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Katastrophenschutz Deutschland – Ein Katastrophenfall?

Für den Ernstfall besser selbst vorsorgen

Unwetter, Hochwasser, Feuer, Erdbeben – Das sind nur einige – mögliche Gefahrenlagen infolge von Naturkatastrophen

Bildquelle: Corona Borealis Studio / Via shutterstock

Lesen Sie hier unseren Ratgeber: Checkliste Krisenversorgung

Extreme Trockenheit, Starkregen, Hochwasserlagen mit Überflutungen, Extreme Unwetterlagen stärksten Orkanböeen und Waldbrände. Die kürzlich vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, dass Naturkatastrophen uns verstärkt trafen und uns zukünftig verstärkt treffen werden – Wir stehen dabei erst am Anfang! – Da sind sich Klimawissenschaftler sich einig.

Aber: Wie gut ist Deutschland für den Fall der Fälle wirklich vorbereitet, wie ist der Deutsche Katastrophenschutz aufgestellt? Was kann beziehungsweise was sollte jeder Bürger selbst tun, um sich bestmöglich vorzubereiten?

Was ist eigentlich Katastrophenschutz?

Als Katastrophenschutz (KatS) werden die Maßnahmen bezeichnet, die getroffen werden, um Menschen, Umwelt und auch bestimmte Sachwerte während oder vor der Entstehung einer Katastrophe zu schützen und die Versorgung der Menschen zu gewährleisten.

Bei allen denkbaren Gefahren können sich die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf den Zivil- und Katastrophenschutz und die Gefahrenabwehr verlassen.

Bundesministerium für Innern und Heimat

Soweit hört sich das Versprechen des Landes sehr gut an, man könnte Vertrauen fassen und Ängste abbauen. Ist das Versprechen des Ministeriums für Innern und Heimat auch zu halten, sollte es tatsächlich zu dem „Ernstfall“ kommen? Sind wir wirklich bei Unglück, Naturkatastrophen, kriegsähnlichen Zuständen oder sogar in Kriegszuständen sicher? Wird alles Erdenkliche für unsere Sicherheit seitens der Bundesregierung getan oder ist der Katastrophenschutz in Deutschland aus bürokratischer Sicht ausgezeichnet organisiert und wäre in der Praxis mangels Personal und mangels Material dann unzureichend umsetzbar?

Was ist eigentlich ein Katastrophenfall?

Die Feststellung einer Katastrophe, die zur Anwendung des Katastrophenschutzgesetzes führt, wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als Katastrophenfall definiert. Der Katastrophenschutz, also Planung und Durchführung, obliegt den jeweiligen Bundesländern als „Landessache“ – denn in Deutschland ist der Bund „nur“ für den Bevölkerungsschutz zuständig, sollte der Verteidigungsfall eintreten. Jedes Bundesland hat daher ein eigenes Katastrophenschutzgesetz. Die Gesetze ähneln sich dann jeweils in den groben und feinen Zügen.

Katastrophen im Sinne dieses Gesetzes sind Großschadensereignisse, die zu einer gegenwärtigen Gefahr für das Leben oder die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen, für die Umwelt oder für sonstige bedeutsame Rechtsgüter führen und die von den für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden mit eigenen Kräften und Mitteln nicht angemessen bewältigt werden können.

Berliner Katastrophenschutzgesetz (KatSG)

Wie wird die Bevölkerung bei drohenden Gefahren gewarnt?

Das Warnsystem besteht aus verschiedenen „Zweigen“: Es wird über Berichte im Radio und im Fernsehen gewarnt, Lautsprecher-Wagen der Feuerwehr fahren um zu alarmieren und in manchen Gemeinden wird durch das Heulen der Sirenen gewarnt. Den gesetzlichen Rahmen setzen wie bereits im Absatz „Was ist eigentlich ein Katastrophenfall?“ beschrieben, die Landesregierungen. Im akuten Krisenfall ist es also Aufgabe der Landräte und der Feuerwehr-Leitstellen, die Warnungen rauszugeben.

Die Warn-App Nina des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und die von Fraunhofer Fokus entwickelte App Katwarn ist bundesweit verfügbar und es empfiehlt sich, eine der Apps auf einem Smartphone zu installieren und auf aktiv zu stellen, sodass auch ein akustischer Warnton im Fall der Fälle ertönt.

Im Juli 2021 hat jedoch die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfalen gezeigt, dass das Warnsystem nicht funktionierte und verantwortliche Politiker und Politikerinnen nicht adäquat und auch viel zu spät reagierten, sich sogar Ihrer Verantwortung entzogen.

Was sind weitere Probleme des Warnsystems?

  • In Deutschland besitzt nicht jeder Einwohner ein Smartphone und wenn, hat nicht jeder Smartphonebesitzer eine sich eine Warn-App installiert. Es wird daher vorgeschlagen auch eine Warnung per SMS zu versenden – jedoch würde auch solch eine Warnung per SMS nicht ankommen, wenn durch Sturm oder durch Flutwasser die Mobilfunkmasten umgerissen würden.
  • Radio und Fernseher sind zur meisten Zeit des Tages im Regelfall ausgeschaltet, daher würde eine hier gesendete Warnung nicht rechtzeitig wahrgenommen.
  • Sirenen gibt es in vielen Kommunen gar nicht mehr, da nach dem Ende des Kalten Krieges die Mehrheit der Verantwortlichen glaubte, feste Sirenenanlagen bräuchte man nicht mehr.

In Berlin, der Bundeshauptstadt, gibt es zum Beispiel bis dato gar keine öffentlichen Sirenen. Ein Sirenenprogramm soll da jedoch Abhilfe schaffen: Es sollen 400 Sirenen neu installiert werden. Der Bund unterstützt das Sirenenprogramm Bundesweit mit 88 Millionen Euro, der Aufbau wird allerdings sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 2021 wurde damit begonnen die Altbestände der Bundesländer zusammengeführt und aufbereitet, damit vorab ein Warnmittelkataster zu erstellen.

Funktionstüchtige Sirenen und Lautsprecher-Anlagen haben auch den klaren Vorteil, vor allem nachts, besser wahrgenommen zu werden!

Bundesinnenministerin Nancy Faeser möchte den Katastrophenschutz dringend ausbauen.

Bildquelle: Alexandros Michailidis / via shutterstock

Katastrophenschutz und Bevölkerungsschutz – Ein Ehrenamt

Der wichtigste und tragendste Rolle für den Bevölkerungsschutz und Zivilschutz im Katastrophenfall kommt den ehrenamtlichen Tätigkeiten im Bereich Katastrophenschutz zu. Freiwillige Feuerwehren, private Hilfsorganisationen und einige andere ehrenamtlich getragene Organisationen tragen „Sorge“ und „Verantwortung“ für das Wohl und die Sicherheit der Bevölkerung im Ernstfall.

Sind die Strukturen zeitgemäß und intakt? Experten sehen Zivil- und Katastrophen­schutz vor neuen Heraus­for­derungen. Die ehrenamtliche Mitarbeit im Bevölkerungsschutz muss dringend strukturell überarbeitet, zukunftssicherer gestaltet und finanziell gesichert werden, damit eine dauerhafte und kompetente Hilfe jeder Zeit gesichert abrufbar ist.

Deutschland hat sich nach Beendigung des Kalten Krieges lange Zeit „ausgeruht“, fühlte sich sicher und unverwundbar, alte Warnsysteme verkümmerten, Hilfsstrukturen wurden finanziell vernachlässigt, ehrenamtliche Hilfsorganisationen wurden nicht ausreichend unterstützt und als selbstverständlich hingenommen – Jetzt werden politisch verantwortliche Personen langsam wacher und horchen auf, wenn es um das Thema „Katastrophenschutz“ geht.

Langsam erkennt Deutschland den schlechten Zustand

In den aktuellen Zeiten der Unsicherheiten, die einen die eigene Verwundbarkeit vor Augen führt, sollte die politische Führung langsam erkennen, dass dringender Aufholbedarf in der Organisation, der Finanzierung und der Durchführung des deutschen Katastrophenschutzes und des Bevölkerungsschutzes besteht! So hat auch die Bundesinnenministerin Nancy Faeser, gerade nach der vom Bundeskanzler Scholz viel beschworenen Zeitenwende infolge des Angriffskriegs Putins auf die Ukraine, erkannt, dass der Abbau bestehender Schutzeinrichtungen umgehend zu beenden ist und dass der Katastrophenschutz dringend ausgebaut werden muss.

Fünf Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren für den Schutz der Bevölkerung wä­ren ein guter Anfang. Dieser Bereich habe jahrzehntelang nicht im Fokus gestanden, doch nun führe der Ukrainekrieg uns zwingend vor Augen, dass wir dies genau jetzt ändern müssen.

BBK-Präsident Armin Schuster, FAZ

Wie sieht es mit Vorräten, Material und vor allem Einsatzkräften in Deutschland aus?

Aufgrund der geteilten Zuständigkeiten fehlt darüber der tatsächliche Überblick.

  • Wo gibt es noch Einsatzkräfte, welches Bundesland kann wie viele Kräfte bereitstellen?
  • Wer kann in kürzester Zeit Fahrzeuge heranschaffen kann, die beispielsweise durch tiefes Wasser fahren können?
  • Gibt es ausreichend betreibbare Rettungsfahrzeuge, die schnellstmöglich eine Vielzahl Menschen nach einer Rettung in Richtung Sicherheit auch gesichert transportieren kann?
  • Gibt es eine ausreichende Nationale Gesundheitsreserve?
  • Gibt es ausreichend Nahrungsmittel und Trinkwasser als Reserve?
  • Haben wir ausreichend flugtüchtige Hubschrauber und auch Piloten?
  • Haben wir genügend Notstrom?

Diese und weitere Fragen lassen sich aufgrund der dezentralen Organisation nicht eindeutig mit ja beantworten.

❗ Lieber privat vorsorgen ❗

Als der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bereits im Jahr 2016 darüber sprach zuhause privat Lebensmittel, Medikamente und Trinkwasser als kleine Vorräte anzulegen, wurde er als Panikmacher und Prepper verhöhnt.

Jedoch müssten wir als Land spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie einsehen, dass in einer globalen Krise, egal welcher Art – Lieferketten vorübergehend zusammenbrechen können und es an einfachsten Materialen, Medizinprodukten, Medikamenten, Schutzausrüstungen und weiteren wichtigen Produkten mangeln kann – und das in kürzester Zeit!

Doch was ist ein „Prepper“?

Die Bezeichnung Prepper wird von dem englischen Wort „prepare“ für „sich vorbereiten“ abgeleitet und steht für die Praxis der Menschen, die sich gezielt auf das Eintreten einer Katastrophe oder Krise jeglicher Art vorbereiten.

Nach einen Einblick in den deutschen Katastrophenschutz wird erkenntlich – Man sollte sich auf den Ernstfall besser auch selbst vorbereiten.

Ein Notfallrucksack für den Ernstfall bereit haben:

Der Inhalt sollte für mindestens 3 Tage reichen, wir habe einen Überblick wichtiger Artikel in einer Prepper- Liste für Sie zusammengestellt.

Wichtig: Dokumente nicht vergessen!

  • Personalausweis / Reisepass
  • Bargeld, Geldkarten
  • Gesundheitskarte
  • Impfpass
  • Lebenswichtige Medikamente
  • Verbandsmaterial
  • Haustürschlüssel, ggf. Autoschlüssel
  • Handy / Smartphone

Bildquelle: Kate Scott / via shutterstock

❗ Bereiten auch Sie sich vor ❗

Wir haben für Sie eine spezielle Liste vorbereitet. In dieser Prepper- Liste finden Sie alles, was Sie und Ihre Familie brauchen, um im Notfall gut versorgt zu sein.

  • Konkrete Empfehlung für Nahrungsmittel
  • Interaktive Mengenberechnung
  • Alle notwendigen Tools & Haushaltsgegenstände
  • Wertvolle Tipps zur weiteren Absicherung von Experten

Wir haben mit einem Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks gesprochen und konnten einige Missstände darlegen.

Schauen Sie gerne unser Video dazu, dass dann hier erscheinen wird: Auf unserem YouTube Kanal.

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