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Silber Diobolon Ionischer Greif von Teos (300-200 v. Chr. | Original der Griechischen Antike)

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  • Zeitzeuge: über 2.200 Jahre alt
  • Leier des Apollon: auf der Rückseite
  • Echtes Unikat: von Hand geschlagen
Artikel-Nr: 2260697
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BeschreibungTechnische Daten

Original der Antike

Klassisches GriechenlandDiobol von Teos

Vorderseite des StücksRückseite des Stücks

Sie sehen die Vorderseite.

Zwischen dem Tag, an dem jemand dieses Stück mit einem Hammerschlag prägte, und dem Tag, an dem Sie es in die Hand nehmen, liegen rund

2.300Jahre

  • Von Hand geprägt
  • Original, keine Nachprägung
  • 9 mm Durchmesser
  • 30 Tage Rückgaberecht

Einordnung

Elf Epochen, tausend Jahre, ein Regal.

Jede Stadt prägte ihr eigenes Bild und haftete damit für das Gewicht: die Eule für Athen, die Schildkröte für Ägina, der Greif für Teos. Die Stücke sind klein, oft nur ein Gramm schwer, und wurden tatsächlich im Mund transportiert, weil Kleidung keine Taschen hatte.

  1. 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr.

    Archaisches Griechenland

  2. 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr.

    Klassisches Griechenland

    Ihr Stück

  3. 6. Jahrhundert bis 330 v. Chr.

    Perserreich der Achaimeniden

  4. 5. bis 2. Jahrhundert v. Chr.

    Karthago

  5. 336 bis 30 v. Chr.

    Hellenismus

  6. 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr.

    Keltische Stämme

  7. 27 v. Chr. bis 235 n. Chr.

    Römische Kaiserzeit

  8. 235 bis 284 n. Chr.

    Reichskrise und Soldatenkaiser

  9. 284 bis 313 n. Chr.

    Tetrarchie

  10. 306 bis 363 n. Chr.

    Konstantinische Dynastie

  11. 395 bis 1453 n. Chr.

    Oströmisches Reich

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und gilt in Sammlerkreisen als Echtheitsmerkmal. Wer sie wegpoliert, bekommt kein schöneres Stück, sondern ein geschädigtes: Auktionshäuser bewerten eine blankgeputzte Münze regelmäßig niedriger als dieselbe mit intakter Patina.

  • Nur am Rand anfassen

    Fingerabdrücke enthalten Säure und Salz. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.

  • Trocken und dunkel lagern

    Feuchtigkeit ist der einzige echte Feind. Ein Beutel oder eine Kapsel an einem trockenen Ort reicht; PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.

  • Keine Mittel, keine Bürste

    Kein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Wer eine Verkrustung entfernt haben möchte, lässt das einen Restaurator machen, nicht die Küche.

Der Greif von Teos: über 2.200 Jahre Geschichte in der Handfläche

Manche Münzen sind einfach schön. Diese hier ist ein Zeitzeuge. Der Silber Diobol der ionischen Stadt Teos entstand zwischen 300 und 200 v. Chr., als die Nachfolger Alexanders des Großen um Kleinasien rangen und in Teos der größte Dionysos-Tempel der antiken Welt aus dem Boden wuchs. Wer dieses Stück in die Hand nimmt, hält ein Original der Griechischen Antike: gerade einmal 9 Millimeter im Durchmesser, rund 1 Gramm schwer, aus Silber von Hand geschlagen. Kein Nachguss, keine moderne Neuprägung, keine Replik.

Greif und Chelys: das Motiv im Detail

Die Vorderseite zeigt das Wappentier der Stadt: einen sitzenden Greifen nach rechts, die Vorderpranke erhoben, die Schwingen fein gefiedert, der Adlerschnabel geöffnet. Löwenleib, Adlerkopf, Flügel – der Greif galt als heiliger Begleiter Apollons und als Wächter über Gold und verborgene Schätze. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. erscheint er auf sämtlichen Prägungen von Teos, vom schweren Stater über Drachme und Tetrobol bis hinunter zum winzigen Tetartemorion.

Auf der Rückseite ruht eine Chelys, jene aus einem Schildkrötenpanzer gefertigte Leier, die der Mythos Hermes zuschreibt und die Apollon zu seinem Instrument machte. Daneben stehen die Buchstaben ΤΗΙ für ΤΗΙΩΝ, die Legende der Teier, sowie der Name des verantwortlichen Münzmagistrats, etwa ΔΙΟΥΧΗΣ. Kein Zufall, dieses Motiv: In Teos schloss sich die erste Künstlergilde der Geschichte zusammen, die Dionysischen Techniten aus Schauspielern, Musikern und Dichtern.

Die Daten dieser Münze auf einen Blick

  • Material: Silber, antike Handprägung ohne definierte Feinheitsangabe

  • Rohgewicht: 1 g

  • Durchmesser: 9 mm

  • Prägezeit: ca. 300–200 v. Chr.

  • Prägeort: Teos, Ionien (Kleinasien)

  • Nominal: Diobol, also zwei Obolen

  • Erhaltung: Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Was war ein Diobol eigentlich wert?

Die Griechen rechneten in Drachmen. Sechs Obolen ergaben eine Drachme, ein Diobol entsprach folglich zwei Obolen oder einem Drittel einer Drachme. Das war Alltagsgeld. Kleingeld für den Markt, für den Fährmann, für einen Krug Wein aus den Rebhängen rund um die Stadt. Genau darin liegt der Reiz dieser Prägung: Große Tetradrachmen lagerten in Tempelschätzen und Staatskassen, dieser Diobol dagegen wanderte durch die Hände von Fischern, Händlern und Handwerkern.

Teos: Stadt des Weins, der Musik und des Seehandels

Teos lag an der Bucht von Sığacık bei Seferihisar, rund 50 Kilometer südwestlich des heutigen Izmir. Als Mitglied des Ionischen Bundes wurde die Hafenstadt durch Handel wohlhabend. Der Dichter Anakreon stammte von hier. Ab 220 v. Chr. errichtete der Architekt Hermogenes den monumentalen Dionysos-Tempel, der um 190 v. Chr. vollendet wurde und als größter seiner Art in Kleinasien gilt. Genau in diese Blütezeit fällt die vorliegende Münze. Vergleichbare Stücke finden sich heute in Museumsbeständen und in großen numismatischen Referenzwerken.

Gold und Silber sind die ältesten Währungen der Menschheit. Dieser Diobol hat Perser, Makedonen, Seleukiden und Römer überdauert und liegt heute noch immer als werthaltiges Edelmetall in der Hand seines Besitzers.

Im Vergleich: Diobol, Drachme und Tetradrachme

Wer griechische Silbermünzen sammelt, startet häufig bei der Athener Eule oder bei einer Tetradrachme aus Makedonien. Diese Großsilbermünzen beeindrucken durch Fläche, Gewicht und Bildwirkung, verlangen aber ein deutlich größeres Budget. Der Diobol von Teos geht den umgekehrten Weg: ein sehr kompaktes Nominal, dafür mit einem der ausdrucksstärksten Tierbilder der gesamten Antike. Gegenüber den Bronzeprägungen derselben Stadt hat er den klaren Vorzug des Edelmetalls. Gegenüber römischen Denaren ist er noch einmal Jahrhunderte älter. Und in einer Sammlung antiker Kleinsilbermünzen ist der Greif fast schon ein Pflichtstück.

Für wen sich dieser antike Diobol eignet

Für Einsteiger in die antike Numismatik, die ein echtes Stück Griechenland suchen. Für Sammler mythologischer Motive. Und für alle, die ihren Edelmetallbestand um eine historische Facette erweitern möchten, die sich erzählen lässt. Jedes Exemplar ist ein handgeschlagenes Unikat: Stempelstellung, Zentrierung, Patina und Erhaltungsgrad fallen von Münze zu Münze unterschiedlich aus – genau das macht antike Prägungen aus. Die Lieferung erfolgt als versicherter Werteversand.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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