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Kanzler Merz gratuliert zum Geburtstag – während Berlin friert

Kanzler Merz gratuliert zum Geburtstag – während Berlin friert

Es ist ein Bild, das sich tief ins kollektive Gedächtnis der Deutschen einbrennen dürfte: Zehntausende Berliner harren in eisiger Kälte aus, das Stromnetz liegt nach einem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag am Boden – und der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland postet Geburtstagsgrüße auf X. „Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag, lieber Frank-Walter Steinmeier", lautet die Botschaft von Friedrich Merz am dritten Tag der Krise. Auf seinem privaten Account gratuliert er zeitgleich Markus Söder. Kein Wort zu Berlin. Kein Wort zu den Menschen, die ohne Heizung, ohne Licht, ohne Hoffnung auf schnelle Hilfe ausharren.

Der längste Stromausfall seit Kriegsende – und ohrenbetäubendes Schweigen

Was sich im Berliner Südwesten abspielt, ist beispiellos in der Geschichte der Bundesrepublik. Der längste Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg trifft die Hauptstadt mit voller Wucht. Familien mit Kleinkindern, Senioren, chronisch Kranke – sie alle sind auf sich allein gestellt. Die Temperaturen sinken, die Verzweiflung steigt. Und was macht der Mann, der dieses Land führen soll? Er beschäftigt sich mit der Arktis und internationalen Angelegenheiten. Der „Außenkanzler", wie ihn manche spöttisch nennen, scheint die Sorgen seiner eigenen Bürger schlichtweg nicht auf dem Radar zu haben.

Natürlich werden die Verteidiger des Kanzlers einwenden, dass formal der Regierende Bürgermeister Kai Wegner für Berlin zuständig sei. Der Föderalismus, so das Argument, weise die Verantwortung klar den Ländern zu. Doch diese bürokratische Ausrede verfängt nicht. Wozu braucht ein Land einen Bundeskanzler, wenn dieser sich hinter Zuständigkeitsregelungen versteckt, sobald es unbequem wird? Was ist seine Aufgabe, wenn nicht die, in Krisenzeiten Führung zu zeigen, Anteilnahme zu demonstrieren, seinem Volk beizustehen?

Das Mindestmaß an Menschlichkeit – offenbar zu viel verlangt

Ein Tweet wäre das Mindeste gewesen. Eine persönlich formulierte Stellungnahme. Vielleicht sogar ein Besuch vor Ort, um den Betroffenen zu zeigen: Ihr seid nicht vergessen. Die Jugend würde es „Bare minimum" nennen – das absolute Minimum dessen, was man von einem Menschen in verantwortungsvoller Position erwarten darf. Doch selbst diese kleine Geste der Anteilnahme scheint dem Kanzler zu viel abzuverlangen. Die Bürger, die ihm durch ihre Steuern ein komfortables Leben ermöglichen, verdienen offenbar nicht einmal einen Moment seiner kostbaren Aufmerksamkeit.

Die Empörung in den sozialen Medien ist gewaltig. Die Menschen fragen sich zu Recht, was aus der politischen Klasse dieses Landes geworden ist. Wann hat sich die Kluft zwischen Regierenden und Regierten so dramatisch vertieft? Wann haben unsere Volksvertreter aufgehört, das Volk tatsächlich zu vertreten – nicht nur auf dem Papier, sondern mit Herz und Verstand?

Ein Muster der Gleichgültigkeit zieht sich durch die Jahre

Friedrich Merz steht dabei keineswegs allein. Er ist lediglich die neueste Inkarnation eines politischen Verhaltensmusters, das sich seit Jahren beobachten lässt. Sein Vorgänger Olaf Scholz fand erstaunlich deutliche Worte, als betrunkene Studenten auf Sylt ein Lied grölten. Aus diesem Vorfall machte er beinahe einen Staatsakt. Doch bei islamistischen Terroranschlägen, bei der verfehlten Migrationspolitik, bei wachsender Armut und galoppierender Inflation? Da wurde pflichtschuldig abgearbeitet, routiniert und emotionslos.

Angela Merkel wiederum perfektionierte das Wegducken zur Kunstform. Man verkaufte ihre emotionale Distanz als Charakterstärke, als Zeichen von Führungskompetenz. Beim Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 – dem ersten seiner Art in Deutschland – legte sie zwar Blumen nieder, besuchte die Hinterbliebenen der zwölf Opfer jedoch erst ein Jahr später. Diese hatten zuvor in öffentlichen Briefen beklagt, sich vom Staat allein gelassen zu fühlen. Ein Lastwagen war in die Menschenmenge auf einem Weihnachtsmarkt gerast, und „Mutti" brauchte zwölf Monate, um persönlich Anteil zu nehmen.

Die Flutkatastrophe 2021: Ein weiteres Kapitel der Respektlosigkeit

Das Ausmaß an Gleichgültigkeit erreichte bei der Flutkatastrophe 2021 einen neuen Tiefpunkt. Anne Spiegel, damals als Umweltministerin in Rheinland-Pfalz direkt zuständig, schwieg aus ihrem Frankreichurlaub heraus. Sie war verhindert. Die Opfer ließ sie im Stich. Armin Laschet, damals NRW-Ministerpräsident, grinste sich derweil in die Schlagzeilen – während der Rede des Bundespräsidenten im Hochwassergebiet führte er Small Talk und lächelte, als wäre Karneval. Die Bilder gingen um die Welt und zeigten der Nation, wie weit sich ihre politische Elite von den Sorgen der einfachen Menschen entfernt hat.

Auch der Bundespräsident schweigt

In der aktuellen Stromkatastrophe hüllt sich neben Merz auch Frank-Walter Steinmeier in Schweigen. Der Bundespräsident ist gewiss kein Krisenmanager, kein Ermittler, kein Ersatzkanzler. Aber er ist – zumindest der Idee nach – das moralische Gewissen dieses Staates. Steinmeier jedoch scheint lieber über Demokratie zu philosophieren, als sie im Ernstfall spürbar werden zu lassen. Von einem Mann, der nach eigenem Bekunden im „besten Deutschland aller Zeiten" lebt, überrascht diese Reaktionslosigkeit freilich wenig. Wer die Realität derart verklärt, dem fehlt offenbar der Blick für die tatsächlichen Nöte seiner Mitbürger.

Politik als Karriere, nicht als Berufung

Die Wurzel dieses Übels liegt tiefer, als mancher wahrhaben möchte. Politik ist längst zur Branche geworden, zum Betrieb, nicht zur Berufung. Wer heute in die Politik geht, tut dies allzu oft nicht aus dem Wunsch heraus, seinem Land zu dienen, sondern um Karriere zu machen. Dienst nach Vorschrift ist die Maxime, Empathie ein Fremdwort. Die Bürger sind Stimmvieh, das alle paar Jahre an die Urnen gerufen wird, um anschließend wieder in Vergessenheit zu geraten.

Wenn Merkel und Scholz zumindest noch den Anschein erweckten, sich für die Bevölkerung zu interessieren, und zeitnah Pressekonferenzen abhielten, erleben wir mit Kanzler Merz das nächste Update politischer Kommunikation: Geburtstagsgrüße an Parteifreunde, nett lächeln auf Auslandsreisen – und eisiges Schweigen, wenn die eigenen Bürger frieren.

„Die Frage ist nicht mehr, ob unsere Politiker uns verstehen. Die Frage ist, ob sie uns überhaupt noch wahrnehmen."

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentwicklungen. Eine politische Klasse, die sich zunehmend von den Sorgen der einfachen Menschen abkoppelt. Eine Elite, die in ihrer Berliner Blase lebt und die Realität außerhalb des Regierungsviertels nur noch vom Hörensagen kennt. Und ein Volk, das zusehends das Vertrauen in seine Vertreter verliert – zu Recht, wie die aktuelle Krise einmal mehr beweist.

Zeit für einen Kurswechsel

Deutschland braucht Politiker, die wieder für das Land arbeiten, nicht gegen es. Führungspersönlichkeiten, die in Krisenzeiten Verantwortung übernehmen, statt sich hinter Zuständigkeitsregelungen zu verstecken. Menschen mit Herz und Verstand, die verstehen, dass politische Führung mehr ist als Protokoll und Pressearbeit. Die aktuelle Stromkrise in Berlin ist ein Weckruf – die Frage ist nur, ob irgendjemand in den Schaltzentralen der Macht bereit ist, ihn zu hören.

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