Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
28.01.2026
09:35 Uhr

Historischer Durchbruch: EU und Indien besiegeln Mega-Handelsabkommen

Nach fast zwei Jahrzehnten zäher Verhandlungen ist es vollbracht: Die Europäische Union und Indien haben sich auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt. Was der indische Handelsminister Piyush Goyal vollmundig als „Mutter aller Handelsabkommen" bezeichnet, könnte tatsächlich die Handelsbeziehungen zwischen dem Subkontinent und Europa grundlegend verändern. Doch während Brüssel und Neu-Delhi jubeln, drängt sich die Frage auf: Wem nützt dieser Deal wirklich?

Ein Abkommen mit Signalwirkung

Der indische Handels-Staatsekretär Rajesh Agrawal bestätigte am Montag, dass die Verhandlungen auf Beamtenebene abgeschlossen seien. Die offizielle Verkündung soll beim EU-Indien-Gipfel am Dienstag in Neu-Delhi erfolgen, wo EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und der indische Premierminister Narendra Modi zusammentreffen werden. Von der Leyen, die bereits als Ehrengast an den Feierlichkeiten zum indischen Tag der Republik teilnahm, sprach vorab von einem „historischen Handelsabkommen".

Das Abkommen umfasst stolze 24 Kapitel zu Warenhandel, Dienstleistungen und Investitionen. Indien soll seine teils drakonischen Zölle auf europäische Automobile, Maschinen sowie Agrarprodukte wie Wein und Spirituosen deutlich senken. Derzeit erhebt das Land auf Fahrzeuge und Autoteile Zölle von rund 35 Prozent – eine Hürde, die europäische Hersteller seit Jahren beklagen.

Was Europa im Gegenzug bieten muss

Im Gegenzug erhalten indische Exporte aus arbeitsintensiven Branchen wie Textilien, Chemie, Schmuck und Leder zollfreien oder vergünstigten Zugang zum europäischen Markt. Auch bei Dienstleistungen in den Bereichen Telekommunikation, Schifffahrt und Finanzwesen werden Erleichterungen erwartet. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič bezeichnete die Einigung als „sehr gute Nachricht für unseren Agrarsektor" und kündigte ein „völlig neues Kapitel der Zusammenarbeit im Automobilsektor" an.

Doch hier liegt auch der Haken: Während die deutsche Automobilindustrie möglicherweise profitieren könnte, öffnet Europa seine Tore für billige indische Textilien und Chemieprodukte. Ob dies den ohnehin unter Druck stehenden europäischen Mittelstand stärkt oder weiter schwächt, bleibt abzuwarten.

Trumps Zollpolitik als Katalysator

Der Zeitpunkt dieser Einigung ist kein Zufall. Sowohl die EU als auch Indien stehen unter erheblichem Druck durch die aggressive Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Indien sieht sich derzeit mit amerikanischen Zöllen von bis zu 50 Prozent konfrontiert, während die EU mit 20 Prozent Aufschlägen auf ihre Exporte in die Vereinigten Staaten kämpft. In dieser Situation suchen beide Seiten nach alternativen Handelspartnern – ein klassisches Beispiel dafür, wie geopolitische Verwerfungen neue Allianzen schmieden.

Der bilaterale Warenhandel zwischen Indien und der EU belief sich im Finanzjahr 2024/25 auf beachtliche 136,5 Milliarden US-Dollar. Die EU ist bereits Indiens größter Handelspartner. Mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern und dem prognostizierten Aufstieg zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt bietet der Subkontinent zweifellos enormes Potenzial.

Der lange Weg zur Ratifizierung

Das Freihandelsabkommen muss nun noch rechtlich überprüft und sowohl vom indischen Kabinett als auch vom Europäischen Parlament ratifiziert werden. Eine Unterzeichnung wird für dieses Jahr erwartet, das Inkrafttreten könnte Anfang nächsten Jahres erfolgen. Zusätzlich kündigten beide Seiten an, auch in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen künftig enger zusammenarbeiten zu wollen.

Ob dieses Abkommen tatsächlich die „Mutter aller Handelsabkommen" wird oder sich als weiterer bürokratischer Papiertiger entpuppt, wird sich zeigen. Die Geschichte lehrt uns, dass zwischen vollmundigen Ankündigungen und tatsächlichen wirtschaftlichen Vorteilen für den Bürger oft Welten liegen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen