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Kettner NOW 13.02.2026 (33:26)
Kettner NOW (Live-Sendung) 13.02.2026: UBS sieht Gold bei 5.900 Dollar
Freitag, der 13. – ein Datum, das abergläubische Gemüter erschaudern lässt. Doch wer an diesem 13. Februar 2026 auf die Nachrichtenlage blickt, braucht keinen Aberglauben, um ins Grübeln zu kommen. Die Themen, die Deutschland und Europa bewegen, haben es in sich: Eine Großbank prognostiziert Gold bei fast 6.000 Dollar, die deutschen Gasspeicher sind so leer wie nie zuvor in dieser Jahreszeit, Mercedes-Benz kehrt dem Standort Deutschland zunehmend den Rücken – und die Politik? Die beschäftigt sich mit feministischer Außenpolitik und der Frage, ob der Klimawandel geschlechtsneutral ist.
UBS sieht Gold bei 5.900 Dollar – eine Prognose mit Sprengkraft
Die Nachricht, die Edelmetall-Anleger diese Woche elektrisiert hat, kommt aus Zürich. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Goldprognose deutlich angehoben und sieht den Preis für eine Feinunze bis Ende 2026 bei 5.900 US-Dollar. Das wäre ein Anstieg von rund 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau – und eine Bestätigung dessen, was viele Marktbeobachter seit Monaten betonen: Der Goldbullenmarkt ist noch lange nicht am Ende.
Die Treiber, die die UBS-Analysten identifizieren, sind keine Überraschung – aber in ihrer Kombination hochexplosiv:
- Sinkende Realzinsen weltweit, die Gold als zinslose Anlage attraktiver machen
- Massive Zentralbankkäufe, insbesondere aus China, Indien und den BRICS-Staaten
- Eine geopolitische Großwetterlage, die unsicherer ist als zu jedem Zeitpunkt seit dem Kalten Krieg
- Die fortschreitende Entdollarisierung des Welthandels
Und die aktuellen Zahlen untermauern diesen Trend eindrucksvoll. Gold notiert derzeit bei rund 4.200 Euro die Unze – ein Plus von fast 50 Prozent innerhalb von nur zwölf Monaten. Wer vor einem Jahr in Goldmünzen oder Goldbarren investiert hat, blickt auf eine Performance, von der Aktienanleger in diesem Zeitraum nur träumen konnten.
Silber: Der stille Outperformer
Noch beeindruckender ist die Entwicklung beim kleinen Bruder des Goldes. Silber hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt und notiert aktuell bei knapp 66 Euro die Unze. Ein Plus von über 100 Prozent in einem Jahr. Ja, es gab in den letzten Tagen eine Korrektur. Aber Korrekturen sind in einem Bullenmarkt normal – sie sind keine Trendwende, sondern Atempausen.
Wer jetzt seine Edelmetalle in Panik verkauft, der tauscht Substanz gegen Papiergeld. Und das ist selten eine gute Idee.
Ein faszinierendes Phänomen spielt sich derzeit in den USA ab: Nach der Kursrallye verkaufen dort massenhaft Menschen ihr altes Silberbesteck, Kronleuchter und Erbstücke. Die Raffinerien kommen kaum noch hinterher. Es ist ein klassisches Zeichen dafür, dass der Silberpreis im Bewusstsein der breiten Bevölkerung angekommen ist. Doch wer Familiensilber gegen Papierdollar tauscht, könnte diese Entscheidung in einigen Jahren bitter bereuen.
Für Anleger, die den Einstieg in Edelmetalle suchen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten – vom Gold Starter-Set für den Einstieg bis hin zu umfangreicheren Paketen wie dem Gold Krisenschutzpaket S oder dem Gold Krisenschutzpaket M.
Gasspeicher auf historischem Tiefstand – und das Ministerium erklärt alles für sicher
Während Gold glänzt, sieht es bei der deutschen Energieversorgung düster aus. Die Gasspeicher sind nur noch zu 25 Prozent gefüllt – ein historischer Tiefstand für Mitte Februar. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Füllstand noch bei fast 50 Prozent, also dem Doppelten.
Was sagt das Wirtschaftsministerium dazu? Die Versorgung sei sicher. Alles im Griff. Nur kennt dasselbe Ministerium weder die genauen Lieferverträge noch die Zahl der verfügbaren LNG-Tanker. Ein Ministerium, das die Lage nicht kennt, aber für sicher erklärt – das ist wie ein Kapitän auf See ohne Seekarte, und das mitten im Sturm.
Die Rechnung ist simpel und beunruhigend zugleich:
- Werden März und April nur zwei Grad kälter als üblich – keine Eiszeit, einfach ein kühlerer Frühling –
- könnten die Speicher rechnerisch auf null fallen
- Das sind keine Horrorszenarien, sondern Zahlen des Branchenverbands der Gaswirtschaft
Und als wäre das nicht genug, meldet sich ausgerechnet Patrick Graichen zurück – der ehemalige Staatssekretär unter Robert Habeck, der den Deutschen das Heizen mit Gas verbieten wollte. Sein neuester Vorschlag: Deutschland solle eine Gasreserve anlegen, aber nicht hierzulande, sondern in der Ukraine. Bezahlt natürlich von den deutschen Verbrauchern.
Vom Gasverbieter zum Gaslobbyisten – das kann man sich nicht ausdenken. Graichen sitzt mittlerweile im Aufsichtsrat des ukrainischen Stromnetzbetreibers. Das versteckt er in einer Fußnote ganz am Ende seines Textes.
Die Energiekrise ist nicht vorbei. Sie wurde lediglich mit Milliarden an Steuergeldern überdeckt. Und die Rechnung dafür wird noch kommen – in Form von höheren Energiepreisen, höherer Inflation und weiterem Kaufkraftverlust. Ein Grund mehr, warum immer mehr Menschen in physisches Gold als Inflationsschutz investieren.
Rente mit 70 – und darüber hinaus?
Unionsfraktionschef Jens Spahn hat diese Woche eine Debatte angestoßen, die jeden Bürger betrifft. Wer 100 Jahre alt werde, so Spahn, könne nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten. Die Rente mit 67 sei erst der Anfang.
Klingt auf den ersten Blick logisch. Nur erzählen die Zahlen eine völlig andere Geschichte. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Frauen bei 83 Jahren, bei Männern bei knapp 79. Und sie steigt pro Jahr um gerade einmal ein Zehntel. Rechnet man das hoch, dauert es noch über 150 Jahre, bis wir im Schnitt 100 Jahre alt werden. Von wegen hundertjährige Gesellschaft.
Trotzdem macht Spahn Druck. Eine eingesetzte Rentenkommission soll Vorschläge liefern, wie das Renteneintrittsalter weiter steigen kann. Gleichzeitig heißt es: Für neue Schulden zur Rentenfinanzierung gebe es keinen Spielraum.
Da stellt sich die berechtigte Frage:
- Für Panzer und Autobahnen gibt es ein 500-Milliarden-Sondervermögen
- Für die Rente der eigenen Bevölkerung ist kein Geld da
- Jahrzehnte verfehlter Familienpolitik haben das System an den Rand des Abgrunds geführt
- Ein aufgeblähter Sozialstaat frisst die Mittel, die eigentlich den Beitragszahlern zustehen
Die bittere Wahrheit: Wer seine Altersvorsorge allein dem Staat überlässt, spielt mit dem Feuer. Private Vorsorge ist keine Option mehr – sie ist eine Notwendigkeit. Und in Zeiten, in denen Papiergeld systematisch entwertet wird, gewinnen Sachwerte wie Wiener Philharmoniker, Maple Leaf oder Känguru-Goldmünzen als Baustein der Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung.
Mercedes kehrt Deutschland den Rücken – Deindustrialisierung in Echtzeit
Wenn selbst Mercedes-Benz sagt, Deutschland lohne sich nicht mehr, dann sollten bei der Politik sämtliche Alarmglocken schrillen. Der Nettogewinn des Stuttgarter Premiumherstellers hat sich halbiert. Seit dem Rekordjahr 2022 ist der Betriebsgewinn um 70 Prozent eingebrochen.
Und was macht der Konzern? Er verlagert die Produktion. 100.000 Fahrzeuge weniger werden künftig in Deutschland gebaut. Dafür wird das Werk in Ungarn verdoppelt. Vorstandschef Ola Källenius formuliert es mit diplomatischer Schärfe:
Es sei in allen Dimensionen attraktiver, in Osteuropa zu investieren.
In allen Dimensionen. Das heißt: niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie, geringere Steuerlast, flexiblere Arbeitsmärkte. Deutschland verliert in jedem einzelnen Punkt. Und Mercedes ist kein Einzelfall – es ist ein Symptom einer systematischen Deindustrialisierung, die sich vor unseren Augen vollzieht.
Die Ursachen sind bekannt:
- Höchste Energiekosten in der industrialisierten Welt
- Erdrückende Bürokratie und Regulierungswut
- Hunderte Milliarden an neuen Schulden für ideologische Projekte
- Ein Steuersystem, das Leistung bestraft statt belohnt
- Fachkräftemangel bei gleichzeitig unkontrollierter Zuwanderung in die Sozialsysteme
Wie bereits berichtet, zahlt die deutsche Wirtschaft die Zeche für eine Politik, die Wettbewerbsfähigkeit systematisch untergräbt. Wer sein Vermögen in einem solchen Umfeld schützen will, sollte über physische Goldbarren oder bewährte Anlagemünzen wie den American Eagle oder die Britannia nachdenken.
Trump streicht CO₂ als Gesundheitsgefahr – Europa schnürt sich weiter ein
Während Europa sich in immer engere Vorschriften schnürt, hat US-Präsident Donald Trump diese Woche einen echten Paukenschlag gelandet. CO₂ gilt in Amerika offiziell nicht mehr als Gesundheitsgefahr. Die sogenannte Gefährdungsfeststellung aus der Obama-Ära wurde für ungültig erklärt.
Das war das juristische Fundament für praktisch alle Klimaregulierungen der letzten 15 Jahre: Abgasstandards, Kraftwerksvorgaben, Grenzwerte – alles basierte darauf. Und jetzt? Alles weg. Mit einem einzigen Strich.
Der Kontrast zu Europa könnte kaum größer sein. Während Amerika seine Wirtschaft befreit, verankert Deutschland die Klimaneutralität im Grundgesetz und nimmt Hunderte Milliarden neuer Schulden auf. Die Frage, wer in zehn Jahren besser dastehen wird, beantwortet sich fast von selbst.
Die grüne Energiewende bekommt Risse
Passend dazu zeigen sich immer mehr Bruchstellen in der europäischen Energiewende. Der Energieriese RWE zieht sich komplett aus dem französischen Offshore-Windkraftgeschäft zurück. Alle Projekte eingestellt, 50 Arbeitsplätze gestrichen. Noch härter hat es den Karlsruher Versorger EnBW erwischt: Der Ausstieg aus britischen Windparks kostet eine Abschreibung von 1,2 Milliarden Euro.
Die unbequeme Wahrheit: Windkraft auf hoher See ist kein Selbstläufer. Ohne Milliardensubventionen geht da gar nichts. Und wenn die Politik den Kurs ändert – und das kann über Nacht passieren – bleiben nur Verluste. Bezahlt vom Steuerzahler.
Gold als Anker in stürmischen Zeiten
Was bleibt als Fazit dieses Freitags, des 13.? Die Rente wird unsicherer. Die Energieversorgung wackelt. Die Industrie wandert ab. Und die Politik beschäftigt sich mit feministischer Außenpolitik und geschlechtergerechten Einwanderungswegen.
In einem solchen Umfeld zeigt sich einmal mehr, warum Gold seit Jahrtausenden als sicherer Hafen gilt. Die UBS-Prognose von 5.900 Dollar mag ambitioniert klingen – aber wer hätte vor zwei Jahren geglaubt, dass Gold die 4.000-Dollar-Marke knacken würde?
Die Treiber des Goldpreises sind struktureller Natur und werden nicht über Nacht verschwinden:
- Zentralbanken kaufen Gold in Rekordmengen – selbst Krypto-Giganten wie Tether horten mittlerweile Gold wie ein Staat
- Die Staatsverschuldung weltweit erreicht immer neue Höchststände
- Geopolitische Spannungen von der Ukraine über den Nahen Osten bis Taiwan bleiben bestehen
- Die Entdollarisierung schreitet voran – Russland und China bauen alternative Finanzstrukturen auf
- Inflation bleibt trotz offizieller Zahlen ein schleichendes Gift für Sparer
Ob China Panda, Lunar-Serie oder das Gold Krisenschutzpaket XXL für größere Vermögen – die Möglichkeiten, sich mit physischem Edelmetall abzusichern, sind vielfältig. Entscheidend ist nicht das perfekte Timing, sondern dass man überhaupt handelt.
Denn eines lehrt die Geschichte mit absoluter Verlässlichkeit: Gold hat jede Währung, jedes Imperium und jede Krise überlebt. Papiergeld hingegen – ob Reichsmark, Lira oder eines Tages vielleicht der Euro – hat stets den gleichen Weg genommen: den Weg zur Null. Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht auf Politiker warten, die Probleme wegnuscheln. Sondern selbst handeln. Jetzt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Informieren Sie sich eigenständig und treffen Sie Ihre Entscheidungen auf Basis Ihrer persönlichen Situation.
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Kettner NOW 13.02.2026 (33:26)
