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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
07:17 Uhr

Aldi Süd streicht bis zu 500 Stellen: Wenn Konzernlogik über Arbeitsplätze triumphiert

Aldi Süd streicht bis zu 500 Stellen: Wenn Konzernlogik über Arbeitsplätze triumphiert

Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe im ohnehin gebeutelten deutschen Arbeitsmarkt: Der Discounter-Riese Aldi Süd plant in seiner Zentrale in Mülheim an der Ruhr einen massiven Stellenabbau. Bis zu 500 der rund 2000 Arbeitsplätze könnten dem Rotstift zum Opfer fallen. Was das Unternehmen als moderne Umstrukturierung verkauft, ist für die Betroffenen schlicht eine Katastrophe.

Das IT-Projekt „Ahead" – Fortschritt auf Kosten der Belegschaft

Im Zentrum der Umwälzungen steht ein ambitioniertes IT-Projekt mit dem vielsagenden Namen „Ahead". Aldi Süd möchte damit Abläufe weltweit vereinheitlichen und Aufgaben bündeln. Klingt nach Effizienz, bedeutet aber vor allem eines: Klassische Verwaltungsbereiche wie Buchhaltung, Personal und Einkauf geraten ins Fadenkreuz der Rationalisierung. Denn dort lassen sich Prozesse besonders leicht standardisieren – und damit auch besonders leicht wegrationalisieren.

Der Discounter setzt künftig verstärkt auf zentrale Plattformen und gemeinsame Standards. Was für die Konzernbilanz erfreulich klingen mag, bedeutet für die Beschäftigten am Standort Mülheim nichts Gutes. Lokale Strukturen verlieren an Bedeutung, Zuständigkeiten verschieben sich, und der Druck zur Automatisierung steigt unaufhörlich.

Internationale Strategie mit deutschem Kollateralschaden

Der Kurs, den Aldi Süd einschlägt, ist keineswegs neu. In den USA, Großbritannien und Österreich hat der Konzern bereits hunderte Arbeitsplätze gestrichen, um weltweit ähnliche Prozesse zu etablieren. Deutschland ist nun offenbar an der Reihe, seinen Tribut zu zahlen. Die Logik dahinter ist so kalt wie kalkuliert: schneller arbeiten, Kosten reduzieren, Entscheidungen nach einheitlichen Regeln treffen.

Größere Unternehmen setzen solche Programme oft in Wellen um – der Einschnitt in Mülheim erscheint wie der nächste Schritt in einer längeren Umstellung, die noch lange nicht abgeschlossen sein dürfte.

Salzburg statt Mülheim: Die Macht wandert nach Österreich

Besonders bitter für den Standort Deutschland: Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist ausgerechnet Salzburg. Dorthin will der Konzern strategische Kompetenzen verlagern. Wichtige Weichenstellungen im globalen Einkauf und im Personalwesen sollen künftig gebündelt in der österreichischen Stadt erfolgen. Die Rolle der deutschen Zentrale wird damit deutlich geschwächt – nicht mehr jede Schlüsselentscheidung fällt dann am Standort Mülheim.

Gleichzeitig trennt Aldi Süd strategische Steuerung und operative Routine immer stärker voneinander. Während Salzburg als Entscheidungszentrum aufgebaut wird, wandern wiederkehrende Aufgaben an externe Dienstleister wie Genpact. Diese Anbieter können standardisierte Prozesse in großer Skalierung abwickeln – der Bedarf an internen Arbeitsplätzen sinkt, die Abhängigkeit von externen Dienstleistern steigt.

Aldi Nord geht anderen Weg – noch

Auffällig ist der Vergleich zur Schwestergesellschaft: Bei Aldi Nord sind nach aktuellem Stand keine ähnlich groß angelegten Pläne für einen Stellenabbau bekannt. Ob beide Gruppen langfristig denselben Weg einschlagen oder unterschiedliche Modelle bevorzugen, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß entstehen Zentralisierungsprogramme jedoch oft schrittweise und werden dann auf weitere Bereiche ausgeweitet.

Ein Symptom der deutschen Wirtschaftsmisere

Der Fall Aldi Süd reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Stellenabbau-Meldungen aus der deutschen Wirtschaft. Ob Melitta, Zalando oder die Metallbranche – überall werden Arbeitsplätze gestrichen, Werke geschlossen, Standorte verlagert. Die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet voran, während die Politik tatenlos zusieht oder sich mit ideologischen Nebenschauplätzen beschäftigt.

Für die betroffenen Mitarbeiter in Mülheim ist die Entwicklung ein klares Signal: Ihre Arbeitsplätze sind nicht mehr sicher, ihre Zukunft ungewiss. Aldi Süd treibt die Vereinheitlichung konsequent voran – und nimmt dabei billigend in Kauf, dass deutsche Arbeitnehmer auf der Strecke bleiben. Es geht längst nicht mehr um einzelne Anpassungen, sondern um einen strukturellen Umbau, der die Zentrale grundlegend verändern wird.

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