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Erbe anlegen: Diese 9 Fehler werden teuer

Sie haben eine hohe Summe geerbt und möchten das Geld sicher anlegen. Doch wie gehen Sie am besten beim Erbe anlegen vor? Hier finden Sie 9 Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Das Wichtigste zum Anlegen des Erbes auf einen Blick:

  • Fehler 1: Sie prüfen das Erbe nicht, sodass Sie Fristen verpassen oder hohe Steuern fällig werden
  • Fehler 2: Sie streiten sich mit den Miterben
  • Fehler 3: Sie bestimmen nicht die eigenen Ziele der Geldanlage, bevor Sie anlegen
  • Fehler 4: Sie reflektieren nicht über Ihre Risikotragfähigkeit, bevor Sie anlegen
  • Fehler 5: Sie setzen auf Geldwerte statt auf Sachwerte wie Aktien und Edelmetalle
  • Fehler 6: Sie investieren nicht oder falsch in Edelmetalle
  • Fehler 7: Sie kaufen bloß Einzelaktien oder aktiv gemanagte Fonds anstatt ETFs
  • Fehler 8: Sie investieren in Immobilien
  • Fehler 9: Sie begleichen nicht Ihre Schulden, sondern verkonsumieren das Erbe

Fehler 1: Sie nehmen das Erbe an, ohne es zu prüfen

Der Tod eines geliebten Menschen kann ein Schock sein. Oft fehlt die Kraft, um sich mit dem Erbe auseinanderzusetzen. Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit, um zu trauern – aber lassen Sie das Erbe nicht zu lange ruhen. Wenn Sie es nicht selbst schaffen, die Erbschaft zu prüfen, dann bitten Sie Ihren Lebensgefährten oder einen Vertrauten um Hilfe. Wichtige Punkte, die Sie klären sollten:

1) Ist der Nachlass überschuldet?

Sobald Sie von der Erbschaft erfahren, müssen Sie innerhalb von sechs Wochen entscheiden, ob Sie das Erbe annehmen. Sie sollten die Entscheidung genau bedenken: Sie übernehmen nämlich nicht bloß die Vermögenswerte, sondern auch die Schulden des Verstorbenen. Lassen Sie die Sechs-Wochen-Frist verstreichen, gilt das Erbe als angenommen. Das könnte Sie im schlimmsten Fall finanziell ruinieren. Sie können auch das Erbe annehmen, aber nicht mit Ihrem Privatvermögen haften. Bei einem großen Nachlass könnte es sich lohnen, darüber mit einem Anwalt zu sprechen. Eine Auflistung wichtiger Fristen finden Sie hier.

2) Steuern beachten

Bei einer Erbschaft können hohe Steuern anfallen. Für Ehepartner und Lebensgefährten liegt der Freibetrag bei 500.000 Euro, für Kinder und Stiefkinder bei 400.000 Euro, für Enkel bei 200.000 Euro und für Urenkel, Eltern und Großeltern bei 100.000 Euro. Wenn Sie bereits frühzeitig das Erbe anlegen planen, können Sie mit den Freibeträgen Steuern vermeiden. Auf Vermögen, das die Freibeträge übersteigt, wird bis zu 30 Prozent Erbschaftssteuer in Steuerklasse I fällig. Wenn das Erbe in gebundenen Anlagen wie Betriebskapital oder einer Immobilie steckt, kann die Erbschaftssteuer zu einem Problem werden. Sie brauchen nämlich genug liquide Mittel, um die Steuer auf einen Schlag bezahlen zu können. Bei einem größeren Erbe kann es sinnvoll sein, einen Steuerberater aufzusuchen. Eine genaue Auflistung der Steuersätze finden Sie auf der Seite der Stiftung Warentest.

Fehler 2: Sie streiten sich mit den Miterben

Einem der Erben erscheint der Wille des Verstorbenen vielleicht ungerecht. Etwa mag eines der Kinder bereits Geld zum Hausbau erhalten haben, ein anderes Kind nicht. Trotzdem erhalten nun alle Kinder den gleichen Anteil. Bedenken Sie aber: Ganz gerecht wird es wahrscheinlich nie zugehen – und vielleicht wollte der Erblasser auch bloß demjenigen mehr geben, der besser mit Geld umgehen kann. Stellen Sie sich die Frage, was Ihnen wichtiger ist: Eine harmonische Beziehung zu Ihrer Familie, auf die Sie auch in Notfällen zählen können und die das Leben bereichern kann, oder Ihr Missfallen ausdrücken? In den allermeisten Fällen dürfte Ersteres die bessere Entscheidung sein.

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Fehler 3: Sie haben nicht über Ihre Ziele nachgedacht

Bevor Sie anlegen, sollten Sie einen Finanzplan aufstellen. Wenn Sie ein größeres Erbe erhalten, ist die finanzielle Freiheit womöglich gar nicht mehr weit weg. Finanzielle Freiheit bedeutet, dass Sie von den Erträgen Ihres Vermögens leben können, ohne dass das Vermögen kleiner wird. Folgende Fragen sollten Sie bedenken:

  • Wie komfortabel will ich im Alter/in finanzieller Freiheit leben? Wie viel Geld kostet mich dieser Lebensstandard pro Monat?
  • Bis zu welchem Lebensjahr will ich arbeiten?
  • Wie lange muss das angesparte Vermögen ausreichen? Bis ich 85, 90 oder 95 Jahre alt bin?
  • Habe ich ausreichend Rücklagen für Notfälle, etwa eine Krankheit oder einen Unfall?

Mit einem Finanzrechner können Sie sich berechnen, wie lange Sie für ein bestimmtes Vermögen weiter sparen müssten. Berücksichtigen Sie aber die Inflationsrate (mindestens 2 Prozent von der erwarteten Jahresrendite abziehen) und die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent, wenn Sie die Jahresrendite im Zinsfeld schätzen. Wenn Sie keine Rücklagen haben, können Sie 3 bis 6 Monatsgehälter in Bargeld halten oder auf einem Tagesgeldkonto parken.

Fehler 4: Sie überschätzen die eigene Risikotragfähigkeit

Vermögensgüter können im Wert kräftig schwanken. Während der Großen Depression brachen die US-Aktienkurse um fast 90 Prozent ein und brauchten mehr als 20 Jahre, um die Verluste wieder wett zu machen. Der Vermögensaufbau ist also nichts für schwache Nerven. Um herauszufinden, wie viel Risiko Sie finanziell wie psychisch tragen können, können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Bin ich auf das Geld sofort oder in wenigen Jahren angewiesen oder könnte ich eine Rezession über 5, 10 oder noch mehr Jahre aussitzen?
  • Könnte ich auch ohne das Geld oder mit einem Teilbetrag im Alter überleben, weil ich etwa in den eigenen vier Wänden wohne?
  • Würde ich schlaflose Nächte und Existenzängste haben, wenn der Wert meines Portfolios um 30, 40 oder noch mehr Prozent einbricht?

Wenn Sie ein Portfolio mit geringen Wertschwankungen bevorzugen, sollten Sie den Aufbau Ihres Portfolios anpassen. Gleiches gilt, wenn Sie bereits im Rentenalter sind und auf das Geld angewiesen sind. Hier könnte es Sinn machen, den Aktienanteil herunterzufahren.

Fehler 5: Sie setzen auf Anleihen oder ein Tagesgeldkonto

Derzeit pumpen die Zentralbanken massiv Geld in die Märkte. Besonders in der Corona-Krise haben EZB, Fed und Co. ihre Bilanzsummen rasant ausgeweitet. Verlierer sind die Anleger, die auf in Geld notierte Werte wie Tagesgeldkonten, Anleihen oder Bargeld setzen. Die Inflation entwertet diese Vermögen. Wer heute 10.000 Euro auf einem Konto parkt, der hat in zehn Jahren bloß noch die Kaufkraft von rund 8200 Euro, wenn die Inflation – wie von der EZB gewünscht – pro Jahr 2 Prozent beträgt.

Um sich vor der Geldentwertung zu schützen, empfehlen wir Sachwerte. Sie können sich an der Drei-Speichen-Regel orientieren. Hier fließt je ein Drittel des Vermögens in Aktien, Edelmetalle und Immobilien. Aus unserer Sicht ist es gerade jetzt klug, die Edelmetall-Speiche auszubauen. Warum?

  • Auf den Immobilienmärkten liegt eine Blase vor. Mehr dazu unter Fehler 8.
  • Auch Aktien sind teilweise überteuert, etwa Technologiewerte aus den USA.
  • Die Zentralbanken werden weiter die Geldmengen ausweiten und die Zinsen niedrig halten. Sie wollen verhindern, dass Staaten und andere Schuldner ihre Zinsen nicht mehr bedienen können. Wenn die Zinsen aber geringer sind als die Inflationsrate, flüchten die Anleger in Gold und Silber.

Je nach wirtschaftlicher Großwetterlage schichten Sie Ihr Vermögen um. Steigen etwa die Aktienkurse und die Edelmetallpreise fallen, dann haben Aktien plötzlich ein höheres Gewicht als 33 Prozent in Ihrem Portfolio. Sie verkaufen dann Aktien und erwerben dafür Edelmetalle, bis die Anteile wieder 33 Prozent betragen. Dieses sogenannte Rebalancing können Sie einmal pro Jahr machen – oder wenn der Anteil einer Anlageklasse mehr als 40 bzw. weniger als 26 Prozent beträgt.

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Fehler 6: Sie investieren gar nicht oder falsch in Edelmetalle

Edelmetalle sind eine Versicherung gegen extreme Ereignisse wie Kriege, eine große Wirtschaftskrise, Naturkatastrophen oder einem Blackout. Deswegen sollten Sie physische Edelmetalle kaufen – also Barren und Münzen – und nicht Papiergold wie Zertifikate oder Anteile an einem Fonds. Wir empfehlen ein Portfolio von 80 Prozent Gold und 20 Prozent Silber. Gold sollten Sie in kleinen Einheiten kaufen. Zwar hat ein Barren weniger Nebenkosten, aber er lässt sich auch schwieriger veräußern. Die Vorteile von Edelmetallen sind:

  • Gold hat eine geringe Korrelation mit Aktien. Fallen die Aktienkurse, dann stagniert oder steigt meist der Goldkurs. Das sichert Ihr Portfolio gegen Wertschwankungen ab.
  • Edelmetalle schützen vor Inflation. Drucken die Notenbanken Geld, dann steigen Gold und Silber im Preis.
  • Bis zu einem Betrag von 1999 Euro können Sie Gold und Silber anonym kaufen.
  • Gold und Silber sind mobil. Theoretisch könnten Sie Ihren Edelmetallbestand im Garten vergraben, ohne dass jemand davon weiß. Dagegen sind Wertpapiere, Immobilien und andere Vermögenswerte leicht zu besteuern oder zu enteignen.
  • Edelmetalle haben kein Gegenparteirisiko. Staaten, Banken und Versicherungen können pleite gehen. Eine Anleihe, Aktien oder Bankguthaben können ganz oder teilweise an Wert verlieren. Gold und Silber waren über Jahrtausende hinweg immer wertvoll.
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Bei Gold bieten sich Anlagemünzen wie Krügerrand oder Maple Leaf an. Kleine Mengen können Sie zuhause verstecken. Größere Bestände können Sie im Ausland lagern lassen, etwa über einen Goldsparplan in der Schweiz. Bei Silber bieten sich Münzbarren und Anlagemünzen an, weil Sie 12 Prozent Steuern sparen. Achten Sie hierzu darauf, dass das Silberprodukt differenzbesteuert ist.

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Fehler 7: Sie kaufen aktive Fonds oder bloß Einzelaktien

Für Anleger ohne Expertenwissen ist eine passive Anlagestrategie mit ETFs (Exchange Traded Funds). Passiv bedeutet, dass Sie die ETFs einmal kaufen und danach nicht mehr damit spekulieren. Sie verkaufen die Anteile erst, wenn Sie das Vermögen aufbrauchen möchten. ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die Ihr Geld gemäß einem Index wie dem Dax oder dem S&P 500 der größten US-Unternehmen investieren. Die Vorteile:

  • 80 bis 90 Prozent der Fondsmanager schneiden schlechter ab als ein Vergleichsindex. ETFs erzielen also mehr Rendite als die meisten aktiven Fonds.
  • ETFs haben geringere Nebenkosten als Immobilien oder aktive Fonds.
  • ETFs brauchen wenig Zeit und Finanzkenntnisse. Bei Einzelaktien müssen Sie umfassende Recherchen über Unternehmen anstellen.
  • ETFs haben eine extrem breite Streuung. Wenn Sie etwa einen ETF zu den Indizes „MSCI All Country World“ oder zum „FTSE All World“ kaufen, sind Sie an über 3000 großen und mittleren Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern beteiligt.
  • Die Anteile an einem ETF sind an der Börse leicht zu verkaufen. Sie können sie auch an Ihre Kinder vererben – im Gegensatz zu einer privaten Rentenversicherung oder eine Immobilie, bei der sich ein Verkauf hinziehen kann.

Ratschlag: Kaufen Sie physische ETFs ohne Wertpapierleihe. Das sind ETFs, die die im Index enthaltenen Aktienwerte tatsächlich kaufen und nicht weiterverleihen.

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Fehler 8: Sie investieren in Immobilien

Immobilien sind grundsätzlich zu empfehlen. Aber derzeit ist kein günstiger Zeitpunkt, um ein Haus zu kaufen. Gleiches gilt für Immobilienaktien und -fonds. Die Preise sind überhöht und dürften in den kommenden fünf bis zehn Jahren deutlich fallen. Die Gründe:

  • Demographie-Risiko: Die Kinder der geburtenstarken Jahrgänge verlassen derzeit das Elternhaus. Sie ziehen in die Metropolen und treiben dort die Wohnungspreise nach oben. Die Elterngeneration lebt gleichzeitig auf gleicher Wohnfläche weiter. In den kommenden Jahren wird sich die demographische Lage kippen.
  • Zinsrisiko: Die Zinsen auf dem Hypothekenmarkt lagen im Jahr 2021 auf einem Rekordtief. Das liegt an der Nullzinspolitik der EZB. Spätestens mit einer Zinsanhebung dürften auch die Zinsen der Hypotheken steigen. Manche Schuldner dürften dann nicht mehr die Hypothek tilgen können. Das wird zu Zwangsversteigerungen und einbrechenden Immobilienpreisen führen.
  • Expertenwarnungen: Auch die Bundesbank und der Ökonom Reiner Braun vom Forschungsinstitut Empirica, das vierteljährlich den Blasenindex veröffentlicht, warnen vor einer Blase. Mitarbeiter der Bundesbank schlugen bereits im Februar 2021 Alarm. Die Preise in den Städten lägen „zwischen 15% und 30% über dem Wert, der durch demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist“, heißt es im Monatsbericht.

Fehler 9: Sie begleichen Ihre Schulden nicht

Nichts ist verkehrt daran, sich mit einem Teil des Erbes etwas zu gönnen. Aber zuerst sollten Sie Ihre Schulden begleichen. Wer Schulden hat, ist nicht frei. Außerdem könnte sich das finanziell lohnen, weil die Rendite einer Geldanlage geringer ist als die Schuldzinsen.

Wenn Sie eine Hypothek oder ein Darlehen vorzeitig kündigen, müssen Sie meist eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen. Die Bank berechnet Ihnen einen Teil der Zinsen, die ihr durch die Kündigung entgehen. Reden Sie mit Ihrer Bank, damit Sie schnell aus den Schulden herauskommen.

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Fazit zum Thema „Erbe anlegen“

  • Prüfen Sie das Erbe genau, bevor Sie es annehmen. Dazu haben Sie bloß sechs Wochen Zeit. Wenn Sie diese Frist verstreichen lassen, zählt das Erbe als angenommen. Ein Erbe kann Sie finanziell ruinieren, wenn der Erblasser verschuldet war.
  • Prüfen Sie die steuerliche Belastung des Erbes. Wenn das Erbe in Sachwerten wie Betriebskapital oder Immobilien gebunden ist, kann die Erbschaftssteuer hoch ausfallen. Das kann zu einem echten Problem werden, wenn Ihnen liquide Mittel fehlen.  
  • Setzen Sie sich finanzielle Ziele beim Vermögensaufbau. Das hilft Ihnen, die Anlagedauer zu bestimmen und einen Finanzplan zu erstellen.
  • Überschätzen Sie nicht die eigene Risikotragfähigkeit. Die Preise von langfristigen Anleihen, Aktien oder Immobilien können scharf einbrechen. Ein Minus von 30 oder noch mehr Prozent ist nichts für schwache Nerven. Im Zweifel sollten Sie den Anteil dieser Anlageklassen am Portfolio senken.
  • Investieren Sie in Sachwerte: Etwa bietet sich die Drei-Speichen-Regel mit je einem Drittel Aktien, Immobilien und Edelmetallen an.
  • Investieren Sie in physische Edelmetalle – also Münzen und Barren. Wir empfehlen eine Aufteilung von 80 Prozent Gold und 20 Prozent Silber.
  • Setzen Sie auf ETFs anstatt Einzelaktien oder aktiv gemanagte Fonds. In den meisten Fällen bedeutet das höhere Rendite und geringere Nebenkosten.
  • Vorsicht Immobilienblase! Investieren Sie derzeit nicht in Immobilien, weil die Preise überhöht sind. Selbst die Bundesbank warnt vor einer Blase.
  • Nutzen Sie das Geld aus dem Erbe, um erst einmal Ihre Schulden abzubezahlen!
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