
Grenoble: Handgranaten-Anschlag auf Schönheitssalon verletzt sechs Menschen – darunter ein fünfjähriges Kind

Die französische Stadt Grenoble wurde am vergangenen Freitag von einem brutalen Gewaltakt erschüttert, der einmal mehr die erschreckende Verrohung in europäischen Großstädten offenbart. Vermummte Täter warfen mitten am helllichten Tag eine Handgranate in einen Schönheitssalon im Stadtzentrum und verletzten dabei sechs Menschen – unter ihnen ein erst fünfjähriges Kind. Die Bilder, die in den sozialen Medien kursieren, zeigen das ganze Ausmaß der Skrupellosigkeit: Eine verzweifelte Frau versucht vergeblich, den Angreifer am Betreten des Geschäfts zu hindern, während neben ihr ein kleines Kind sitzt.
Angriff am helllichten Tag: Täter filmen ihre eigene Tat
Gegen 15 Uhr betraten mehrere Personen den Salon, der sich im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Wohngebäudes in der Grenobler Innenstadt befindet. Was dann folgte, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Einer der Vermummten warf eine Handgranate in das Geschäft, während die Tat offenbar von einem Komplizen gefilmt wurde. Die Explosion verletzte sechs Personen, die glücklicherweise nur leichte Verletzungen davontrugen und vor Ort von Rettungskräften behandelt werden konnten. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich, wie die Präfektur Isère mitteilte.
Doch was bedeutet hier eigentlich „leicht verletzt"? Ein fünfjähriges Kind musste miterleben, wie eine Granate in unmittelbarer Nähe explodierte. Die psychischen Narben, die solch ein Erlebnis hinterlässt, werden in keiner Statistik erfasst.
Staatsanwaltschaft: „Nicht zum Töten bestimmt" – aber besorgniserregend
Die Einschätzung der Staatsanwaltschaft mutet geradezu zynisch an: Es habe sich nicht um einen Sprengsatz gehandelt, der zum Töten bestimmt gewesen sei, vielmehr um einen „Akt der Einschüchterung". Man beobachte jedoch mit Sorge die „zunehmende Enthemmung der Täter und die Zurschaustellung ihrer Taten". Zunehmende Enthemmung – welch verharmlosende Wortwahl für das, was hier geschehen ist! Wer Handgranaten in Geschäfte wirft, in denen Kinder anwesend sind, hat jegliche zivilisatorische Grenze längst überschritten.
Bekennervideo mit dschihadistischer Rhetorik
Besonders alarmierend ist ein Video, das kurz nach dem Anschlag auftauchte und offenbar ein Bekennerschreiben einer Gruppe namens „Fenec 38" darstellt. Der vermummte Sprecher droht darin mit weiteren Angriffen und verwendet dabei eine Formulierung, die aufhorchen lässt: „Wir haben Soldaten, die den Tod genauso lieben, wie ihr das Leben." Diese Phrase ist kein Zufall – sie wird regelmäßig vom sogenannten Islamischen Staat und anderen dschihadistischen Gruppierungen verwendet.
„Wer sich mit dem Chef von Fenec 38 anlegt, dem wird der Kopf weggeschossen. Wir werden alle explodieren."
Die Behörden haben einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anschlag und diesem Bekennervideo bislang nicht bestätigt. Die Ermittlungen laufen. Doch allein die Tatsache, dass solche Drohungen in europäischen Städten ausgesprochen werden, sollte jeden wachrütteln.
Frankreich als Warnung für Deutschland
Was in Grenoble geschah, ist kein Einzelfall. Frankreich kämpft seit Jahren mit einer eskalierenden Bandenkriminalität, die längst nicht mehr nur in den berüchtigten Banlieues stattfindet, sondern mitten in den Innenstädten angekommen ist. Rivalisierende Gruppen tragen ihre Konflikte mit Schusswaffen und Sprengstoff aus – und die Zivilbevölkerung gerät immer häufiger zwischen die Fronten.
Deutschland täte gut daran, diese Entwicklung als Warnung zu begreifen. Auch hierzulande nehmen Messerangriffe, Gewaltverbrechen und die Aktivitäten krimineller Clans stetig zu. Die Parallelen sind unübersehbar, und wer glaubt, dass Handgranaten-Anschläge auf deutsche Geschäfte undenkbar seien, der verschließt die Augen vor der Realität. Die Politik der offenen Grenzen und die jahrelange Vernachlässigung der inneren Sicherheit fordern ihren Tribut – in Frankreich wie in Deutschland.
Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin und Paris aufwachen und die Sicherheit ihrer Bürger wieder zur obersten Priorität machen. Denn wenn selbst ein Besuch im Schönheitssalon zur lebensgefährlichen Unternehmung wird, dann ist etwas fundamental schiefgelaufen in unseren Gesellschaften.

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