonders pikant: Obwohl die nächste Landtagswahl in Baden-Württemberg ansteht und Kretschmann nicht mehr antritt, findet der Grünen-Bundesparteitag ab Freitag in Hannover ohne eine offizielle Verabschiedung des einzigen grünen Ministerpräsidenten statt. Kretschmanns lakonischer Kommentar dazu: „Das Verhältnis von mir zu meiner Bundespartei war immer sehr gespannt. Insofern ist es vielleicht auch ehrlich."

Diese Aussage offenbart die tiefen Gräben innerhalb der Partei. Während Kretschmann zumindest ansatzweise verstanden hat, dass Politik Kompromisse und Mehrheiten braucht, verharrt die Bundespartei in ihrer ideologischen Blase. Die Grüne Jugend fordert sogar noch einen schärferen „Linkskurs" – als ob die Partei nicht schon links genug wäre.

Die Migrationsfrage als Sollbruchstelle

Bereits im Frühjahr 2025 war es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kretschmann und der Bundespartei gekommen. Der Ministerpräsident hatte erklärt, die Grünen hätten „bis heute kein belastbares Konzept, um zwischen legaler und illegaler Migration zu unterscheiden". Eine vernichtende Kritik, die den Kern des Problems trifft: Während die Bevölkerung unter den Folgen der Massenmigration leidet, klammern sich die Grünen an ihre „Kein Mensch ist illegal"-Parolen.

Die Realität in deutschen Städten – explodierende Kriminalität, Messerattacken, überlastete Sozialsysteme – wird von der grünen Führung konsequent ausgeblendet. Kretschmann hat zumindest erkannt, dass diese Realitätsverweigerung die Partei in den Abgrund führt. Doch seine Mahnungen verhallen ungehört.

Das Ende einer Ära

Mit Kretschmanns Abgang verlieren die Grünen nicht nur ihren letzten Ministerpräsidenten, sondern auch eine der wenigen Stimmen der Vernunft in ihren Reihen. Sein Nachfolger Cem Özdemir wird es schwer haben, den grünen Ministerpräsidentenposten 2026 zu verteidigen. Die Zeichen stehen auf Sturm für die einstige Ökopartei, die sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert, während das Land andere Sorgen hat.

Kretschmanns Abrechnung kommt zur rechten Zeit. Sie zeigt, dass selbst in den eigenen Reihen die Erkenntnis wächst: Der grüne Irrweg führt in die politische Bedeutungslosigkeit. Ob die Partei noch die Kurve kriegt, darf bezweifelt werden. Zu tief sitzt die Überzeugung, moralisch überlegen zu sein. Zu groß ist die Verachtung für die Sorgen der normalen Bürger. Und zu stark ist der Einfluss der radikalen Kräfte, die lieber untergehen als umkehren wollen.

Die Grünen stehen vor einer Richtungsentscheidung: Entweder sie besinnen sich auf pragmatische Politik für die breite Bevölkerung – oder sie verharren in ihrer ideologischen Echokammer und werden zur Splitterpartei. Kretschmanns Warnung ist deutlich: „Wenn man mit 10 Prozent zufrieden ist, kann man das so machen." Die Frage ist nur, ob in Berlin jemand zuhört.

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