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Trump und Musk gegen Selenskyj: Geopolitische Machtverhältnisse verschieben sich

21.10.2026PodcastHopf & KettnerBegleittext KI-generiert

Manchmal verändert ein einziger Satz die Lage. „He has to be exchanged“, er muss ausgetauscht werden: So soll sich US-Präsident Donald Trump nach übereinstimmenden Berichten über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geäußert haben. Noch vor wenigen Monaten wäre so ein Satz aus Washington undenkbar gewesen. Heute ist er ein Signal, und zwar eines, das in Kiew, in Brüssel und in Berlin sehr genau gehört wird.

Denn wenn die wichtigste Schutzmacht beginnt, öffentlich über das Personal an der Spitze eines Kriegslandes zu sprechen, geht es nicht mehr um Moral. Es geht um Interessen, Rohstoffe und Geld. Am Ende geht es auch um die Frage, wer die Rechnung für diesen Krieg bezahlt. Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass es zu einem großen Teil Sie sein werden, der deutsche Steuerzahler und Sparer.

Ein Satz aus Washington, der Kiew erschüttert

Trump steht nicht allein. Auch Elon Musk hat sich auf seiner Plattform X in die Debatte eingeschaltet. Anlass war ein Interview Selenskyjs mit dem britischen Moderator Piers Morgan, in dem der ukrainische Präsident erneut klarmachte, dass er weiterkämpfen will. Musk kommentierte:

„And so the slaughter continues. Time for Zelensky to go.“ (Und so geht das Schlachten weiter. Zeit für Selenskyj zu gehen.) – Elon Musk auf X

Zwei der mächtigsten Männer der westlichen Welt rücken damit offen vom ukrainischen Präsidenten ab. Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach die militärische Satellitenvariante Starshield (das Militär-Pendant zu Starlink) für Objekte über 160 km/h eingeschränkt worden sein soll. Das würde den Einsatz in schnellen Drohnen erschweren. Musk selbst stellte laut seinen Äußerungen klar, Starshield unterstehe dem US-Militär und nicht ihm persönlich.

Unsere Einschätzung: Ob Musk, Trump oder das Pentagon an den Hebeln sitzt, ist zweitrangig. Entscheidend ist die Botschaft. Washington zeigt, dass es die technologische Lebensader der Ukraine jederzeit enger stellen kann. Wer so ein Druckmittel öffentlich vorführt, bereitet ein Ende vor. Für eine Fortsetzung braucht man es nicht.

Warum Amerika die Reißleine zieht

Die Motive liegen auf der Hand, wenn man nach den Anreizen fragt. Die USA tragen einen Schuldenberg jenseits der 40-Billionen-Dollar-Marke mit sich herum. Ein dauerhaft finanzierter Stellvertreterkrieg in Osteuropa passt nicht zu einer Regierung, die sich zugleich im Nahen Osten engagiert und zu Hause Haushaltslöcher stopfen muss. Die Logik lautet also, den Konflikt zu beenden, die eigenen Positionen zu sichern und die Kosten an andere weiterzugeben.

  • Finanzielle Grenzen: Die USA können sich keine unbegrenzte Kriegsfinanzierung mehr leisten.
  • Strategische Neuausrichtung: Der Fokus verlagert sich nach unserer Einschätzung zunehmend in den Nahen Osten.
  • Wirtschaftliche Interessen: Wiederaufbau, Rohstoffe und Energie versprechen lukrative Geschäfte für die, die beim Friedensschluss am Tisch sitzen.
  • Lastenverschiebung: Wer zahlt weiter? Nach allem, was man aus Brüssel hört, die Europäer.

Der Preis des Durchhaltens

Selenskyj gibt sich unbeugsam. Bei Piers Morgan sagte er sinngemäß: „Wir werden unser Land nicht verkaufen. Für uns geht es nicht ums Geschäft, es geht um unser Leben, um unsere Heimat, um unsere Kinder.“ Das klingt würdevoll. Die Frage ist aber, was dieser Satz für die Menschen in der Ukraine im Herbst 2026 konkret bedeutet.

Seit Monaten kursieren in sozialen Netzwerken unzählige Videos von Rekrutierungstrupps, die Männer auf offener Straße festhalten, in Fahrzeuge zerren und von ihren Familien trennen. Zu sehen sind Passanten, die eingreifen wollen, und Frauen, die sich vor ihre Männer stellen. Internationale Medien und Menschenrechtsbeobachter haben das Vorgehen der ukrainischen Rekrutierungszentren wiederholt dokumentiert und kritisiert.

„Die Ukraine ist wirtschaftlich kaputt. Eine ganze Generation ist gestorben. Wie soll das noch schlechter für die werden?“ – aus der aktuellen Folge von Hopf & Kettner

Hinzu kommt ein demokratisches Problem, über das in deutschen Talkshows auffallend selten gesprochen wird. Wegen des Kriegsrechts finden in der Ukraine keine Präsidentschaftswahlen statt. Selenskyjs reguläre Amtszeit wäre im Frühjahr 2024 ausgelaufen. Ob er heute noch eine Mehrheit hinter sich hätte, kann niemand belegen, weil niemand gefragt wird.

Die unbequeme Frage, die niemand stellen will

Russland hat die Ukraine angegriffen. Das ist unstrittig, und ein angegriffenes Land hat das Recht, sich zu verteidigen. Ebenso berechtigt ist aber die Frage, die sich jeder verantwortungsvolle Politiker stellen müsste: Wie lange ergibt das Weiterkämpfen noch Sinn, und zu welchem Preis?

Die besetzten Gebiete im Osten, darunter das industrielle Herz rund um Donezk mit seinen Minen und der berühmten Schwarzerde, werden nach realistischer Einschätzung vieler Beobachter militärisch nicht zurückzuholen sein. Jeder weitere Kriegsmonat kostet Menschenleben, ohne dass sich an diesem Befund etwas ändert. Wer das ausspricht, ist nicht „prorussisch“. Er rechnet nach.

Wer am Krieg verdient und wer zahlt

„Cui bono?“, wem nützt es? Diese Frage sollten Sie bei jedem Krieg stellen. Den einfachen Ukrainern an der Front nützt er nicht. Auch nicht den russischen Soldaten im Schützengraben. Und erst recht nicht den Deutschen, die an der Supermarktkasse und auf der Heizkostenabrechnung spüren, was diese Politik kostet.

Ein Blick auf die Akteure lohnt sich. Schon früh hat Kiew den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock als Berater für den Aufbau eines Wiederaufbaufonds ins Boot geholt. Die Treffen zwischen Selenskyj und BlackRock-Chef Larry Fink sind öffentlich dokumentiert. Bundeskanzler Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland, auch das ist öffentlich bekannt.

Daraus folgt kein persönlicher Vorwurf, und wir erheben auch keinen. Die Frage muss aber erlaubt sein, ob ein Politiker mit dieser Vita die Interessen des deutschen Steuerzahlers beim Thema Wiederaufbau wirklich unbefangen vertreten kann. Das Phänomen der Drehtür zwischen Politik, Rüstung und Finanzindustrie ist in Berlin seit Jahren bekannt. Kaum ein Spitzenpolitiker steht nach seiner Amtszeit ohne lukrativen Anschlussposten da.

Die Rechnung landet bei Ihnen

Zerstörung und Wiederaufbau werden weder von Kiew noch von Moskau bezahlt. Bezahlen werden sie die europäischen Steuerzahler. Ein paar Zahlen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte:

  1. Nach der Rechnung von Hopf & Kettner sind bereits rund 80 Milliarden Euro an deutschen Steuergeldern in die Unterstützung der Ukraine geflossen.
  2. Gleichzeitig wird der Sanierungsbedarf der deutschen Infrastruktur auf rund 250 Milliarden Euro beziffert, allein um den alten Zustand wiederherzustellen.
  3. Laut Bild hat Kiew mitgeteilt, dass im regulären Haushalt für 2027 29 Milliarden Euro fehlen, bei den Verteidigungsausgaben sogar 40 Milliarden Euro.
  4. Die EU diskutiert, eingefrorene russische Vermögenswerte von rund 210 Milliarden Euro für die Ukraine zu verwenden.

Während deutsche Brücken gesperrt werden und Schulen bröckeln, kündigt Merz beim EU-Gipfel laut Bild an: „Wir werden hier noch einmal die Mittel aufstocken müssen.“ Diesen Satz hören die Bürger nun seit über vier Jahren. Jedes Paket sollte das entscheidende sein. Entschieden hat keines etwas.

Wer sich ohnehin fragt, wie viel der Staat seinen Bürgern noch aus der Tasche ziehen will, findet ein weiteres Beispiel im Streit um die geplante Zucker-Abgabe, gegen die ausgerechnet Fritz-Kola rebelliert. Das Muster ist dasselbe: Neue Belastungen werden moralisch verpackt.

„Ein Bier weniger“: Wie Brüssel den Bürgern die Rechnung erklärt

Den Gipfel der Realitätsferne lieferte ein Bericht der Bild zum jüngsten EU-Gipfel. Demnach wischte ein EU-Spitzenvertreter Bedenken, Europa könne sich die Ukraine-Unterstützung nicht mehr leisten, mit einem bemerkenswerten Vergleich vom Tisch. Für jeden Europäer gehe es um „ein Bier weniger im Jahr“. Wenn wir weniger tränken, würden Leben gerettet.

Man muss sich das einmal vor Augen führen. Europas Volkswirtschaften stehen am Rand der Rezession, Familien rechnen jeden Euro beim Heizen nach, Rentner stehen bei den Tafeln an. Und aus Brüssel kommt die Botschaft, das alles sei so billig wie ein Bier.

Unsere Einschätzung: Wer Milliardenlasten als „ein Bier weniger“ verkauft, verharmlost nicht nur die Kosten. Er verrät, wie wenig er von der Urteilskraft der Bürger hält.

Das Spiel mit den eingefrorenen russischen Milliarden

Noch brisanter ist der Plan, die eingefrorenen russischen Staatsvermögen anzutasten. Was viele Bürger als Gerechtigkeit empfinden, ist aus Sicht jedes Vermögensinhabers ein Alarmsignal. Werden Gelder eines souveränen Staates einbehalten und umgewidmet, entsteht ein Präzedenzfall. Kein Land der Welt kann sich danach noch sicher sein, dass seine im Westen gehaltenen Reserven wirklich ihm gehören.

Genau deshalb kaufen Zentralbanken aus aller Welt seit dem Einfrieren der russischen Reserven 2022 Gold in historischem Umfang, Jahr für Jahr mehr als 1.000 Tonnen. Sie haben verstanden, was Privatanleger daraus lernen sollten: Ein Vermögenswert, der nur auf einem Konto existiert, ist politisch angreifbar. Physisches Gold im eigenen Besitz ist es nicht.

Frieren für den Frieden?

Liest man den Gipfel-Bericht genauer, steckt dahinter mehr als eine missglückte Metapher. Die Kernfrage lautet laut Bild, wie die Ukraine „diesen harschen Kriegswinter überstehen“ könne. Putins Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur haben das Land schwer getroffen. Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Europäer bald gebeten werden, nicht nur Geld, sondern auch Energie abzugeben.

Das wäre brandgefährlich. Europa steckt nach unserer Einschätzung in einer der schwersten Energiekrisen seit Jahrzehnten. Die deutschen Gasspeicher sind in diesem Herbst nach Einschätzung von Dominik Kettner so leer wie seit Jahren nicht. Der vergangene Winter ging glimpflich aus, weil das Wetter mitspielte. Darauf sollte sich niemand ein zweites Mal verlassen.

  • Leere Speicher: Die Gasreserven liegen deutlich unter den Werten der Vorjahre.
  • Angespannte Lieferketten: Auch aus dem Nahen Osten fließt Energie derzeit nicht verlässlich.
  • Freigegebene Reserven: Berichten zufolge mussten die G7-Staaten Teile ihrer Dieselreserven freigeben.
  • Politischer Wille: Die Bundesregierung lehnt eine Wiederinbetriebnahme russischer Gasleitungen weiterhin ab.

Der unberührte Strang von Nord Stream 2

Ausgerechnet Wladimir Putin erinnerte bei einem Wirtschaftsforum an eine unbequeme Tatsache. Ein Strang von Nord Stream 2 ist nach den Anschlägen von 2022 intakt geblieben. Sinngemäß erklärte er:

„Über sie könnten 27,5 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa geliefert werden. Dafür braucht es lediglich eine Entscheidung der deutschen Regierung.“ – Wladimir Putin, sinngemäß übersetzt

Man muss Putin nicht trauen, um die Pointe zu erkennen. Moskau stellt in dieser Frage Geschäftsinteressen über Ideologie, Berlin macht es umgekehrt. Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach US-Unterhändler wie Steve Witkoff und Jared Kushner in Gesprächen mit Russland auch über die Zukunft der Pipelines gesprochen haben sollen. Sollte russisches Gas eines Tages unter amerikanischer Kontrolle nach Europa fließen, wäre es wohl plötzlich akzeptabel, nur teurer. Bezahlen würde das wieder der deutsche Verbraucher.

Wehrpflicht für alle und ein Datenabgleich, der aufhorchen lässt

Wie ernst es Berlin meint, zeigen zwei Äußerungen von Außenminister Johann Wadephul. In einem Podcast-Gespräch zeigte er sich laut den Schilderungen offen für einen Datenaustausch mit der Ukraine über ukrainische Männer im wehrfähigen Alter, die in Deutschland leben. Auch Ukrainer, die hier Schutz gesucht haben, könnten also wieder ins Visier der Rekrutierung geraten.

Noch weiter reicht eine andere Aussage, die sich an die junge Generation in Deutschland richtet:

„Ich bin übrigens dafür, dass wir an der Stelle keinen Unterschied mehr zwischen Frauen und Männern machen.“ – Johann Wadephul zur Verteidigung des Landes und des NATO-Gebiets

Wer glaubt, die Debatte über Krieg und Wehrdienst betreffe ihn nicht, sollte genau hinhören. Bundeskanzler Merz hatte bereits erklärt, Deutschland sei „nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden“. Solche Sätze verschieben schleichend, was als normal gilt. Bald werden Rüstungsmilliarden, Energierationierung und eine Wehrpflicht für alle als alternativlos verkauft.

Stagflation 2.0: Warum die Notenbanken diesmal nicht retten können

Jetzt wird es für Ihr Vermögen konkret. Die Kombination aus Energieknappheit, schwacher Wirtschaft und steigenden Preisen hat einen Namen: Stagflation. Der Begriff stammt aus den 1970er-Jahren, als Ölkrisen und lockere Geldpolitik die westlichen Volkswirtschaften gleichzeitig lähmten und Preise in den zweistelligen Bereich trieben.

Damals gab es einen Ausweg, wenn auch einen schmerzhaften. Der damalige US-Notenbankchef Paul Volcker erhöhte die Leitzinsen Anfang der 1980er-Jahre auf rund 20 Prozent und brach so die Inflation. Heute ist dieser Weg verbaut.

Die Schuldenfalle schließt sich

Bei US-Staatsschulden jenseits von 40 Billionen Dollar würden Zinsen auf Volcker-Niveau die Haushalte praktisch über Nacht sprengen. Europa sieht nicht besser aus. Auch hier gilt: Wer hoch verschuldet ist, hat ein starkes Interesse daran, dass die Zinsen niedrig bleiben und die Schulden über Inflation an Wert verlieren.

Ein Lehrstück liefert Berlin selbst. Im Wahlkampf hatte die Union die Schuldenbremse verteidigt. Wenige Tage nach der Bundestagswahl präsentierte Friedrich Merz ein schuldenfinanziertes Paket von historischem Ausmaß, durchgewunken vom alten Bundestag per Grundgesetzänderung. Wir nennen das Wortbruch. Und wir halten es für wahrscheinlich, dass es nicht der letzte war.

Dominik Kettner erinnert daran, dass selbst EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor einer Phase hartnäckiger Inflation gewarnt habe. Die Notenbank, die für Preisstabilität sorgen soll, kündigt die Geldentwertung also gewissermaßen selbst an. Inflation ist eine stille Enteignung der Sparer. Sie wird nicht im Bundestag beschlossen, sie geschieht einfach.

Unsere Einschätzung: Wer einen Krieg auf Pump finanziert, bezahlt ihn am Ende mit der Kaufkraft seiner Bürger.

Was kluge Anleger jetzt daraus lernen

Was heißt das für Sie? Wenn Staaten Kriege, Energiekrisen und Haushaltslöcher mit immer neuen Schulden stopfen, gerät das ungedeckte Papiergeld unter Druck. Gold dagegen kann keine Notenbank drucken und kein Gipfelbeschluss entwerten. Es ist die älteste Währung der Menschheit und hat jede Papierwährung überlebt, die je gegen es angetreten ist.

Interessant ist, dass selbst in Washington wieder über eine stärkere Rolle des Goldes nachgedacht wird. Wie weit diese Überlegungen gehen, beleuchten wir in unserem Beitrag über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard. Und wie sehr Gold, Trump und europäische Politik inzwischen ineinandergreifen, zeigt fast schon satirisch die Episode um den nackten Gold-Trump im EU-Parlament in Straßburg.

Die bewährten Klassiker für den Vermögensschutz

Wer sein Vermögen gegen Geldentwertung und politische Willkür absichern will, setzt auf weltweit anerkannte, liquide Anlageprodukte. Bewährt haben sich vor allem:

Drei Grundsätze für unruhige Zeiten

  1. Physisch statt versprochen: Halten Sie echtes Metall, keine bloßen Zahlungsversprechen.
  2. Stückeln statt klotzen: Eine Mischung aus Münzen und kleinen Barren hält Sie flexibel.
  3. Vorsorgen, bevor es eng wird: Wer erst handelt, wenn die Krise in den Schlagzeilen steht, zahlt meist mehr.

Vorsicht ist auch bei den großen Hoffnungsgeschichten der Finanzindustrie angebracht. Warum aktuell selbst vermeintlich sichere Sachwerte Risse zeigen, lesen Sie in unserer Analyse über das KI-Betongold, mit dem die Wall Street Anleger in Rechenzentren lockt.

Die Kettner-Einordnung: Frieden ist kein Verrat

Wer sich heute für Verhandlungen ausspricht, wird schnell als „Putin-Versteher“ abgestempelt. Diese Etiketten sollen eine Debatte ersticken, die längst überfällig ist. Ein Ende des Sterbens zu fordern, ist keine prorussische Position. Es ist die Position derer, die rechnen können und denen Menschenleben mehr bedeuten als politische Gesichtswahrung.

Auffällig ist, wer am lautesten für ein Weiterkämpfen trommelt. Selten sind es diejenigen, die selbst oder deren Kinder an der Front stehen würden. In der Ukraine kursiert dafür längst der Spottbegriff vom „Monaco-Bataillon“: wohlhabende Männer, die den Krieg aus sicherer Entfernung erleben, während andere eingezogen werden.

Unsere Einschätzung ist klar. Washington bereitet den Ausstieg vor, und Berlin hat es offenbar noch nicht verstanden. Die Bundesregierung hat sich so tief in diesen Konflikt hineinmanövriert, dass ein Kurswechsel einem Eingeständnis gleichkäme: Die Durchhalteparolen haben nichts gebracht, die Sanktionen haben Deutschland mindestens so hart getroffen wie Russland, und die Milliarden fehlen im eigenen Land. Dieses Eingeständnis scheut die Politik. Deshalb wird weiter Geld nachgeschoben.

Für Sie als Bürger und Sparer gilt: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass dieselben Politiker, die Sie über Jahre falsch eingeschätzt haben, nun Ihr Vermögen schützen. Eigenverantwortung beginnt dort, wo das Vertrauen in die Versprechen aus Berlin und Brüssel endet. Gold war in Krisen schon immer der Vermögenswert, der bleibt, wenn Regierungen wechseln, Währungen schwanken und Gipfelbeschlüsse wieder kassiert werden.

Die ganze, schonungslos offene Diskussion über Trump, Selenskyj, Energie und die Zukunft Europas sehen Sie im eingebetteten Video. Wer Hopf & Kettner live erleben möchte, hat dazu am 28. und 29. November in der Münchner Olympiahalle Gelegenheit, beim Live-Podcast vor tausenden Zuschauern.

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