Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
09.01.2026
06:39 Uhr

Blanker Hohn: Amthor lobt Wegners „sehr gute Arbeit" – während Berlin im Chaos versinkt

Blanker Hohn: Amthor lobt Wegners „sehr gute Arbeit" – während Berlin im Chaos versinkt

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da steht ein CDU-Politiker im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und erklärt allen Ernstes, der Regierende Bürgermeister von Berlin leiste „eine sehr gute Arbeit". Philipp Amthor, seines Zeichens Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, hat bei Markus Lanz ein Loblied auf Kai Wegner angestimmt, das an Realitätsverweigerung kaum zu überbieten ist. Während Zehntausende Berliner Haushalte tagelang ohne Strom ausharren mussten, während Unternehmen massive Schäden erlitten und das Krisenmanagement des Senats auf ganzer Linie versagte, findet Amthor warme Worte für seinen Parteifreund.

Ein Stromausfall als Offenbarungseid

Der Hintergrund dieser grotesken Lobhudelei ist ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am 3. Januar 2026, zu dem sich die linksextremistische Vulkangruppe bekannt hat. Ein terroristischer Akt, der die Hauptstadt in die Knie zwang und das völlige Versagen der Berliner Sicherheits- und Krisenpolitik offenbarte. Doch statt kritischer Selbstreflexion oder gar personeller Konsequenzen gibt es von der CDU-Spitze Schulterklopfen und Durchhalteparolen.

Amthor erklärte bei Lanz, er freue sich, „dass der Senat da richtig und entschlossen reagiert" habe. Richtig und entschlossen? Man fragt sich unwillkürlich, welche Maßstäbe hier angelegt werden. Wenn tagelanger Stromausfall in einer Millionenmetropole als Erfolgsgeschichte verkauft wird, dann hat die politische Klasse offenbar jeden Bezug zur Lebensrealität der Bürger verloren.

Die Tennis-Affäre: Lügen als Kavaliersdelikt?

Besonders pikant wird es, wenn man die sogenannte Tennis-Affäre betrachtet, auf die Moderator Lanz den Staatssekretär ansprach. Kai Wegner hatte nachweislich falsche Aussagen gemacht – ein Vorgang, der in einer funktionierenden Demokratie eigentlich Konsequenzen haben müsste. Doch Amthor windet sich elegant aus der Verantwortung: Er habe „nicht alle Einlassungen von Kai Wegner verfolgt", erklärt er scheinheilig. Wenn ein „kommunikativer Eindruck" entstehe, müsse man diesen „gerade rücken".

Ein kommunikativer Eindruck! So nennt man also heutzutage Falschaussagen eines Regierenden Bürgermeisters. Die Verharmlosung politischer Verfehlungen hat in der CDU offenbar Tradition. Amthor selbst, der einst wegen seiner Verstrickungen mit dem Unternehmen Augustus Intelligence in die Schlagzeilen geriet, weiß natürlich aus eigener Erfahrung, wie man „politische Fehler" elegant unter den Teppich kehrt.

Prioritäten eines versagenden Senats

Der Staatssekretär rühmt sich damit, dass die Stromversorgung „schneller geklappt" habe, „als zunächst angekündigt". Eine bemerkenswerte Logik: Erst werden die Erwartungen so tief gehängt, dass selbst mittelmäßige Leistungen als Erfolg gefeiert werden können. Dass der Blackout überhaupt eine „Katastrophe" war, die einen „wirklich gravierenden Eingriff in das öffentliche Leben" verursachte, räumt Amthor zwar ein – aber nur, um im nächsten Atemzug zu betonen, wie vorbildlich Wegner mit „voller politischer Verantwortung" reingegangen sei.

Linksextremismus: Das totgeschwiegene Problem

Was in der gesamten Debatte auffällig kurz kommt, ist die Frage nach den eigentlichen Ursachen. Ein linksextremistischer Terroranschlag hat die Hauptstadt lahmgelegt – und die politische Reaktion beschränkt sich auf Selbstbeweihräucherung und Krisenmanagement-Theater. Wo bleibt die konsequente Bekämpfung des Linksextremismus? Wo sind die Forderungen nach härteren Strafen für Terroristen? Wo ist die Empörung über eine Ideologie, die kritische Infrastruktur angreift und damit das Leben von Hunderttausenden gefährdet?

Stattdessen erleben wir das übliche Schauspiel: Die CDU, die sich gerne als Partei der inneren Sicherheit inszeniert, duckt sich weg, sobald es um linke Gewalt geht. Man stelle sich nur vor, ein rechtsextremer Anschlag hätte den Stromausfall verursacht – die mediale und politische Reaktion wäre eine völlig andere gewesen.

Berlin: Symptom einer kranken Republik

Der Fall Wegner ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Politik insgesamt. Verantwortung wird nicht mehr übernommen, sondern wegmoderiert. Fehler werden nicht eingestanden, sondern als „kommunikative Eindrücke" verharmlost. Und wer Kritik übt, dem wird entgegengehalten, man solle sich doch freuen, dass es nicht noch schlimmer gekommen sei.

Die Bürger Berlins, die tagelang im Dunkeln saßen, deren Kühlschränke auftauten und deren Geschäfte Verluste einfuhren, dürften für Amthors Lobeshymnen wenig Verständnis aufbringen. Sie erleben täglich, was es bedeutet, in einer Stadt zu leben, die von einer Koalition regiert wird, die offenbar mehr mit Selbstdarstellung als mit tatsächlicher Problemlösung beschäftigt ist.

Ein Armutszeugnis für die CDU

Dass ausgerechnet Philipp Amthor als Verteidiger Wegners auftritt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Der Mann, der einst als konservatives Wunderkind gefeiert wurde, hat sich längst als Teil jenes Establishments entpuppt, das er einst zu bekämpfen vorgab. Seine Aussagen bei Lanz sind ein Armutszeugnis – nicht nur für ihn persönlich, sondern für eine Partei, die offenbar jeden Anspruch auf kritische Selbstreflexion aufgegeben hat.

Die Botschaft, die von diesem Auftritt ausgeht, ist verheerend: Egal wie sehr ein CDU-Politiker versagt, egal wie offensichtlich seine Fehler sind – die Partei hält zusammen und lobt sich gegenseitig über den grünen Klee. Für die Bürger, die unter den Konsequenzen dieses Versagens leiden, ist das blanker Hohn.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
19.03.2025
13 Min.

Wer ist: Hans Werner Sinn

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn ist die bekannte Stimme der wirtschaftlichen Vernunft in Deutschland. Als Wirtschaftswissenschaftler und Präsident des ifo Instituts hat er stets die Politik zu Wirtschafts…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen