
Bauernsterben durch Preisdiktate? Österreichs Landwirte schlagen Alarm
Die österreichische Landwirtschaft steht vor dem Abgrund. Während Finanzminister Markus Marterbauer über staatliche Preiseingriffe bei Lebensmitteln philosophiert, warnt der Bauernbund eindringlich vor den katastrophalen Folgen solcher sozialistischen Experimente. Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, bringt es auf den Punkt: Die heimischen Bauern seien keine Preistreiber, sondern selbst Opfer der galoppierenden Inflation.
Planwirtschaft als Lösung? Ein gefährlicher Irrweg
Was Marterbauer als Wohltat für die Verbraucher verkaufen möchte, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als brandgefährliches Spiel mit der Versorgungssicherheit. Staatliche Preiseingriffe hätten noch nie funktioniert - das zeige die Geschichte eindrucksvoll. Wer an der Preisschraube drehe, ohne die realen Produktionskosten zu berücksichtigen, gefährde nicht nur die Existenz tausender Familienbetriebe, sondern riskiere leere Regale in den Supermärkten.
Die Beispiele aus dem Ausland sprechen eine deutliche Sprache: Ungarn erlebte nach der Einführung von Preisobergrenzen eine massive Angebotsverknappung. Die Folge? Ein regelrechter Einkaufstourismus in die Nachbarländer. Auch Spaniens befristete Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel verpuffte nach wenigen Monaten wirkungslos - die Preise stiegen erneut.
Die wahren Preistreiber sitzen woanders
Während die Politik nach populistischen Schnellschüssen sucht, leiden die Landwirte unter explodierenden Produktionskosten. Energie, Düngemittel, Futtermittel - alles sei drastisch teurer geworden. Die Bauern stünden mit dem Rücken zur Wand, während gleichzeitig ihre Erzeugerpreise unter Druck gerieten. Ein Teufelskreis, der durch staatliche Eingriffe nur verschlimmert würde.
"Künstliche Preiseingriffe verzerren den Markt, gefährden Verfügbarkeit und setzen heimische Lebensmittel unter Druck. Sie schaden am Ende allen: den Bäuerinnen und Bauern, den Regionen und den Konsumenten"
Diese Warnung Strassers sollte man ernst nehmen. Denn wer glaubt, mit Preisdiktaten die Inflation bekämpfen zu können, habe aus der Geschichte nichts gelernt. Die DDR lässt grüßen - dort gab es auch staatlich festgelegte Preise. Das Ergebnis kennen wir alle.
Verschwendung statt Vernunft
Besonders pikant: Während über Preiseingriffe diskutiert wird, landen in österreichischen Haushalten jährlich 229.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. Das entspreche 134 Kilogramm pro Kopf und koste jeden Haushalt bis zu 800 Euro im Jahr. Hier läge das wahre Einsparpotenzial - nicht in der Zerstörung der heimischen Landwirtschaft durch Preisdiktate.
Der Bauernbund fordere daher zu Recht gezielte Maßnahmen gegen die skandalöse Lebensmittelverschwendung. Bewusstsein und Bildung seien der beste Preisschutz, nicht staatliche Bevormundung. Wer bewusst einkaufe und Lebensmittel wertschätze, spare automatisch Geld.
Die Zukunft der Ernährungssicherheit steht auf dem Spiel
Was passiert, wenn die heimischen Bauern aufgeben? Dann würden wir vollständig von Importen abhängig - mit allen Risiken für Qualität, Versorgungssicherheit und Umweltstandards. Die Corona-Krise habe gezeigt, wie schnell internationale Lieferketten zusammenbrechen könnten. Wer jetzt die eigene Landwirtschaft kaputt spare, werde sich noch wundern, wenn plötzlich die Regale leer blieben.
Strasser appelliere eindringlich: Lebensmittel seien mehr wert, nicht weniger. Nur faire Bedingungen für die Bauern sicherten die Versorgung im Land. Diese Botschaft sollte endlich auch bei den Träumern in der Politik ankommen, die glauben, mit Preisdiktaten die Welt verbessern zu können.
Die Realität sei eine andere: Ohne rentable Landwirtschaft keine Versorgungssicherheit. Ohne faire Preise keine Zukunft für die bäuerlichen Familienbetriebe. Und ohne diese Betriebe? Dann könnten die Politiker ihre Preisexperimente bald auf brachliegenden Feldern fortsetzen - wenn sie denn überhaupt wüssten, wie man einen Traktor startet.
- Themen:
- #Steuern