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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
15:12 Uhr

Digitale Schutzzonen: CDU will Smartphones aus Klassenzimmern verbannen

Es ist eine jener seltenen Initiativen, bei denen man sich fragt, warum sie nicht schon vor Jahren auf den Tisch kam: Die CDU will mit einem Parteitagsantrag bundesweit einheitliche und strenge Regeln für die private Handynutzung an Schulen durchsetzen – und zwar bis einschließlich der zehnten Klasse. Eingebracht wurde der Vorstoß von der Frauen Union sowie der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, und er trägt den sperrigen, aber unmissverständlichen Titel „Digitale Schutzzonen an Schulen".

Eine überfällige Debatte

Wer in den vergangenen Jahren auch nur einen flüchtigen Blick in deutsche Klassenzimmer geworfen hat, dem dürfte das Ausmaß des Problems kaum entgangen sein. Schüler, die unter der Bank TikTok-Videos scrollen. Pausenhöfe, auf denen nicht mehr gerannt und gespielt, sondern stumm auf leuchtende Displays gestarrt wird. Lehrkräfte, die sich in einem permanenten Kampf um die Aufmerksamkeit ihrer Schützlinge befinden – und diesen Kampf zunehmend verlieren. Die wissenschaftliche Evidenz ist dabei erdrückend: Studien belegen einen klaren Zusammenhang zwischen ständiger Smartphone-Nutzung und sinkender Konzentrationsfähigkeit, erhöhtem Stressniveau und einer massiven Beeinträchtigung des Lernklimas.

Dass Deutschland bei internationalen Bildungsvergleichen wie PISA seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist, dürfte nicht allein, aber eben auch mit der digitalen Dauerbeschallung unserer Kinder zusammenhängen. Frankreich hat bereits 2018 ein weitreichendes Handyverbot an Schulen eingeführt. Andere europäische Länder folgten. Deutschland? Diskutierte lieber über Gendersprache in Schulbüchern und die korrekte Bezeichnung von Toiletten.

Was der Antrag konkret vorsieht

Der CDU-Antrag fordert die Einrichtung verbindlicher Schutzzonen an Schulen, in denen privates Surfen, Chatten und jegliche nicht-unterrichtsbezogene Nutzung digitaler Endgeräte sowohl während des Unterrichts als auch in den Pausen untersagt werden soll. Ausnahmen wären lediglich in pädagogisch begründeten Fällen vorgesehen – etwa bei medizinischer Notwendigkeit oder wenn das Smartphone gezielt als Unterrichtswerkzeug eingesetzt wird.

Besonders bemerkenswert: Die CDU will sich auf Ebene der Kultusministerkonferenz für eine bundesweit einheitliche Regelung stark machen. Denn das derzeitige Flickwerk aus unterschiedlichsten Landesregelungen sorgt für genau jene Rechtsunsicherheit, die Schulen, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen frustriert. Klare Zuständigkeiten für Schulträger und Schulleitungen bei der Umsetzung und Kontrolle sollen geschaffen werden. Auch die Erziehungsberechtigten sollen als Partner eingebunden und beim bewussten Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien unterstützt werden.

Zwischen Parteitagsbeschluss und politischer Realität

Ob aus dem Antrag tatsächlich eine offizielle CDU-Position wird, entscheidet der Parteitag. Doch selbst wenn die Delegierten zustimmen sollten, wäre der Weg zur Umsetzung steinig. In der aktuellen Großen Koalition bräuchte es die Zustimmung des Koalitionspartners SPD – und ob die Sozialdemokraten sich für eine derart konsequente Maßnahme erwärmen können, darf bezweifelt werden. Zu groß ist in bestimmten politischen Kreisen die Angst, als rückständig oder gar technikfeindlich zu gelten.

Dabei geht es hier nicht um Technikfeindlichkeit. Es geht um den Schutz unserer Kinder und um die Wiederherstellung eines Lernumfeldes, das diesen Namen verdient. Cybermobbing, Unterrichtsstörungen, soziale Isolation – die Nebenwirkungen der unkontrollierten Smartphone-Nutzung an Schulen sind längst keine theoretischen Szenarien mehr, sondern bittere Realität. Lehrkräfte berichten seit Jahren von eskalierenden Konflikten, die ihren Ursprung in WhatsApp-Gruppen und sozialen Netzwerken haben.

Ein Schritt in die richtige Richtung – wenn er denn kommt

Man mag von der CDU halten, was man will, doch dieser Vorstoß verdient Anerkennung. In einer Zeit, in der traditionelle Werte wie Disziplin, Respekt und konzentriertes Lernen zunehmend unter die Räder geraten, wäre ein bundesweites Handyverbot an Schulen ein überfälliges Signal. Es wäre ein Zeichen dafür, dass die Politik endlich bereit ist, die Interessen der Kinder über die Bequemlichkeit einer digitalisierten Laissez-faire-Gesellschaft zu stellen. Ob der politische Wille am Ende ausreicht, um aus warmen Worten kalte Paragraphen zu machen, steht freilich auf einem anderen Blatt. Die Erfahrung lehrt: In Deutschland wird viel diskutiert und wenig umgesetzt. Bleibt zu hoffen, dass es diesmal anders kommt.

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