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Kettner NOW 17.03.2026 (19:35)
Kettner NOW (Live-Sendung) 17.03.2026: Nahost-Krieg, Ölkrise & Deutschlands Abstieg
Die Welt brennt – und das ist keine Metapher. Während im Nahen Osten Raketen auf Jerusalem niedergehen, iranische Drohnen Treibstofftanks in Dubai in Brand setzen und der modernste Flugzeugträger der US-Marine tagelang durch einen Bordbrand lahmgelegt wird, steht Deutschland vor einer Kaskade von Krisen, die sich gegenseitig verstärken. Krieg, Energiekrise, Deindustrialisierung, Schuldenexplosion – und mittendrin ein politisches Establishment, das die eigene Nationalflagge zum Extremismus-Symbol erklärt. Ein Lagebericht.
Nahost in Flammen: Wenn der Katastrophenfilm Realität wird
Was sich derzeit im Nahen Osten abspielt, hätte noch vor wenigen Monaten als undenkbar gegolten. Die USS Gerald R. Ford, das modernste und teuerste Kriegsschiff der Welt, wurde durch einen Wäscherei-Brand über 30 Stunden lang außer Gefecht gesetzt. 600 Besatzungsmitglieder verloren ihre Schlafplätze und campieren nun auf Böden und Tischen. Das Schiff befindet sich seit zehn Monaten im Dauereinsatz – die Erschöpfung der Truppe ist nicht mehr zu übersehen.
Ein Milliardenschiff, lahmgelegt durch einen Wäschereibrand. Das spricht Bände über den Zustand der westlichen Militärmaschinerie.
Gleichzeitig eskaliert der Konflikt zwischen Israel und dem Iran auf ein Niveau, das die gesamte Region in den Abgrund zu reißen droht:
- Massive israelische Luftangriffe auf Teheran und Beirut
- Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Rakete stürzen auf das griechisch-orthodoxe Patriarchat in Jerusalem – nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt
- Iran droht mit der totalen Zerstörung sämtlicher Öl- und Gasanlagen aller beteiligten Staaten
- Eine iranische Drohne setzt einen Treibstofftank am Flughafen Dubai in Brand
- Die Vereinigten Arabischen Emirate schließen ihren gesamten Luftraum
- Die Straße von Hormus – Nadelöhr für rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports – bleibt weitgehend blockiert
Rund 200 US-Soldaten wurden bisher verletzt, mindestens 13 sind gefallen. Im Libanon befinden sich über eine Million Menschen auf der Flucht. Und US-Präsident Trump hat sein Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi verschoben, weil er wegen des Irankrieges in den USA bleiben muss. Die geopolitischen Verwerfungen sind enorm.
Deutschland hat in diesem Krieg nichts verloren. Aber die Frage ist eine andere: Was hat Deutschland überhaupt noch zu bieten? Eine Bundeswehr, die kaum einsatzfähig ist. Eine Außenpolitik, die sich in moralischen Appellen erschöpft.
Bundeskanzler Merz hat klargestellt: Wir beteiligen uns nicht. Die USA und Israel hätten Deutschland vorher nicht gefragt. Man kann ihm in diesem Punkt sogar zustimmen. Doch die wirtschaftlichen Folgen dieses Konflikts werden auch uns mit voller Wucht treffen – ob wir wollen oder nicht.
Die unsichtbare Bedrohung: Vom Ölpreis zum leeren Teller
Steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten, wachsende Unsicherheit – all das trifft eine ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft ins Mark. Doch der Krieg bedroht nicht nur die Ölversorgung. Er bedroht etwas, woran die wenigsten denken: unsere Lebensmittel.
Der Zusammenhang ist erschreckend einfach und erschreckend bedrohlich zugleich:
- Erdgas ist der entscheidende Rohstoff für die Herstellung von Stickstoffdünger
- Ohne Dünger keine Ernte
- Ohne Ernte kein Brot
Analysten rechnen mit Ölpreisen von 380 bis 500 Dollar pro Barrel. Das treibt die Düngemittelkosten in die Höhe – und damit die Lebensmittelpreise. Ein Schneeballeffekt, der sich gewaschen hat.
Verschärft wird die Lage durch eine strukturelle Schwäche, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Kleine Familienbetriebe wurden zugunsten von Agrarkonzernen verdrängt. Das Sicherheitsnetz ist weg. Fällt ein Großkonzern aus, gibt es niemanden mehr, der einspringt. Und als wäre das nicht genug, drangsaliert Brüssel die Landwirtschaft mit immer neuen Klimaauflagen.
In Frankreich gibt es bereits Engpässe bei Grundnahrungsmitteln wie Eiern. Europa könnte vor der schlimmsten Nahrungsmittelkrise seit dem Zweiten Weltkrieg stehen – und die EU-Bürokratie bastelt an Klimazielen. Die Prioritäten könnten kaum weiter von der Realität entfernt sein.
Steinmeier und die Angst vor Schwarz-Rot-Gold
Was Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem aktuellen Gastbeitrag zum Besten gegeben hat, macht fassungslos. Er bezeichnete die Demokratie als bedroht – so weit, so erwartbar. Doch dann wird es grotesk.
Als Bedrohung nennt er ausgerechnet Menschen, die „Wir sind das Volk" rufen und schwarz-rot-goldene Fahnen schwenken. Die eigene Nationalflagge – ein Zeichen von Extremismus. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
In Frankreich schwenken Bürger aller politischen Richtungen die Trikolore. In Amerika hängt das Sternenbanner an jedem zweiten Haus. Nur in Deutschland ist das Zeigen der Landesfarben offenbar verdächtig.
Die Ironie könnte kaum bitterer sein: „Wir sind das Volk" – das war der Schlachtruf der friedlichen Revolution von 1989. Mutige DDR-Bürger haben diesen Ruf gegen ein autoritäres Regime erhoben, gegen Stasi-Überwachung und Mauerschützen. Und jetzt erklärt der Bundespräsident jeden zum Extremisten, der dieselben Worte benutzt.
Eröffnet wurde die Veranstaltung zum neuen „Tag der Demokratiegeschichte" übrigens von Bodo Ramelow – einem Mann, der 1999 der PDS beitrat, also der Nachfolgepartei der SED. Jener Partei, gegen die „Wir sind das Volk" überhaupt erst gerufen werden musste. Man kann sich das nicht ausdenken.
Das Sondervermögen: 500 Milliarden Euro kreative Buchführung
Erinnern Sie sich an das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen? Friedrich Merz hat es noch mit den alten Parlamentsmehrheiten im Eilverfahren durch den Bundestag gepeitscht. Für Investitionen, hieß es. Infrastruktur, Digitalisierung, Verteidigung – die Zukunft Deutschlands sollte damit gesichert werden.
Und jetzt? Eine Studie des Ifo-Instituts enthüllt die bittere Wahrheit:
- Bis zu 95 Prozent der Schulden flossen nicht in neue Investitionen
- Das Geld wurde benutzt, um klaffende Löcher im regulären Haushalt zu stopfen
- Je nach Berechnungsmethode sind die Investitionen unter dem Strich sogar gesunken
- Hunderte Milliarden an neuen Schulden – und trotzdem wird weniger investiert als vorher
Es wurden Schulden gemacht, um Haushaltslöcher zu stopfen. Die Investitionen sind unter dem Strich sogar gesunken.
In der Privatwirtschaft würde man das schlicht Bilanzfälschung nennen. Der Sachverständigenrat hat gewarnt. Der Bundesrechnungshof hat gewarnt. Die Bundesbank hat gewarnt. Alles ignoriert. Am Ende zahlt der Steuerzahler die Zeche – durch höhere Steuern, durch Inflation, durch schleichenden Wohlstandsverlust. Der hat längst begonnen.
Derweil streicht Bosch 22.000 Stellen. Die Deindustrialisierung Deutschlands nimmt weiter Fahrt auf. Und das Sondervermögen, das eigentlich gegensteuern sollte? Versickert in Haushaltslöchern. Eine Mogelpackung historischen Ausmaßes.
Deutschlands Gold: 1.600 Tonnen im Ausland – ein Sicherheitsrisiko?
Passend zur allgemeinen Krisenlage plant die AfD am Mittwoch einen Antrag im Bundestag: die vollständige Rückholung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland. Und die Zahlen sind beeindruckend – und beunruhigend zugleich.
Deutschland besitzt über 3.350 Tonnen Gold – den zweitgrößten staatlichen Goldschatz der Welt. Doch rund die Hälfte davon, über 1.600 Tonnen, lagert nach wie vor bei der US-Notenbank in New York und bei der Bank of England in London.
Das Argument der Antragsteller ist simpel und einleuchtend: In Krisenzeiten könnte der Zugriff auf dieses Gold durch Sanktionen blockiert werden. Man muss sich nur anschauen, was mit russischen und venezolanischen Vermögenswerten passiert ist. Was gestern Russland widerfuhr, könnte morgen theoretisch jedem Staat drohen.
SPD und Union winken ab. Das sei Panikmache, heißt es. Aber mal ehrlich:
- Wer sein Gold beim möglichen Gläubiger lagert, hat im Ernstfall keine Verhandlungsposition
- Die geopolitischen Spannungen nehmen zu, nicht ab
- Das Einfrieren von Staatsvermögen ist kein theoretisches Szenario mehr, sondern gelebte Praxis
- Auch China kauft seit 16 Monaten ununterbrochen Gold und lagert es ausschließlich im eigenen Land
Das ist kein Alarmismus. Das ist schlichter Menschenverstand. Was für Staaten gilt, gilt im Übrigen auch für Privatanleger: Physischer Besitz ist durch nichts zu ersetzen. Wer Goldbarren oder Goldmünzen im eigenen Zugriff hat, ist niemandem Rechenschaft schuldig.
Goldpreis bei 4.343 Euro: Die Jahresbilanz spricht für sich
Ein Blick auf die aktuellen Edelmetallkurse zeigt, warum immer mehr Menschen in physische Werte flüchten. Gold steht aktuell bei 4.343 Euro die Feinunze. Ja, es gab in den letzten Tagen eine kleine Korrektur – minus knapp 3 Prozent auf Wochensicht.
Aber schauen Sie sich die Jahresbilanz an:
- Gold: Plus 58 % in 12 Monaten
- Silber: 69,56 € die Feinunze – ein Plus von über 100 % auf Jahressicht
Silber hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt. Das ist eine Ansage, die man nicht ignorieren kann. Die aktuelle Verschnaufpause? Eine gesunde Korrektur. Wer langfristig denkt, weiß: In Zeiten von Krieg, Inflation und Schuldenexplosion bleibt physisches Gold und Silber der Anker der Vermögenssicherung.
Was treibt den Goldpreis?
Die Faktoren, die den Goldpreis auf immer neue Höhen treiben, sind vielfältig – und sie verstärken sich gegenseitig:
- Geopolitische Eskalation: Der Nahostkrieg, die Blockade der Straße von Hormus, die Unsicherheit an den Energiemärkten
- Zentralbank-Käufe: Chinas Zentralbank stockt ihre Reserven zum 16. Mal in Folge auf – und sie ist bei weitem nicht die einzige
- Vertrauensverlust: Das Sondervermögen-Debakel zeigt exemplarisch, wie wenig man sich auf staatliche Versprechen verlassen kann
- Inflationsdruck: Explodierende Energiepreise und steigende Lebensmittelkosten fressen die Kaufkraft des Euro auf
- Schuldenexplosion: Hunderte Milliarden neue Schulden, die nicht einmal in Investitionen fließen
Wer in dieser Lage noch nicht über physische Edelmetalle als Vermögensschutz nachgedacht hat, sollte es jetzt tun. Klassiker wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder der Känguru bieten weltweit anerkannte Liquidität und höchste Reinheit. Für den Einstieg eignet sich das Gold Starter-Set, für umfassendere Absicherung das Gold Krisenschutzpaket S oder das Gold Krisenschutzpaket M.
Die Lehre aus der Krise: Eigenverantwortung statt Staatsvertrauen
Was bleibt als Fazit dieses Tages? Die Welt gerät aus den Fugen. Der Nahe Osten versinkt im Chaos. Die Energieversorgung Europas steht auf der Kippe. Die Lebensmittelpreise drohen zu explodieren. Und die deutsche Politik? Erklärt die eigene Flagge zum Problem, verpulvert Hunderte Milliarden in Haushaltslöchern und weigert sich, das eigene Gold nach Hause zu holen.
Wer in diesen Zeiten noch darauf vertraut, dass der Staat schon für alles sorgen wird, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Eigenverantwortung ist das Gebot der Stunde. Finanzielle Unabhängigkeit. Physische Werte im eigenen Zugriff.
Gold hat jede Krise der Menschheitsgeschichte überdauert. Jede Währung, jedes Imperium, jede Inflation. Ob American Eagle, Britannia, China Panda oder Lunar-Serie – die Vielfalt an Anlagemünzen ist groß, und jede einzelne davon ist mehr als ein Stück Metall. Sie ist ein Stück Sicherheit in einer Welt, die immer unsicherer wird.
Wer größere Summen absichern möchte, findet im Gold Krisenschutzpaket XXL eine umfassende Lösung. Für den Einstieg bietet das Gold Starterpaket S einen soliden Grundstein.
Die Zeiten sind unruhig. Krieg im Nahen Osten, Deindustrialisierung daheim, ein Bundespräsident, der die eigene Flagge fürchtet, und ein Sondervermögen, das keines ist. Bleiben Sie wachsam. Bleiben Sie informiert. Und sorgen Sie vor.
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Kettner NOW 17.03.2026 (19:35)
