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27.08.2025
15:31 Uhr

Cyberkrieg gegen Russlands Energieriesen: Anonymous-Hacker vor Gericht

Die digitale Kriegsführung hat längst die geopolitischen Konflikte unserer Zeit erreicht. Ein besonders brisanter Fall landet nun vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 30-jährigen mutmaßlichen Anonymous-Aktivisten erhoben, der im Jahr 2022 einen verheerenden Cyberangriff auf die Deutschland-Tochter des russischen Energiekonzerns Rosneft verübt haben soll.

Millionenschaden durch digitale Sabotage

Der Vorwurf wiegt schwer: Ausspähen von Daten in zwei Fällen, einmal in Tateinheit mit Computersabotage in besonders schwerem Fall. Was sich zunächst nach technischen Paragraphen anhört, hatte massive reale Auswirkungen. Der Angeschuldigte soll kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges etwa 20 Terabyte sensibler Daten entwendet und für kritische Infrastrukturen relevante Systeme gelöscht haben. Der entstandene Schaden bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich – eine Summe, die das Ausmaß dieser digitalen Attacke verdeutlicht.

Die Rosneft Deutschland GmbH musste ihre gesamten Systeme vom Netz nehmen. Allein die forensischen Untersuchungen zur Aufklärung des Angriffs verschlangen 9,76 Millionen Euro. Doch damit nicht genug: Die unternehmensinterne Kommunikation lag tagelang brach, das operative Geschäft kam zum Erliegen. In einer Zeit volatiler Energiemärkte konnte das Unternehmen nicht mehr auf aktuelle Marktgegebenheiten reagieren – ein fataler Zustand für einen Energiekonzern.

Versorgungsengpässe in Berlin-Brandenburg

Besonders brisant: Der Cyberangriff führte zu konkreten Lieferausfällen bei der Ölversorgung in der Region Berlin-Brandenburg. Die Transportlogistik war lahmgelegt, wodurch weitere Einbußen von rund 2,6 Millionen Euro entstanden. Hier zeigt sich die Verwundbarkeit unserer kritischen Infrastruktur in aller Deutlichkeit.

Politische Motivation im digitalen Untergrund

Die Täter bekannten sich nach der Attacke öffentlich zu ihrer Tat. Gegenüber dem Magazin „Spiegel" begründeten sie ihr Vorgehen mit der engen Verbindung des Energiekonzerns zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Rosneft-Konzern stehe „im Zentrum von Putin und seinem engsten Zirkel", argumentierten die Hacker damals. Eine Rechtfertigung, die zeigt, wie der Ukraine-Konflikt auch im digitalen Raum ausgetragen wird.

Doch wirft dieser Fall grundsätzliche Fragen auf: Wo verläuft die Grenze zwischen digitalem Aktivismus und krimineller Sabotage? Rechtfertigt der Kampf gegen autoritäre Regime Angriffe auf kritische Infrastruktur, die letztlich auch unbeteiligte Bürger treffen können?

Die neue Dimension der Kriegsführung

Der Fall verdeutlicht eindrücklich, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft geworden ist. Ein einzelner Hacker kann mit entsprechenden Kenntnissen Millionenschäden verursachen und ganze Versorgungsketten lahmlegen. Die Bundesregierung unter Kanzler Merz hat nicht umsonst die Einrichtung eines Nationalen Sicherheitsrats beschlossen – ein „wichtiger Baustein", wie der Kanzler betonte.

Die Ironie der Geschichte: Während Deutschland seine Cybersicherheit aufrüstet und Milliarden in digitale Infrastruktur investiert, zeigen solche Angriffe, wie fragil unsere vernetzte Welt geworden ist. Ein Paradoxon unserer Zeit: Je digitaler wir werden, desto verwundbarer machen wir uns.

Der Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten wird zeigen, wie die deutsche Justiz mit dieser neuen Form der Kriegsführung umgeht. Eines steht jedoch fest: Der Cyberkrieg hat längst begonnen – und er wird nicht der letzte seiner Art gewesen sein.

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