
Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Verbot: Kommt der digitale Jugendschutz endlich?

Während Deutschland noch zögerlich debattiert, schreitet Großbritannien zur Tat. Das House of Lords hat mit einer überwältigenden Mehrheit von 261 zu 150 Stimmen für ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren votiert. Ein Ergebnis, das aufhorchen lässt – und die Frage aufwirft, warum hierzulande der Schutz unserer Jüngsten so sträflich vernachlässigt wird.
Hollywood-Star Hugh Grant als prominenter Unterstützer
Bemerkenswert ist, dass sich selbst der britische Schauspieler Hugh Grant öffentlich für die Gesetzesänderung stark machte. Der „Notting Hill"-Star reiht sich damit in eine wachsende Bewegung ein, die erkannt hat, was viele Eltern längst wissen: Die unkontrollierte Nutzung sozialer Medien richtet bei Kindern und Jugendlichen erheblichen Schaden an. Depressionen, Angstzustände, Cybermobbing und eine zunehmende Entfremdung von der realen Welt sind nur einige der dokumentierten Folgen.
Die Abstimmung im Oberhaus erfolgte im Rahmen des Gesetzesvorschlags „Children's Wellbeing and Schools Bill", der den Kinderschutz grundlegend stärken soll. Der Änderungsantrag sieht vor, dass Social-Media-Anbieter nach Verabschiedung des Gesetzes innerhalb von zwölf Monaten hochwirksame Altersüberprüfungen implementieren müssen.
Labour-Regierung zeigt sich zögerlich
Doch wie so oft bei linken Regierungen mangelt es an Entschlossenheit. Premierminister Keir Starmer und seine Labour-Regierung haben sich deutlich zurückhaltender positioniert. Statt sofort zu handeln, soll zunächst eine dreimonatige Konsultationsphase die Vor- und Nachteile eines Verbots prüfen. Man fragt sich unweigerlich: Wie viele weitere Kinder müssen unter den Auswirkungen exzessiver Social-Media-Nutzung leiden, während Politiker endlose Beratungsrunden abhalten?
Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Unterhaus, das von Labour dominiert wird. Ob die Regierungspartei dem deutlichen Votum des Oberhauses folgen wird, bleibt abzuwarten.
Australien als Vorbild: Millionen Accounts bereits deaktiviert
Dass ein solches Verbot funktionieren kann, zeigt das Beispiel Australien. Der Commonwealth-Staat hatte bereits im Dezember ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Die Bilanz ist beeindruckend: Mehr als 4,7 Millionen Accounts von Kindern und Jugendlichen wurden seitdem deaktiviert, gelöscht oder eingeschränkt. Ein klares Signal, dass entschlossenes Handeln Wirkung zeigt.
Deutschland hinkt hinterher
Und was macht Deutschland? Hierzulande gibt es zwar eine Diskussion über ein Verbot, doch wie so oft versteckt man sich hinter bürokratischen Hürden. Der europäische Binnenmarkt, so heißt es, mache eine Durchsetzung auf nationaler Ebene erheblich schwieriger. Eine bequeme Ausrede für politische Untätigkeit, während unsere Kinder weiterhin den Algorithmen der Tech-Giganten ausgeliefert sind.
Es ist höchste Zeit, dass auch die deutsche Politik ihre Prioritäten überdenkt. Statt sich in ideologischen Debatten über Gendersprache und Klimakleber zu verlieren, sollte der Schutz der nächsten Generation endlich in den Fokus rücken. Traditionelle Werte wie Familie und Kinderschutz dürfen nicht länger dem digitalen Zeitgeist geopfert werden. Die Briten machen vor, wie es gehen kann – Deutschland sollte diesem Beispiel folgen.
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