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Kettner NOW 09.03.2026 (18:39)
Kettner NOW (Live-Sendung) 09.03.2026: Ölpreis-Schock, Wahl-Debakel & BlackRock-Krise
Deutschland am 9. März 2026: Ein Land, das sich an einem einzigen Wochenende gleich an mehreren Fronten mit unbequemen Wahrheiten konfrontiert sieht. In Baden-Württemberg bestätigen die Wähler eine grün-schwarze Koalition, die der heimischen Industrie seit Jahren zusetzt. Der Ölpreis durchbricht die 100-Dollar-Marke und lässt die Konjunkturprognosen wie Kartenhäuser zusammenfallen. Und selbst BlackRock, der mächtigste Vermögensverwalter der Welt, muss seinen Anlegern erklären, warum sie nicht mehr an ihr eigenes Geld kommen. Es sind Tage wie diese, an denen sich zeigt, wer vorgesorgt hat – und wer den Versprechungen der Politik und der Finanzindustrie blind vertraut hat.
Baden-Württemberg: Das Stammland der CDU wählt seinen eigenen Niedergang
Was am gestrigen Sonntag in Stuttgart passiert ist, lässt sich nur als politisches Trauerspiel beschreiben. Das einstige Stammland der CDU – die Herzkammer der deutschen Automobilindustrie, die Heimat von Daimler, Bosch und Porsche – hat den Grünen erneut die Schlüssel zur Staatskanzlei überreicht. 31,7 Prozent für die Grünen, 30,3 Prozent für die CDU, und die AfD verdoppelt ihr Ergebnis auf knapp 18 Prozent.
Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Die Partei von Lothar Späth und Erwin Teufel, jene politische Kraft, die Baden-Württemberg über Jahrzehnte zu einem der wohlhabendsten Bundesländer Europas formte, kriecht erneut als Juniorpartner in eine grün-schwarze Koalition. Denn rechnerisch bleibt kaum eine Alternative. Grün-Rot-Rot geht nicht. Und eine Zusammenarbeit mit der AfD? Verweigert die CDU bekanntlich kategorisch.
Die sogenannte Brandmauer erweist sich einmal mehr als das eigentliche Gefängnis der Union. Zusammengenommen hätten CDU und AfD eine bequeme Mehrheit im Landtag – aber lieber regiert man mit den Grünen, die der Automobilindustrie den Garaus machen wollen.
Es ist, als würde ein Patient seinen Arzt ohrfeigen und dann den Quacksalber um eine zweite Dosis bitten. Und das in einem Land, in dem:
- Daimler massiv Stellen abbaut
- Zulieferer wie Mahle die Produktion ins Ausland verlagern
- Der Maschinenbau unter den Energiekosten ächzt
- Die Wähler genau jene Kräfte bestätigen, die für diese Misere verantwortlich sind
Das aufgeblähte Parlament: Wenn die CDU sich selbst ein Bein stellt
Besonders pikant ist die Ironie des neuen Wahlrechts. Durch Überhangmandate zieht die CDU im Landtag praktisch gleichauf mit den Grünen – beide Fraktionen kommen auf jeweils rund 56 Sitze. Der Landtag bläht sich auf 157 bis 161 Sitze auf. Ein parlamentarisches Monstrum, das den Steuerzahler künftig noch mehr kosten wird.
Und wer hat auf diese Wahlrechtsänderung gepocht? Ausgerechnet die CDU selbst. Nach der Schmach von 2021, als sowohl Landeschef Thomas Strobl als auch die damalige Spitzenkandidatin am Einzug in den Landtag scheiterten, wollte man auf Nummer sicher gehen. Jetzt steht Strobl bequem auf der Landesliste. Wie praktisch.
Die Quittung der Wähler ist dennoch eindeutig: 78 Prozent sagen, die CDU habe vor der Bundestagswahl viel versprochen und wenig gehalten. 54 Prozent zeigen sich entsetzt über die massive Schuldenaufnahme im Bund – das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen lässt grüßen. Eine halbe Billion Euro neue Schulden, die letztlich durch Inflation und Geldentwertung von jedem einzelnen Bürger bezahlt werden müssen.
Die SPD am Abgrund: 4 Prozent bei Arbeitern – ein historischer Tiefpunkt
Was der SPD in Baden-Württemberg widerfahren ist, verdient das Wort historisch – allerdings nicht im positiven Sinne. 5,4 Prozent. Eine glatte Halbierung gegenüber der letzten Wahl. Die Partei hat regelrecht um den Einzug in den Landtag gezittert.
Doch die wirklich erschütternde Zahl verbirgt sich in den Nachwahlbefragungen: Bei Arbeitern – also bei jener Gruppe, für die die SPD einst gegründet wurde – erreicht die Partei gerade einmal 4 Prozent. Stärkste Kraft bei Arbeitern? Die AfD mit 35 Prozent. August Bebel würde sich im Grabe umdrehen.
SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch, der im Wahlkampf vor allem durch seine berüchtigte „Pastetenpanne" auffiel – er ließ sich während eines Besuchs bei einer Tafel für Bedürftige teure Entenpastete aus Frankreich besorgen – trat zurück. Auf Instagram bedankte sich die SPD mit einem Herz-Smiley für die Wahlpleite. Man kann sich kaum ein treffenderes Sinnbild für den Zustand dieser Partei vorstellen.
Am Wahlabend in der Berliner Runde der ARD kam es dann noch zu einem denkwürdigen Schlagabtausch. AfD-Chefin Alice Weidel zerlegte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf regelrecht, als dieser sie mehrfach unterbrach. Ihre Antwort war eisig:
„Ich habe Ihnen die ganze Zeit zuhören müssen. Es wäre schön, wenn ich auch ausreden dürfte. Sie haben hier gerade mal knapp 5 Prozent eingefahren. Sie sind ja, glaube ich, von der SPD. Ich habe Sie irgendwie noch nie gesehen."
Ein Lichtblick für die AfD gab es in Mannheim. Dort holte die Partei mit Bernhard Peperl ihr einziges Direktmandat in ganz Baden-Württemberg – mit 22,3 Prozent der Erststimmen, nur hauchdünn vor CDU und Grünen. Zwischen den drei Kandidaten lagen am Ende gerade einmal 349 Stimmen. Dass ausgerechnet Mannheim an die AfD fällt – eine Stadt, die seit dem tödlichen Messerangriff auf einen Polizeibeamten im Juni 2024 zum Symbol für gescheiterte Migrationspolitik wurde – dürfte kein Zufall sein.
Ölpreis explodiert: Die Straße von Hormus als geopolitischer Brandherd
Während Deutschland über Koalitionsarithmetik debattiert, braut sich am Persischen Golf eine Krise zusammen, die das Potenzial hat, die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund zu reißen. Der Ölpreis hat die 100-Dollar-Marke nicht nur erreicht, sondern regelrecht pulverisiert. Am Sonntagabend lag US-Öl bei über 100 Dollar pro Fass – ein Anstieg von über 50 Prozent in nur einer Woche.
Der Grund: der Irankrieg. Die Straße von Hormus, jene strategische Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, ist praktisch gesperrt. Das iranische Militär kontrolliert die Passage.
US-Präsident Trump spielt das Ganze herunter. Auf seiner Plattform nannte er die explodierenden Preise einen „sehr kleinen Preis für Sicherheit und Frieden". Die Preise würden schnell wieder sinken, sobald das iranische Atomprogramm zerstört sei. Aber mal ehrlich – wer glaubt das?
Die Folgen für Deutschland: Konjunktur am seidenen Faden
Für die deutsche Wirtschaft könnten die Folgen verheerend sein. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Das Bundeswirtschaftsministerium warnt bereits vor einem massiven Konjunkturrückschlag
- Die Industrie hat ihre Produktion zu Jahresbeginn gedrosselt
- Der Auftragseingang brach im Januar um 11,1 Prozent ein
- Die Energiekosten, ohnehin auf Rekordniveau, drohen weiter zu steigen
Und die Antwort der westlichen Welt? Die G7 greifen zum letzten Notanker. Laut der Financial Times wollen die Finanzminister eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven beschließen. Die Rede ist von 300 bis 400 Millionen Barrel – das wäre bis zu ein Drittel der gesamten Notreserve.
Das ist kein behutsames Nachjustieren. Das ist ein verzweifelter Versuch, einen außer Kontrolle geratenen Markt mit brachialer Gewalt zu bändigen. Und wenn die strategischen Reserven aufgebraucht sind? Was dann?
Die Ironie der Sanktionspolitik
Und jetzt kommt die bittere Pointe: Washington erwägt sogar, die Sanktionen auf russisches Öl aufzuheben. Jahrelang hat man Russland sanktioniert, die Nord-Stream-Pipelines zerstören lassen, sich in die Abhängigkeit von amerikanischem Flüssiggas begeben. Und jetzt soll plötzlich russisches Öl die Märkte retten.
Man fragt sich wirklich, ob in den Regierungszentralen dieser Welt noch jemand strategisch denkt. Die geopolitischen Verwerfungen – vom Irankonflikt über die Pipeline-Poker zwischen Budapest und Kiew bis hin zu Chinas aggressiver Goldkaufstrategie – zeichnen das Bild einer Weltordnung im Umbruch.
BlackRock in der Klemme: Wenn der Gigant strauchelt
Als wären explodierende Ölpreise und politisches Versagen nicht genug, erreicht uns eine Nachricht, die das Vertrauen in das Finanzsystem weiter erschüttert. BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von über 10 Billionen Dollar, hat am Freitag die Auszahlungen aus einem seiner größten Kreditfonds begrenzt – einem Fonds mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar.
Der Grund ist so simpel wie beunruhigend: Immer mehr Anleger wollen ihr Geld zurück – und können es nicht bekommen. Diese Fonds erlauben Rücknahmen nur bis zu 5 Prozent pro Quartal. Was in ruhigen Zeiten als vernünftige Liquiditätssteuerung durchgeht, entpuppt sich in der Krise als Falle.
- Die BlackRock-Aktie sackte um 7 Prozent ab
- Andere Branchengrößen wie Apollo, KKR und Ares haben seit Jahresbeginn zwischen 25 und 30 Prozent verloren
- Das Vertrauen in alternative Anlageprodukte erodiert rapide
- Anleger erkennen: Papierversprechen sind in der Krise wertlos
Physisches Gold: Der ehrlichste Wertspeicher in Zeiten der Unsicherheit
Und genau hier zeigt sich der entscheidende Unterschied, der physisches Gold von nahezu jeder anderen Anlageform trennt. Wer Goldbarren oder Goldmünzen besitzt, hat sein Vermögen buchstäblich in der Hand. Keine Rücknahmebeschränkungen. Kein Fondsmanager, der entscheidet, wann man an sein Eigentum kommt. Kein Algorithmus, der den Zugang sperrt.
In Zeiten, in denen selbst die Giganten der Finanzbranche straucheln, ist diese physische Verfügbarkeit unbezahlbar. Gold ist seit Jahrtausenden der ehrlichste Wertspeicher der Welt. Kein Politiker kann es entwerten. Keine Zentralbank kann es beliebig vermehren. Und kein Krieg am Persischen Golf kann seinen inneren Wert zerstören – im Gegenteil.
Dass Chinas Zentralbank seit 16 Monaten ununterbrochen Gold kauft, ist kein Zufall. Peking versteht, was viele westliche Anleger erst langsam begreifen: In einer Welt der geopolitischen Verwerfungen, der explodierenden Staatsschulden und der wankenden Finanzsysteme gibt es nur wenige Anker, die wirklich halten.
Für Einsteiger und erfahrene Anleger
Wer den Einstieg in physische Edelmetalle sucht, findet verschiedene Möglichkeiten – vom Gold Starter-Set für den ersten Schritt bis hin zum Gold Krisenschutzpaket S für eine solide Grundabsicherung. Klassische Anlagemünzen wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder das Känguru bieten dabei den Vorteil weltweiter Bekanntheit und höchster Liquidität.
Für größere Vermögen stehen Optionen wie das Gold Krisenschutzpaket M oder das Gold Krisenschutzpaket XXL zur Verfügung. Auch Münzen wie der American Eagle, die Britannia, der China Panda oder die beliebte Lunar-Serie erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Das große Bild: Warum diese Woche ein Weckruf sein sollte
Treten wir einen Schritt zurück und betrachten das Gesamtbild. Was wir in dieser einen Woche erlebt haben, ist kein Zufall und keine Verkettung unglücklicher Umstände. Es ist das logische Ergebnis jahrzehntelanger politischer Fehlentscheidungen:
- Politisch: Eine Wählerschaft, die in Baden-Württemberg jene Kräfte bestätigt, die den Industriestandort systematisch schwächen
- Geopolitisch: Ein Ölpreis-Schock, der die Verwundbarkeit einer Wirtschaft offenlegt, die sich von stabilen Energiequellen abgeschnitten hat
- Fiskalisch: Ein 500-Milliarden-Sondervermögen, das nichts anderes ist als eine gigantische Schuldenaufnahme auf Kosten künftiger Generationen
- Finanziell: Ein Finanzsystem, in dem selbst der größte Vermögensverwalter der Welt seinen Anlegern den Zugang zum eigenen Geld verwehrt
All diese Entwicklungen haben eines gemeinsam: Sie untergraben das Vertrauen in Papierwerte, in politische Versprechen und in die Stabilität des bestehenden Systems. Und sie stärken die Position jener Anleger, die auf reale, physische Werte setzen.
Gold und Silber sind seit Jahrtausenden der ehrlichste Wertspeicher der Welt. Kein Politiker kann sie entwerten. Kein Fondsmanager kann den Zugang sperren.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die G7-Strategie der Reservefreigabe den Ölpreis beruhigen kann, ob die Finanzmärkte ihren Abwärtstrend fortsetzen und ob die politische Klasse in Deutschland endlich die Zeichen der Zeit erkennt. Eines aber steht fest: Wer in diesen turbulenten Zeiten auf Eigenverantwortung und finanzielle Unabhängigkeit setzt, wer sein Vermögen nicht allein in den Händen von Fondsmanagern und Politikern lässt, der wird auch diese Krise überstehen – so wie Gold jede Krise der Menschheitsgeschichte überstanden hat.
Bleiben Sie wachsam. Bleiben Sie informiert. Und schützen Sie, was Ihnen gehört.
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