
Aufrüstung im Pazifik: Washington baut die Philippinen zur Festung gegen Peking aus
Während Europa sich in endlosen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verliert, werden im Indopazifik die Weichen für die geopolitische Ordnung des 21. Jahrhunderts gestellt. Die Vereinigten Staaten treiben die militärische Aufrüstung auf den Philippinen mit bemerkenswerter Entschlossenheit voran – eine unmissverständliche Botschaft an Peking, das seine Machtansprüche im Südchinesischen Meer immer aggressiver durchzusetzen versucht.
Raketen statt Diplomatie: Der neue Kurs im Indopazifik
Nach bilateralen Gesprächen in Manila veröffentlichte das US-Außenministerium am 16. Februar eine gemeinsame Erklärung zum 12. strategischen Dialog beider Nationen. Der Kern der Botschaft ist unmissverständlich: Washington und Manila wollen eine „wachsame Haltung im Indopazifik beibehalten, um Konflikte zu verhindern". Was sich diplomatisch verklausuliert anhört, bedeutet in der Praxis nichts anderes als eine massive Aufrüstung direkt vor Chinas Haustür.
Bereits 2024 hatten die USA Mittelstreckenraketen im Norden der Philippinen stationiert. Ein Jahr später folgte ein Anti-Schiff-Raketenwerfer. Peking reagierte erwartungsgemäß verschnupft und forderte den sofortigen Abzug der Waffensysteme. Präsident Ferdinand Marcos Jr. zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt – und lehnte kategorisch ab. Eine Haltung, die Respekt verdient.
Chinas Provokationen kennen keine Grenzen
Man muss sich die Dreistigkeit Pekings vor Augen führen, um die Dringlichkeit der amerikanisch-philippinischen Kooperation zu verstehen. Manila wirft China vor, philippinische Schiffe gerammt, mit Wasserwerfern beschossen und sogar Leuchtraketen auf Flugzeuge abgefeuert zu haben. Die meisten dieser Vorfälle ereigneten sich in der Nähe des umstrittenen Sabina-Riffs – einem Gebiet, das nach internationalem Recht eindeutig zur philippinischen Wirtschaftszone gehört.
Im Oktober 2025 eskalierte die Lage weiter, als ein Schiff der chinesischen Küstenwache ein philippinisches Regierungsschiff rammte. Washington berief sich daraufhin auf den amerikanisch-philippinischen Beistandspakt von 1951 und machte unmissverständlich klar: Jeder bewaffnete Angriff auf philippinische Streitkräfte, Regierungsschiffe oder Flugzeuge – einschließlich der Küstenwache – im gesamten Südchinesischen Meer falle unter den Schutz dieses Vertrags. Das sind keine leeren Worte. Das ist Abschreckung in Reinform.
Die erste Inselkette als strategisches Bollwerk
Die geopolitische Bedeutung der Philippinen kann kaum überschätzt werden. Die sogenannte erste Inselkette – sie erstreckt sich von der japanischen Insel Kyushu über Taiwan und die Philippinen bis zur Malaiischen Halbinsel – bildet eine natürliche strategische Barriere, die Chinas Zugang zum offenen Pazifik für Marine und Luftwaffe erheblich erschwert. Wer diese Kette kontrolliert, kontrolliert den Zugang zu den wichtigsten Seewegen der Welt. Es geht um Handelsrouten, durch die jährlich Waren im Wert von Billionen Dollar transportiert werden.
Die gemeinsame Erklärung vom 16. Februar enthält denn auch konkrete Pläne, die weit über symbolische Gesten hinausgehen. Die Stationierung moderner US-Raketen- und unbemannter Systeme soll fortgeführt und ausgebaut werden. Darüber hinaus wollen beide Seiten die zivilen und militärischen Cyberabwehrfähigkeiten der Philippinen erweitern und modernisieren – ein Bereich, in dem China bekanntlich besonders aktiv ist.
Europa schläft, während die Welt sich neu ordnet
Der philippinische Botschafter in Washington, Jose Manuel Romualdez, erklärte, dass Verteidigungsbeamte beider Seiten die mögliche Stationierung „modernisierter" US-Raketenwerfer noch in diesem Jahr geprüft hätten. Langfristig wolle Manila sogar eigene Kapazitäten entwickeln und die Systeme möglicherweise selbst erwerben. Es handele sich um ein „fortschrittliches System, das zunächst zur Abschreckung eingesetzt" werde, so der Botschafter.
Beide Nationen betonten zudem die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan – jener neuralgischen Wasserstraße, die China Ende 2025 durch zweitägige Großmanöver in Aufruhr versetzte. Der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. verurteilte Pekings Vorgehen damals als Untergrabung des regionalen Friedens. Auch ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Marcos Jr. in Washington sowie der Beitritt der Philippinen zum Artemis-Abkommen zur Weltraumkooperation wurden als Meilensteine der Zusammenarbeit hervorgehoben.
Was lehrt uns das alles? Während die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump mit strategischer Klarheit handeln und ihre Allianzen im Pazifik stärken, taumelt Deutschland weiterhin orientierungslos durch die Weltpolitik. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen – doch statt in echte Verteidigungsfähigkeit zu investieren, droht das Geld in bürokratischen Strukturen zu versickern. Die Welt ordnet sich tatsächlich neu, wie Merz selbst auf dem CDU-Parteitag feststellte. Die Frage ist nur: Wird Deutschland bei dieser Neuordnung noch eine Rolle spielen – oder nur zuschauen?
Die Entwicklungen im Indopazifik zeigen eindrücklich, dass militärische Stärke und klare Bündnisse nach wie vor die Grundpfeiler internationaler Sicherheit sind. Wer das ignoriert, wird zum Spielball jener Mächte, die diese Lektion längst verinnerlicht haben.
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