
Brüsseler Selbstbedienungsladen: EU-Kommission plant 2.500 neue Beamtenstellen trotz Wirtschaftskrise
Während europäische Bürger unter explodierenden Lebenshaltungskosten ächzen und die Wirtschaft des Kontinents in eine bedrohliche Schieflage gerät, kennt die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen offenbar nur eine Antwort: mehr Bürokratie, mehr Personal, mehr Kosten. Nach internen Dokumenten sollen bis zu 2.500 neue Stellen in den EU-Institutionen und Agenturen geschaffen werden – ein Affront gegenüber den Steuerzahlern, die diesen aufgeblähten Apparat finanzieren müssen.
Ein Moloch, der unaufhaltsam wächst
Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache: Bereits heute beschäftigen die EU-Institutionen, Agenturen und Einrichtungen rund 60.000 Mitarbeiter. Die jährlichen Personalkosten belaufen sich auf stolze 13 bis 14 Milliarden Euro. Doch damit nicht genug – der Brüsseler Verwaltungsapparat kennt seit Jahrzehnten nur eine Richtung: nach oben.
Im Jahr 2000 belief sich der Personalstand noch auf etwa 25.000 Mitarbeiter. Zehn Jahre später waren es bereits 40.000. Bis 2015 stieg die Zahl auf 46.356 Beschäftigte, und 2020 durchbrach man trotz Brexit und Finanzkrise die 50.000er-Marke. In nur elf Jahren kamen also 13.600 neue EU-Mitarbeiter hinzu. Und nun sollen weitere 2.500 folgen?
Kritik aus dem Europaparlament
Die im EU-Parlament als „Patrioten" agierenden rechtskonservativen Parteien üben scharfe Kritik an diesem Expansionskurs. Der österreichische EU-Abgeordnete Harald Vilimsky von der FPÖ bringt es auf den Punkt:
„Während die Menschen in Europa den Gürtel enger schnallen müssen, genehmigt sich die Kommission neue Posten ohne spürbaren Mehrwert."
Besonders absurd erscheint der monatliche „Wanderzirkus" des Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg, der jährlich Millionen verschlingt und nun durch zusätzliche Stellen weiter gestützt werden soll. Vilimsky fordert einen sofortigen Stellenstopp, radikalen Personalabbau und das Ende doppelter Strukturen. Seine Warnung ist unmissverständlich: „Europa braucht Unabhängigkeit, nicht mehr Bürokratie."
Die erdrückende Last der Regulierungswut
Die Folgen des Brüsseler Bürokratiewahns sind längst in der Realwirtschaft angekommen. Allein deutsche Unternehmen sehen sich mit mehr als 12.000 einzelnen Berichtspflichten konfrontiert – von Nachhaltigkeitsberichten über Datenschutzvorschriften bis hin zu Umweltauflagen. Die bürokratischen Belastungen für die deutsche Wirtschaft belaufen sich auf erschreckende 62 Milliarden Euro pro Jahr, ein erheblicher Teil davon durch EU-Vorgaben verursacht.
Wirtschaftsverbände wie der BDI und der DIHK warnen seit Jahren, dass diese regulatorische Überlastung die Wettbewerbsfähigkeit massiv beeinträchtigt. Selbst der Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit mahnt, dass übermäßige Regulierungen das Wachstum behindern. Um den Rückstand zu den USA aufzuholen, wären demnach Investitionen in Höhe von bis zu 5 Prozent des BIP erforderlich.
Die fadenscheinigen Rechtfertigungen
Die EU-Kommission rechtfertigt den Stellenaufbau mit den üblichen Phrasen: Green Deal, Digitalstrategie, geopolitische Krisen. Doch während man in Brüssel von „Vereinfachung" und „Reduzierung bürokratischer Hürden" spricht, wächst der Apparat unaufhörlich weiter. Es ist die typische Doppelmoral einer Institution, die sich längst von den Bedürfnissen der europäischen Bürger abgekoppelt hat.
Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde die EU-Bürokratie erst kürzlich als Hemmschuh für Innovation kritisiert. Die EPP-Fraktion fordert in ihren Prioritäten für 2026 einen „Growth Boost" durch Abbau von Regulierungen. Doch solange die Kommission ihren eigenen Machtausbau über die wirtschaftliche Vernunft stellt, bleiben solche Forderungen wohl fromme Wünsche.
Ein System außer Kontrolle
Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als ein Verwaltungsapparat, der sich selbst zum Zweck geworden ist. Statt auf effiziente Kernaufgaben zu setzen, produziert die EU immer neue Zuständigkeiten und Kosten – bezahlt von Bürgern, die davon keinen Nutzen spüren. Es ist höchste Zeit, dass die europäischen Nationen diesem Treiben Einhalt gebieten und auf eine schlankere, effizientere Union drängen.
In Zeiten, in denen viele europäische Familien jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wirkt der Brüsseler Selbstbedienungsladen wie ein Hohn auf die arbeitende Bevölkerung. Die Frage, die sich stellt, ist nicht, ob wir uns mehr Bürokratie leisten können – sondern wie lange wir uns diese noch leisten wollen.

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