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18.02.2026
21:26 Uhr

Ecuador im Blutrausch: Rekordzahl an Morden offenbart das Scheitern staatlicher Sicherheitspolitik

Ecuador im Blutrausch: Rekordzahl an Morden offenbart das Scheitern staatlicher Sicherheitspolitik

Was einst als eines der friedlichsten Länder Südamerikas galt, hat sich in einen Schauplatz des Grauens verwandelt. Ecuador verzeichnete im Jahr 2025 mit 9.216 vorsätzlichen Tötungsdelikten den blutigsten Rekord seiner Geschichte – eine Steigerung von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat das kleine Andenland selbst berüchtigte Gewalt-Hochburgen wie Kolumbien und Mexiko hinter sich gelassen. Ein Befund, der fassungslos macht – und der zugleich als mahnendes Beispiel dafür dient, wohin es führt, wenn ein Staat die Kontrolle über sein eigenes Territorium verliert.

Eine Generation junger Männer stirbt auf offener Straße

Die Zahlen des ecuadorianischen Innenministeriums zeichnen ein erschütterndes Bild. Über 3.200 der Opfer waren zwischen 25 und 34 Jahre alt, weitere rund 2.000 zwischen 18 und 24. In 91 Prozent aller Fälle handelte es sich um männliche Opfer. Auftragsmorde, Massaker, Gefängnistötungen, Bandenkriege – die Gewalt kennt keine Grenzen mehr. Selbst Unbeteiligte werden durch Querschläger oder Verwechslungen in den Tod gerissen. Dass sogar fünf Profifußballer im vergangenen Jahr erschossen wurden, illustriert auf groteske Weise, wie tief die Gewalt in den Alltag eingesickert ist.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein ganzes Land wird von kriminellen Banden terrorisiert, während der Staat zusieht – oder besser gesagt: hilflos agiert.

Drogenhandel und illegaler Bergbau als Treiber des Chaos

Die unabhängige ecuadorianische Forschungsstelle für organisierte Kriminalität OECO identifiziert illegale Märkte als zentrale Triebfeder der eskalierenden Gewalt. An erster Stelle steht nach wie vor der Drogenhandel, dicht gefolgt vom illegalen Bergbau als zweitlukrativstem Geschäftsfeld der organisierten Kriminalität. Trotz des seit Januar 2024 geltenden Ausnahmezustands hätten sich die kriminellen Netzwerke nicht etwa zurückgezogen, sondern im Gegenteil: Sie hätten sich reorganisiert, ihre territoriale Kontrolle ausgebaut und setzten Erpressung systematisch ein, um strategische Gebiete zu beherrschen und Einnahmequellen zu sichern.

Ein Ausnahmezustand, der nichts bewirkt. Militärische Präsenz, die ins Leere läuft. Man kennt dieses Muster – auch aus anderen Teilen der Welt.

Noboas „Totaloffensive" – Symbolpolitik oder echte Wende?

Präsident Daniel Noboa ordnete am 16. Januar eine sogenannte „Totaloffensive" mit 10.000 Soldaten an, vornehmlich in den Küstenregionen des Landes. Eliteeinheiten und Geheimdienste sollen priorisierte Zonen zurückerobern. Der unmittelbare Auslöser dieser Eskalation war so makaber wie bezeichnend: An einem Strand in Puerto López in der Provinz Manabí wurden fünf abgetrennte Köpfe aufgefunden – eine Botschaft der Kartelle, die an mittelalterliche Barbarei erinnert.

Doch die entscheidende Frage bleibt: Kann eine rein militärische Strategie das Problem lösen? Die bisherige Bilanz spricht eine deutliche Sprache. Seit Noboa der Bandenkriminalität den Krieg erklärt hat, sind die Mordzahlen nicht gesunken – sie sind explodiert. Wer glaubt, man könne tief verwurzelte kriminelle Strukturen allein mit Soldaten und Panzern bekämpfen, ohne gleichzeitig die sozialen und wirtschaftlichen Ursachen anzugehen, der betreibt bestenfalls Symbolpolitik.

Ein warnendes Beispiel – auch für Europa

Die Entwicklung in Ecuador sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Denn die Mechanismen, die ein Land in den Abgrund reißen, sind universell: Unkontrollierte Kriminalität, ein überfordeter Staat und das Versagen politischer Führung. Auch in Deutschland erleben wir eine besorgniserregende Zunahme von Gewaltdelikten und Messerangriffen. Wer die Sicherheit seiner Bürger nicht gewährleisten kann oder will, verliert deren Vertrauen – und letztlich die Legitimation zu regieren.

Ecuador zeigt in seiner drastischsten Form, was geschieht, wenn der Staat das Gewaltmonopol faktisch an kriminelle Organisationen abtritt. Es wäre fatal, diese Warnsignale zu ignorieren – egal auf welchem Kontinent.

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