
Irland macht alle Bürger zu Organspendern – Ein gefährlicher Präzedenzfall für Europa
Während die deutsche Politik noch über Organspende-Regelungen diskutiert, schafft Irland Fakten: Seit dem 17. Juni 2025 werden alle irischen Staatsbürger über 18 Jahren automatisch zu Organspendern erklärt – es sei denn, sie widersprechen aktiv. Was als humanitärer Fortschritt verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als besorgniserregender Eingriff in die Selbstbestimmung der Bürger.
Der Staat greift nach den Körpern seiner Bürger
Das neue irische Gesetz über menschliches Gewebe von 2024 führt ein sogenanntes "Soft-Opt-Out-System" ein. Im Klartext bedeutet dies: Wer nicht ausdrücklich widerspricht, wird automatisch zum Organspender. Die Gesundheitsbehörde HSE formuliert es euphemistisch: Alle Erwachsenen gelten als Organspender, "es sei denn, sie haben im National Organ Donation Opt-Out Register eine Entscheidung gegen eine Spende hinterlegt".
Diese staatliche Anmaßung reiht sich nahtlos in einen beunruhigenden europäischen Trend ein. Länder wie Österreich, Belgien und Spanien gehen sogar noch weiter und praktizieren ein "Hard-Opt-Out-System", bei dem Angehörige kaum noch Mitspracherecht haben. Deutschland hingegen hält – noch – an der expliziten Zustimmungspflicht fest. Ein Bollwerk der Selbstbestimmung in einem Europa, das zunehmend über die Körper seiner Bürger verfügen möchte.
Ethische Grenzüberschreitungen im Namen des Fortschritts
Besonders alarmierend sind die Berichte aus den USA, wo Ärzte bereits lebenserhaltende Maßnahmen abstellten, um an Organe zu gelangen – obwohl Patienten noch Anzeichen von Bewusstsein zeigten. Bundesermittlungen hätten ergeben, dass in einigen Fällen die Organentnahme hätte unterbleiben müssen, da die Patienten einen zu hohen Bewusstseinsgrad aufwiesen. Doch der Druck der Organspendeorganisationen scheint schwerer zu wiegen als ärztliche Ethik.
"Die Kombination aus einem laxen Opt-out-System für Organspenden und der möglichen Legalisierung der Sterbehilfe ist ein Rezept für Missbrauch und moralischen Druck"
Diese Warnung des irischen Arztes Angelo Bottone vom konservativen Think Tank Iona Institute sollte uns alle aufhorchen lassen. Tatsächlich diskutiert das irische Parlament bereits über die Legalisierung der Sterbehilfe. Die Verbindung liegt auf der Hand: Erst erklärt der Staat seine Bürger zu Organspendern, dann erleichtert er ihnen das Sterben.
Das Schreckgespenst der "Organspende-Euthanasie"
Was in den Niederlanden und Belgien bereits Realität ist, könnte bald auch in Irland Einzug halten: die sogenannte "Organspende-Euthanasie". Ärzte diskutieren dort allen Ernstes darüber, Organe zu entnehmen, bevor Sterbehilfe-Patienten für tot erklärt werden. Unter Vollnarkose sollen die Organe entnommen werden, während der Patient noch lebt – alles im Namen der "Organqualität".
Diese perverse Logik verwandelt schwerkranke Menschen in wandelnde Ersatzteillager. Ihre Körper werden nach ihrem Nutzwert für andere bewertet, nicht nach ihrer inhärenten Menschenwürde. Es ist ein Rückfall in dunkelste Zeiten, nur diesmal unter dem Deckmantel medizinischen Fortschritts.
Politischer Zwang statt freiwillige Solidarität
Das irische Medienportal Gript bringt es auf den Punkt: Diese staatliche Zwangspolitik täusche die Zustimmung der Verstorbenen vor. Anstatt die Bereitschaft zur Organspende durch Aufklärung und Vertrauensbildung zu fördern, setzt der Staat auf Zwang und Täuschung. Die Folge könnte das genaue Gegenteil des Beabsichtigten sein: Bürger könnten aus politischem Protest aktiv der Organspende widersprechen.
Besonders brisant wird diese Entwicklung vor dem Hintergrund wiederholter ärztlicher Fehlverhalten in Irland. Wie kann man einem System vertrauen, das bereits in der Vergangenheit versagt hat? Wie kann man seine körperliche Integrität einem Staat anvertrauen, der zunehmend autoritäre Züge annimmt?
Ein Weckruf für Deutschland
Während unsere neue Große Koalition unter Friedrich Merz noch mit den Altlasten der gescheiterten Ampel-Politik kämpft, sollte sie genau hinschauen, was in Irland geschieht. Die Versuchung, dem europäischen Trend zu folgen und ein Opt-Out-System einzuführen, dürfte groß sein. Schließlich lässt sich damit die Statistik der verfügbaren Organe schönrechnen.
Doch wir müssen uns fragen: Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der der Staat automatisch Anspruch auf unsere Körper erhebt? In der wir aktiv widersprechen müssen, um unsere körperliche Selbstbestimmung zu wahren? In der schwerkranke Menschen möglicherweise unter Druck gesetzt werden, ihr Leben zugunsten ihrer Organe zu beenden?
Die irische Entwicklung ist ein Menetekel für ganz Europa. Sie zeigt, wohin der Weg führt, wenn wir grundlegende ethische Prinzipien dem vermeintlichen medizinischen Fortschritt opfern. Es ist höchste Zeit, dass konservative Kräfte in Europa diesem Trend entschieden entgegentreten. Denn am Ende geht es um nicht weniger als die Frage, wem unser Körper gehört: uns selbst oder dem Staat.
Die Würde des Menschen ist unantastbar – auch und gerade am Lebensende. Daran sollten wir uns erinnern, bevor wir den irischen Weg einschlagen.
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