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28.01.2026
20:37 Uhr

Exportwirtschaft schlägt Alarm: Starker Euro wird zur Existenzbedrohung für den Mittelstand

Exportwirtschaft schlägt Alarm: Starker Euro wird zur Existenzbedrohung für den Mittelstand

Die deutsche Exportwirtschaft steht vor einem weiteren massiven Problem, das die ohnehin angeschlagene Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland weiter untergräbt. Der Euro hat erstmals seit 2021 die Marke von 1,20 Dollar überschritten – und während manche dies als Zeichen europäischer Stärke feiern mögen, sehen die Praktiker der Wirtschaft die Entwicklung mit großer Sorge.

BGA-Präsident warnt vor dramatischen Folgen

Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, findet deutliche Worte für die aktuelle Situation. Die anhaltende Stärke des Euro bereite den Exporteuren große Sorgen, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Was auf den ersten Blick wie eine abstrakte Währungsdiskussion erscheinen mag, hat für tausende deutsche Unternehmen ganz konkrete Konsequenzen: Ihre Produkte werden auf den Weltmärkten schlicht zu teuer.

Besonders hart trifft es dabei den Mittelstand – jene Unternehmen also, die seit jeher das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Während Großkonzerne Wechselkursschwankungen durch komplexe Absicherungsgeschäfte abfedern können, fehlen kleineren Exporteuren mit geringen Margen schlicht die Mittel und das Know-how für solche Manöver. Für sie wird der starke Euro zu einem existenziellen Risiko.

Die Illusion der billigen Importe

Natürlich gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Ein starker Euro macht Importe günstiger. Doch Jandura räumt mit der Illusion auf, dies könne die Nachteile ausgleichen. Die vermeintlichen Einsparungen bei Vorleistungen oder Energie würden vielfach durch die hausgemachten Probleme des Standorts Deutschland wieder aufgezehrt – hohe Lohnnebenkosten, erstickende Bürokratie, eine erdrückende Steuerlast und stetig steigende Sozialabgaben.

„Für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland überwiegen aktuell klar die Nachteile. Wenn der Absatz auf den Weltmärkten leidet, nützen billigere Importe wenig."

Diese nüchterne Analyse des BGA-Präsidenten sollte eigentlich jeden Wirtschaftspolitiker in Berlin aufhorchen lassen. Doch ob die Botschaft dort ankommt, darf bezweifelt werden.

EZB soll nicht zur Rettung eilen

Bemerkenswert ist Janduras klare Absage an geldpolitische Interventionen. Ein Gegensteuern durch die Europäische Zentralbank sieht er kritisch. Die Geldpolitik dürfe nicht zum Instrument der Wechselkurssteuerung werden, mahnt er. Zinssenkungen allein mit dem Ziel, den Euro zu schwächen, würden langfristig mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Stattdessen fordert der Verbandspräsident, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Die strukturellen Probleme müssten endlich angegangen werden. Hohe Kosten, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, überbordende Bürokratie und ein ausufernder Sozialstaat – die Liste der Versäumnisse ist lang, und sie ist nicht neu. Seit Jahren warnen Wirtschaftsverbände vor dem schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland, doch die Politik reagiert bestenfalls mit kosmetischen Korrekturen.

Trumps Wirtschaftspolitik als Brandbeschleuniger

Der schwache Dollar ist dabei kein Zufall, sondern spiegelt das schwindende Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik unter Präsident Trump wider. Die massiven Zollerhöhungen und die unberechenbare Handelspolitik der US-Administration haben die Märkte verunsichert und den Dollar unter Druck gesetzt. Für die deutschen Exporteure bedeutet dies eine doppelte Belastung: Einerseits erschweren die amerikanischen Zölle den direkten Zugang zum US-Markt, andererseits macht der starke Euro deutsche Produkte auch auf anderen Märkten teurer.

Die Politik ist gefordert – nicht die Notenbank

Janduras Fazit ist unmissverständlich: Ein gesunder Export brauche keine künstlich gedrückte Währung, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähige Unternehmen. Die Politik sei hier gefordert – nicht die EZB. Diese Worte sollten der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz als Mahnung dienen. Das angekündigte Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur mag kurzfristig Impulse setzen, doch die grundlegenden Strukturprobleme werden damit nicht gelöst.

Was Deutschland braucht, sind keine schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme, sondern echte Reformen: Bürokratieabbau, Steuersenkungen für Unternehmen, flexible Arbeitsmärkte und eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen garantiert. Solange diese Hausaufgaben nicht erledigt werden, wird jede Währungsschwankung zur Bedrohung für die deutsche Exportwirtschaft – und damit für den Wohlstand des gesamten Landes.

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