Silberpreis Rally: Warum Edelmetalle das Fieberthermometer sind
Es gibt Momente, in denen sich jahrelange Überzeugung auszahlt. Momente, in denen diejenigen, die gegen den Strom geschwommen sind, die belächelt und als Schwarzmaler abgetan wurden, plötzlich als Visionäre dastehen. Für Thorsten Schulte, besser bekannt als der „Silberjunge", ist ein solcher Moment gekommen. Das weiße Edelmetall, sein erklärtes Lieblingsmetall, hat eine Rallye hingelegt, die selbst hartgesottene Skeptiker zum Staunen bringt. Bei einem aktuellen Kurs von rund 58 US-Dollar pro Unze hat Silber Preisniveaus erreicht, die viele Analysten erst in ferner Zukunft erwartet hatten.
Doch wer genau hinschaut, erkennt: Dies ist kein Zufall. Es ist die logische Konsequenz einer Gemengelage aus industrieller Nachfrage, geopolitischen Verwerfungen und einem Finanzsystem, das zunehmend an seine Grenzen stößt. Die Frage ist nicht mehr, ob Silber weiter steigen wird – sondern wie weit.
Das Fieberthermometer des Papiergeldsystems schlägt aus
Thorsten Schulte bringt es auf den Punkt: Der Anstieg der Edelmetallpreise ist nichts anderes als das Fieberthermometer des Papiergeldsystems. Und dieses Fieber steigt. Unaufhörlich. Was wir bei Gold bereits seit Monaten beobachten – Rekordkurse, die sich gegenseitig jagen – beginnt nun auch beim Silber mit voller Wucht durchzuschlagen.
„Der Anstieg des Goldpreises ist letztlich wie das Fieberthermometer des Papiergeldsystems – und das Fieber steigt in diesem System."
Die Parallelen zur Realwirtschaft sind frappierend. Schulte zieht einen Vergleich zum Berliner Immobilienmarkt: Wenn der Staat Preise künstlich nach unten drückt – durch Mietpreisbremsen, Regulierungen und bürokratische Hürden – dann wundert sich niemand, dass Investoren das Weite suchen. Dasselbe Prinzip gilt für Edelmetalle. Jahrelang wurden die Preise durch Papiersilber-Konstrukte und Leerverkäufe künstlich gedrückt. Doch die normative Kraft des Faktischen lässt sich nicht ewig ignorieren.
Warum Silber mehr ist als nur ein Edelmetall
Was Silber von Gold fundamental unterscheidet, ist seine Doppelnatur. Es ist gleichzeitig monetäres Metall und unverzichtbarer Industrierohstoff. Und genau diese Kombination macht es in der aktuellen Weltlage so explosiv.
Die industrielle Nachfrage kennt nur eine Richtung: nach oben
Die Einsatzgebiete von Silber sind so vielfältig wie kaum bei einem anderen Rohstoff. Schulte weist auf einen Aspekt hin, der in der öffentlichen Debatte oft übersehen wird: die weltweite Aufrüstung. In jeder Rakete, in jedem hochmodernen Waffensystem steckt Silber. Die geopolitischen Spannungen – von der Ukraine über den Nahen Osten bis zum Pazifik – treiben die Rüstungsausgaben weltweit auf Rekordniveaus.
- Militärtechnik: Silber in Raketen, Sensoren, Kommunikationssystemen und Lenkwaffen
- Solarindustrie: Jedes Solarpanel benötigt Silber – die Solarindustrie wird durch steigende Silberpreise zum radikalen Umdenken gezwungen
- Elektronik: Smartphones, Computer, 5G-Infrastruktur – überall ist Silber verbaut
- Medizintechnik: Antibakterielle Beschichtungen und medizinische Geräte
- Elektromobilität: Jedes Elektrofahrzeug enthält deutlich mehr Silber als ein Verbrenner
Die physische Nachfrage zwingt mittlerweile sogar Großbanken in die Knie. Das Defizit zwischen Angebot und Nachfrage besteht seit Jahren – und es wird größer, nicht kleiner.
380 Milliarden gegen 500 Billionen: Die absurde Unterbewertung
Eine Zahl, die Schulte in den Raum stellt, verdient besondere Aufmerksamkeit. Die gesamten oberirdischen Silberlager der Welt, bewertet zum aktuellen Preis von rund 58 Dollar, kommen auf einen Gesamtwert von gerade einmal knapp über 380 Milliarden Dollar.
Klingt viel? Ist es nicht. Nicht im Entferntesten.
„Knapp über 380 Milliarden Dollar – das mal im Vergleich zum Weltfinanzvermögen, das dürfte mittlerweile bei über 500 Billionen liegen."
Lassen Sie sich diese Relation auf der Zunge zergehen:
- Das gesamte physische Silber der Welt ist weniger wert als ein einziges der großen US-Technologieunternehmen
- Es entspricht weniger als 0,08 Prozent des globalen Finanzvermögens
- Selbst eine minimale Umschichtung institutioneller Gelder in Silber würde den Markt sprengen
Diese groteske Unterbewertung ist kein Argument für Vorsicht – sie ist ein Argument für Handeln. Wer heute Silbermünzen oder Silberbarren erwirbt, positioniert sich in einem Markt, der im Verhältnis zum globalen Finanzsystem verschwindend klein ist. Und genau das macht ihn so explosiv.
Die Masse spekuliert – die Klugen sichern ab
Schulte warnt eindringlich vor der aktuellen Euphorie an den Aktienmärkten. Eine Studie von JP Morgan zeigt ein beunruhigendes Bild: Von den 25-Jährigen haben mittlerweile 37 Prozent ihr Geld in US-Aktien investiert. Vor zehn Jahren waren es gerade einmal 6 Prozent.
Das ist kein Zeichen von Finanzbildung. Das ist ein Zeichen von Herdenverhalten.
Wenn ein Familienmitglied von 150.000 Euro Erspartem fast 130.000 Euro in US-Technologieaktien steckt, dann ist das keine Diversifikation – das ist ein Klumpenrisiko, das jedem seriösen Vermögensberater die Haare zu Berge stehen lassen müsste. Die Geschichte lehrt uns: Wenn die Masse in eine Anlageklasse strömt, ist das Ende der Fahnenstange meist nicht mehr fern.
„Die Masse ist schon am Aktienmarkt weltweit unterwegs und spekuliert – und das macht das Ganze sehr gefährlich."
Umso wichtiger ist es, einen Teil des Vermögens in reale, physische Werte umzuschichten. Wer mit dem Aufbau einer Silberposition beginnen möchte, findet mit dem Silber Starter-Set einen unkomplizierten Einstieg. Für eine breitere Aufstellung bietet sich das Silber Starterpaket S an.
Deindustrialisierung: Wenn Perlen zu Problemfällen werden
Ein Aspekt, der in der Silber-Diskussion oft zu kurz kommt, ist der Zustand der deutschen Industrie. Schulte, der enge Kontakte in die Finanzwelt pflegt, berichtet von alarmierenden Signalen. Ein ehemaliger Goldman-Sachs-Banker habe ihm bestätigt, was viele längst ahnen:
„Unternehmen, die noch Perlen waren vor vier Jahren, stehen jetzt vor schwersten Zeiten."
Das Beispiel BASF ist symptomatisch. Der Chemiegigant baut in China massiv aus – weil dort russisches Erdgas verfügbar ist. In Deutschland hingegen? Stillstand. Rückbau. Abwanderung. Die Chemie als Schlüsselindustrie, die unzählige Vorprodukte liefert, gerät in schweres Fahrwasser.
Die Konsequenzen für Anleger sind gravierend:
- Deutsche Industrieaktien verlieren ihre einstige Substanz
- Die Energiepolitik vertreibt Schlüsselindustrien ins Ausland
- Spezialchemie-Produzenten werden reihenweise verkauft
- Selbst Topunternehmen können drei bis vier Jahre wirtschaftlicher Stagnation nicht unbeschadet überstehen
In einem solchen Umfeld gewinnen physische Edelmetalle als Vermögenssicherung eine Bedeutung, die weit über die reine Renditebetrachtung hinausgeht. Auch internationale Beispiele zeigen, wie schnell Staaten in der Krise auf die Ersparnisse ihrer Bürger zugreifen wollen.
Die Lehren aus 2011: Geduld als Schlüsseltugend
Schulte spricht offen über seinen eigenen Fehler. 2011 hatte er alles richtig gemacht – fünf Sondermitteilungen herausgegeben, rechtzeitig vor dem Crash gewarnt. Dann, bei 26 Dollar, massiv nachgekauft. Auch das war richtig. Was er nicht für möglich hielt: dass der Silberpreis diese Marke noch einmal reißen würde.
Es kam anders. Der Silberpreis fiel weiter. Jahre der Durststrecke folgten. Viele Anleger verloren die Geduld. Sie verkauften – oft am Tiefpunkt.
Die entscheidende Lektion daraus:
- Nie auf Pump kaufen. Wer Edelmetalle auf Kredit erwirbt, kann sich Geduld nicht leisten
- Liquidität halten. Schulte betont die Wichtigkeit von Barreserven neben Gold und Silber
- Langfristig denken. Wer die Durststrecke durchgestanden hat, wird heute reichlich belohnt
- Sich Geduld finanziell leisten können. Das bedeutet: schuldenfreie Investments, keine Abhängigkeit von kurzfristigen Kursgewinnen
Heute, bei 58 Dollar, zeigt sich: Die Geduld hat sich ausgezahlt. Und Schulte ist überzeugt, dass in den kommenden Jahren „noch ganz andere Notierungen zu erwarten sind" – sowohl bei Gold als auch bei Silber.
Vermögen sichern: Warum physischer Besitz entscheidend ist
Ein Thema, das Schulte besonders am Herzen liegt, ist die physische Verwahrung außerhalb der EU. Er erinnert an das US-amerikanische Goldverbot von 1933: Amerikaner, die ihr Gold in der Schweiz gelagert hatten, mussten es nicht abgeben. Sie konnten frei darüber verfügen, während ihre Landsleute gezwungen waren, alles über fünf Unzen an den Staat zu übergeben.
Die Parallele zur heutigen Situation ist offensichtlich. Wer die Entwicklungen in Brüssel beobachtet – die zunehmende Regulierung, die Diskussionen über Vermögensregister, die schleichende Einschränkung des Bargeldverkehrs – der erkennt die Zeichen an der Wand.
- Die EU-Politiker „verstehen sich bestens im Verteilen von Geld, das sie selbst nicht erwirtschaftet haben"
- Deutschland als größter Nettozahler trägt die Hauptlast
- Die CO2-Politik belastet die Industrie überproportional
- Die Flucht nach vorn durch noch mehr Gelddrucken ist politisch der Weg des geringsten Widerstands
Umso wichtiger ist es, physisches Silber zu besitzen – nicht als Papierversprechen, nicht als ETF-Anteil, sondern als reales Metall, das man anfassen kann. Ob als klassische Anlagemünzen wie den Maple Leaf, den Wiener Philharmoniker oder den Krügerrand in Silber – entscheidend ist der physische Besitz.
Silber als Krisenvorsorge: Mehr als nur Wertanlage
In Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert und die politische Klasse zunehmend den Bezug zur Realität verliert, gewinnt Silber eine zusätzliche Dimension. Es ist nicht nur Wertanlage – es ist Krisenvorsorge im besten Sinne.
Das Silber-Tauschmittelpaket trägt diese Idee bereits im Namen. In einem Szenario, in dem das Vertrauen in Papiergeld schwindet – und die Geschichte zeigt, dass solche Szenarien keine Fantasie sind – wird physisches Silber zum universellen Tauschmittel. Kleine Stückelungen ermöglichen den Einsatz im Alltag, wo eine Goldunze schlicht zu wertvoll wäre.
Auch als Geschenk in Form eines 50g Silberherzens oder eines 100g Silberherzens lässt sich der Einstieg in die Welt der Edelmetalle für Angehörige und Freunde auf charmante Weise gestalten.
Die Silber-Rallye hat gerade erst begonnen
Wer die Entwicklung des Papiersilber-Marktes verfolgt, erkennt: Die Diskrepanz zwischen physischem und papiernem Silber wird immer offensichtlicher. Die Leerverkäufe der großen Händler gehen zurück. Die physische Nachfrage übersteigt das Angebot seit Jahren. Die oberirdischen Lager schrumpfen.
All das sind keine kurzfristigen Phänomene. Es sind strukturelle Verschiebungen, die sich über Jahre aufgebaut haben und nun mit zunehmender Geschwindigkeit entladen.
Was für weiter steigende Silberpreise spricht
- Angebots-Defizit: Die Silberproduktion kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten
- Industrielle Megatrends: Solarenergie, Elektromobilität, 5G und KI treiben den Verbrauch
- Geopolitische Aufrüstung: Militärische Nachfrage auf Rekordniveau
- Investmentnachfrage: Institutionelle Anleger entdecken Silber als untergewichtete Anlageklasse
- Gold-Silber-Ratio: Historisch betrachtet ist Silber im Verhältnis zu Gold immer noch deutlich unterbewertet
- Zentralbank-Politik: Die unvermeidliche Geldentwertung treibt Anleger in reale Werte
Beliebte Anlagemünzen wie der Känguru, die Britannia oder der American Eagle bieten dabei den Vorteil international anerkannter Prägungen mit hoher Liquidität.
Mut tut gut – auch bei der Geldanlage
Schulte schließt mit einem Appell, der weit über die Finanzwelt hinausreicht. „Mut tut gut", sagt er. Und meint damit nicht nur den Mut, gegen den Mainstream zu investieren. Er meint den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Den Mut, Verantwortung für das eigene Vermögen zu übernehmen, statt es blind dem System anzuvertrauen.
Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet voran. Die Staatsverschuldung explodiert weltweit. Die Zentralbanken haben den Geist aus der Flasche gelassen – und bekommen ihn nicht mehr zurück. In einem solchen Umfeld ist der Besitz von physischem Silber kein Luxus. Er ist eine Notwendigkeit.
Der Silberjunge hatte Recht. Die Frage ist: Haben Sie den Mut, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen?




