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Inflation in China: Die größte Blase der Welt?

In den letzten Beiträgen habe ich stark auf die politischen Entscheidungen in den USA und auf den Folgen der wirtschaftlichen Krise in Europa hingewiesen. Dabei möchte ich einen wichtigen Blick nach Asien nicht vergessen. Ist China auf dem bitteren Weg einer schrecklichen Inflation, die zum Bruch der Wirtschaftsmacht werden könnte? Wenn wir von China reden, sprechen wir immerhin von einer der wirtschaftlich am meisten bedeutenden Nationen der Welt mit einem zuletzt gigantischen Wirtschaftswachstum. Auch wenn sich die Wachstumsrate in den letzten Jahren etwas abschwächt, ist China im Gegensatz zu Europa, auf Basis des Brutto-Inlands-Produkts immer noch in einer positiven Entwicklungsphase.

Die Chinesische Kommunistische Partei entscheidet

Doch schauen wir einmal hinter die Kulissen der Chinesischen Kommunistischen Partei (CCP). Um die sinkende Konjunktur wieder auf den Aufwärtspfad zu bringen, entschied die CCP ein Stimulus-Projekt zur Förderung verschiedener wirtschaftlicher Bereiche. Dabei wird vor allem Wert auf den Ausbau der Infrastruktur des Landes gelegt.

Das Problem an der scheinbar tugendhaften Aktion sind die Zielobjekte des Geldes. Die Nutznießer des Investments sind in erster Linie teilweise unprofitable Unternehmen aus dem staatlichen Umfeld und nicht produktive Wirtschaftseinheiten, die auch langfristig vom Investment profitieren könnten. Dabei wird, wie auch schon beim letzten Stimulus-Programm in dreifacher Höhe geschehen, eine Verbindlichkeit gegenüber staatlich kontrollierter Banken aufgebaut, welche in festen, unwirtschaftlichen Raten abzuzahlen ist.

Inflation in China übersteigt Wirtschaftswachstum

Schauen wir auf die Fakten seit dem letzten Programm, stellen wir fest, dass sich vor allem im Punkt der Inflation nicht viel positiv entwickelt hat. Die Inflationsrate in einigen Segmenten ist sogar beunruhigend hoch. Während für Lebensmittel-Produzenten Margen sinken, liegt die aktuelle Inflationsrate in diesem Bereich auf 3,4% seit einem Jahr. Richtig deutlich wird die Geldentwertung bei der Betrachtung der urbanen Immobilienpreise. Hier wurde in Ballungszentren eine Inflationsrate (2012) im August von über 13% festgestellt.

Internationale Investoren verlieren Vertrauen – Abwertung steigt

Diese derzeitige Inflationsrate ist in meinen Augen mehr als kritisch zu betrachten und liegt im Durchschnitt auch unter dem aktuellen Wirtschaftswachstum Chinas. Das Kernproblem liegt jedoch bei den Banken, die das Kapital für die Finanzierung des Stimulus-Plans zur Verfügung stellen. Da diese Banken politisch gesteuert werden und Rückzahlungsfristen extern festgelegt werden, können betroffene Geldinstitute nicht wirtschaftlich mit den ausgegebenen Krediten arbeiten. Die Folge ist der internationale Vertrauensverlust gegenüber chinesischer Banken. Schon zuletzt ließ sich ein hoher einstelliger Prozentsatz im Rückgang internationaler Investments in China feststellen. Weniger Investments führen automatisch auch zu einer Neubewertung chinesischer Investmentobjekte auf niedrigerem Niveau. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Banken im Land an regulierender Wirkung verlieren, wenn der Staat das Agieren von Banken beeinflusst.

Wenn China diese Problematik der Abhängigkeit von Politik und Bank nicht in Griff bekommt und Stimulus-Gelder nicht sinnvoll investiert, dann könnte auch eine große, schnell wachsende Nation wie China flott in große Schwierigkeiten geraten. Dann würde sich herausstellen, dass jegliche, wirtschaftliche Stärke des Landes schlichtweg nur eine Blase war.

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