
Ikea wird zum Stromversorger: Der schwedische Möbelriese greift nach deutschen Haushalten

Was kommt als Nächstes? Verkauft uns der Möbelgigant aus Schweden bald auch noch die Luft zum Atmen? Der Konzern, der einst mit Billy-Regalen und Köttbullar berühmt wurde, wagt sich nun in völlig neue Gefilde vor: Ikea steigt in den deutschen Strommarkt ein. Unter dem klangvollen Namen „Svea Strom" will das Unternehmen künftig Energie an private Haushalte verkaufen – natürlich mit einem dynamischen Tarif, der sich alle fünfzehn Minuten ändern kann.
Das Geschäftsmodell: Börsenpreise für jedermann
Die Idee klingt zunächst verlockend: Statt starrer Festpreise sollen Verbraucher direkten Zugang zu den Börsenstrompreisen erhalten, die bislang nur Großabnehmern vorbehalten waren. Die Preise werden jeweils am Vortag festgelegt und können über eine Smartphone-App abgerufen werden. Wer seinen Verbrauch geschickt in günstige Stunden verlegt, könne Geld sparen – so zumindest das Versprechen.
Ikeas Energie-Chefin Jacqueline Polak preist das Modell erwartungsgemäß an: Wer seinen Verbrauch optimiere, könne nicht nur Stromkosten senken, sondern auch „aktiv die Energiewende unterstützen". In Schweden würden bereits mehr als die Hälfte der Stromkunden dynamische Tarife nutzen. Doch was in Skandinavien funktioniert, muss in Deutschland noch lange nicht zum Erfolg werden.
Die versteckten Risiken des vermeintlichen Schnäppchens
Bei genauerer Betrachtung offenbart sich das wahre Wesen dieses Angebots. Die Grundgebühr beginnt bei 5,95 Euro monatlich – klingt günstig. Doch Ikea selbst räumt ein, dass Kunden, die ihren Stromverbrauch nicht konsequent in günstige Zeiten verlagern, teurer fahren könnten als mit klassischen Festpreismodellen. Wer also nicht ständig auf sein Smartphone starrt, um den optimalen Zeitpunkt für die Waschmaschine zu erwischen, zahlt am Ende drauf.
Voraussetzung für die minutengenaue Abrechnung ist zudem ein sogenannter Smart Meter – ein intelligentes Messsystem, das Ikea zwar kostenlos installieren will, aber gleichzeitig einen weiteren Schritt in Richtung totaler Überwachung des Verbraucherverhaltens darstellt. Der Tarif soll ab dem 21. Januar buchbar sein.
Wer trägt das Risiko?
Die kritischen Stimmen mehren sich zu Recht. In Deutschland tummeln sich bereits über 1.000 Stromanbieter auf dem Markt. Die Verwaltungs- und Werbekosten all dieser Unternehmen zahlen letztlich die Verbraucher. Und dynamische Preise bedeuten vor allem eines: Ikea geht keinerlei Risiko ein. Das gesamte Preisrisiko wird elegant auf den Kunden abgewälzt.
„Das ist nicht Fortschritt, sondern der nächste Schritt zur Leibeigenschaft aller Bewohner Deutschlands."
So kommentiert ein kritischer Beobachter das neue Angebot – und trifft damit einen wunden Punkt. Während die Energiewende von der Politik als alternativlos verkauft wird, müssen die Bürger immer kreativere Wege finden, um ihre Stromrechnungen zu bewältigen. Dass nun ausgerechnet ein Möbelkonzern in diese Lücke stößt, zeigt, wie absurd die Situation auf dem deutschen Energiemarkt geworden ist.
Die Energiewende als Geschäftsmodell
Man muss sich die Situation einmal vor Augen führen: Die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre hat zu explodierenden Strompreisen geführt. Der überhastete Atomausstieg, der planlose Ausbau erneuerbarer Energien und die ideologisch getriebene Klimapolitik haben Deutschland zu einem der teuersten Stromländer der Welt gemacht. Und nun kommen findige Konzerne wie Ikea und verkaufen den gebeutelten Verbrauchern die vermeintliche Lösung – die in Wahrheit nur das Symptom einer verfehlten Politik kaschiert.
Die Botschaft ist klar: Der deutsche Bürger soll seinen Alltag nach dem Strompreis ausrichten. Waschen, wenn es billig ist. Kochen, wenn die Börse es erlaubt. Heizen nach App-Anweisung. Ist das die Zukunft, die wir uns für unser Land vorgestellt haben?
Ein Blick auf die Realität
Während andere Länder auf bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung setzen, experimentiert Deutschland mit dynamischen Tarifen und Smart Metern. Die Zeche zahlt wie immer der kleine Mann, der sich nun auch noch eine App herunterladen soll, um seinen Stromverbrauch zu optimieren. Wer nicht mitmacht, wird bestraft – mit höheren Kosten.
Es bleibt abzuwarten, ob die deutschen Verbraucher auf dieses Angebot anspringen werden. Eines ist jedoch sicher: Die Energiekrise in Deutschland ist hausgemacht, und kein noch so cleveres Tarifmodell eines schwedischen Möbelkonzerns wird daran etwas ändern. Was wir brauchen, ist eine grundlegende Kehrtwende in der Energiepolitik – keine Apps, die uns sagen, wann wir unsere Wäsche waschen dürfen.
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