
KI-Wahnsinn ohne Grenzen: OpenAI strebt Bewertung von 850 Milliarden Dollar an

Die Zahlen klingen wie aus einem Science-Fiction-Roman, doch sie sind bittere Realität der gegenwärtigen Finanzwelt: OpenAI, der Entwickler des allgegenwärtigen ChatGPT, steht offenbar kurz davor, in einer neuen Finanzierungsrunde mehr als 100 Milliarden Dollar einzusammeln. Die private Bewertung des Unternehmens könnte dabei auf über 850 Milliarden Dollar katapultiert werden – eine Summe, die das Bruttoinlandsprodukt zahlreicher Industrienationen in den Schatten stellt.
Big Tech gießt Milliarden in die KI-Blase
Angeführt werde die erste Phase der Finanzierungsrunde von den üblichen Verdächtigen des Silicon Valley: Amazon, SoftBank, Nvidia und Microsoft. Die Zuteilungen könnten noch bis Ende dieses Monats finalisiert werden. Eine zweite Phase solle dann Risikokapitalgeber, Staatsfonds und weitere Investoren einbeziehen, was die Gesamtsumme noch weiter in die Höhe treiben dürfte. Die sogenannte Pre-Money-Bewertung liege bereits bei 730 Milliarden Dollar.
Man muss sich diese Dimension einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Unternehmen, das noch vor wenigen Jahren als gemeinnützige Forschungseinrichtung gegründet wurde, soll nun mehr wert sein als die meisten börsennotierten Konzerne der Welt. Wohlgemerkt: OpenAI ist nicht börsennotiert. Es handelt sich um eine rein private Bewertung, die sich jeder öffentlichen Überprüfung durch den Markt entzieht.
Die Euphorie kennt keine Grenzen – die Risiken schon
UBS-Analystin Aditi Samajpati habe gegenüber Kunden erklärt, die neue Finanzierungsrunde unterstreiche die „eskalierende Kapitalintensität der KI-Entwicklung" sowie die sich vertiefende strategische Verflechtung zwischen OpenAI und den Tech-Giganten. Das klingt diplomatisch. Weniger diplomatisch formuliert: Hier entsteht ein Oligopol von beispiellosem Ausmaß, in dem wenige US-Konzerne die Kontrolle über eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts unter sich aufteilen.
Die Märkte preisen derzeit ein Szenario ein, in dem amerikanische KI-Riesen einen überproportionalen Anteil am globalen KI-Umsatz erobern, die margenstärksten Schichten der Technologie kontrollieren und ihre Preissetzungsmacht behalten. Doch genau hier lauert das Risiko. Denn der technologische Vorsprung gegenüber chinesischen KI-Modellen schmilzt zusehends – und damit auch die Grundlage für diese astronomischen Bewertungen.
SoftBank-Aktie reagiert sofort
Die Aktien von SoftBank, das im Dezember einen Anteil von elf Prozent an OpenAI gehalten haben soll, sprangen in Tokio um bis zu vier Prozent nach oben. Am Ende des Handelstages verblieb ein Plus von 2,6 Prozent. Seit Jahresbeginn habe sich die Aktie allerdings kaum bewegt – nach einem Höchststand im Oktober 2025 sei die Luft offenbar raus.
Parallelen zur Dotcom-Blase drängen sich auf
Wer sich an die Jahrtausendwende erinnert, dem dürften bei solchen Bewertungen die Nackenhaare zu Berge stehen. Auch damals wurden Unternehmen ohne nennenswerte Gewinne mit Fantasiebewertungen versehen, befeuert von der Überzeugung, dass „diesmal alles anders" sei. Dass parallel dazu auch der Konkurrent Anthropic in seiner jüngsten Finanzierungsrunde auf eine Bewertung von rund 350 Milliarden Dollar gekommen sei, verstärkt den Eindruck eines kollektiven Rausches.
Für den gewöhnlichen Anleger, der sein hart verdientes Geld in Sicherheit wissen möchte, sind solche Entwicklungen ein Warnsignal. Wenn Bewertungen jede Verbindung zur wirtschaftlichen Realität verlieren, ist Vorsicht geboten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen spekulative Blasen die Finanzmärkte dominieren. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in der aktuellen Marktphase schmerzlich fehlt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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