
Ampel-Politiker attackiert Merz: "Preise beim Heizen hochzutreiben ist Wahnsinn"
Die politische Auseinandersetzung um den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD nimmt an Schärfe zu. Besonders die Aussagen des designierten Bundeskanzlers Friedrich Merz zu steigenden Energiekosten sorgen für heftige Kritik aus den Reihen der Ampel-Parteien. Der Grünen-Politiker und frühere Wahlkampfleiter von Robert Habeck, Andreas Audretsch, ging den CDU-Chef scharf an.
Scharfe Kritik an Merz' Energiekosten-Plänen
"Preise beim Heizen und Tanken ohne Entlastung nach oben zu treiben ist Wahnsinn", polterte Audretsch auf der Plattform X. Der Grünen-Politiker warnte eindringlich davor, die Bürger mit steigenden Energiekosten allein zu lassen. Dies sei "Sprengstoff pur". Stattdessen forderte er die Einführung eines Klimageldes und Milliarden-Investitionen in klimafreundliches Heizen, E-Autos und die Bahn.
SPD-Basis zeigt sich skeptisch
Auch in der SPD wächst der Unmut über die Aussagen des künftigen Kanzlers. Die Parteibasis, die noch bis zum 6. Mai über den Koalitionsvertrag abstimmen muss, zeigt sich zunehmend skeptisch. Besonders die Jusos positionieren sich klar gegen das Bündnis mit der Union. "Unser Votum lautet Ablehnung. Für die Zustimmung der Jusos bräuchte es deutliche Nachbesserungen", erklärte Juso-Chef Philipp Türmer.
Streit um Mindestlohn eskaliert
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Debatte um den Mindestlohn. Während im Koalitionsvertrag eine Erhöhung auf 15 Euro bis 2026 vorgesehen ist, relativierte Merz diese Zusage bereits kurz nach Vertragsunterzeichnung. Dies stößt auf massive Kritik bei den Sozialdemokraten. Der amtierende Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beharrt auf der vereinbarten Erhöhung: "Für den Mindestlohn haben wir besprochen, dass wir die 15 Euro erreichen wollen im Jahre 2026, und das machen wir."
Bevölkerung gespalten
Die Deutschen sehen den schwarz-roten Koalitionsvertrag äußerst unterschiedlich. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind 45 Prozent der Bundesbürger "eher enttäuscht" von der Einigung, während 43 Prozent sich "eher zufrieden" zeigen. Diese Spaltung spiegelt die grundsätzliche Skepsis wider, ob eine Koalition aus Union und SPD die drängenden Probleme des Landes lösen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die SPD-Basis dem Koalitionsvertrag zustimmt. Sollte das Mitgliedervotum negativ ausfallen, droht Deutschland eine schwere politische Krise - mit unabsehbaren Folgen für die Stabilität des Landes.
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