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Antoninian Kaiser Gallienus (260-268 n. Chr. | Zeitalter der Reichskrise)

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  • Antikes Original: rund 1.760 Jahre alt
  • Strahlenkrone: und gepanzerte Büste
  • Von Hand geprägt: jedes Stück anders
Artikel-Nr: 2260654
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BeschreibungTechnische Daten
Antoninian Gallienus · Vorderseite

Original der Antike · Reichskrise und Soldatenkaiser

Antoninian GallienusRund 1.750 Jahre alt.

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Gallienus260 bis 268 n. Chr.
Durchmesser
20 mm
Gewicht
ca. 3,5 g

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Gallienus260 bis 268 n. Chr.
Durchmesser
20 mm
Gewicht
ca. 3,5 g
Antoninian Gallienus · Vorderseite
Antoninian Gallienus · Rückseite

Reichskrise und Soldatenkaiser · 235 bis 284 n. Chr.

Silber, das zu Bronze wurde.

In fünfzig Jahren beanspruchten mindestens 26 Männer den Kaisertitel. Gleichzeitig verfiel das Geld: Der Antoninian begann als Silbermünze, wohl im Wert von zwei Denaren, und endete als Bronzestück mit einem dünnen Silberhauch darüber. Wer eine Münze dieser Jahrzehnte in der Hand hält, hält eine Inflation in der Hand.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Das gelieferte Stück kann im Detail abweichen.

Im selben Maßstab

Denar, Antoninian, Follis und Solidus im selben Maßstab

Drei Größen heißen hier Follis: rund 27 mm in der Tetrarchie, 20 mm unter Konstantin und seinen Söhnen, 28 mm unter Justinian.

Tremissis Justinian I.TremissisJustinian I. 16 mm
Denar Septimius SeverusDenarSeptimius Severus ca. 18 mm
Antoninian GallienusAntoninianGallienus 20 mmdiese Seite
Follis Konstantin I.FollisKonstantin I. 20 mm
Solidus HerakliusSolidusHeraklius 20 mm
Umriss einer 1-Euro-Münze1 Eurozum Vergleich 23,25 mm
Großfollis DiocletianFollisDiocletian 27 mm
Follis Justinian I.FollisJustinian I. 28 mm

Einordnung

31 Originale aus rund 1.100 Jahren

Jedes Stück steht bei den Jahren seines Herrschers oder seines Typs. Hervorgehoben ist die Epoche dieses Stücks; wählen Sie eine andere, um ihre Originale zu sehen.

Reichskrise und Soldatenkaiser 235 bis 284 n. Chr. · 8 Originale

  • Antoninian Philippus I. Arabs · VorderseiteAntoninian Philippus I. Arabs244 bis 249 n. Chr.
  • Antoninian Philippus II. · VorderseiteAntoninian Philippus II.247 bis 249 n. Chr.
  • Antoninian Valerian I. · VorderseiteAntoninian Valerian I.253 bis 260 n. Chr.
  • Antoninian Valerian II. · VorderseiteAntoninian Valerian II.256 bis 258 n. Chr.
  • Antoninian Gallienus · VorderseiteAntoninian Gallienus260 bis 268 n. Chr.diese Seite
  • Antoninian Claudius II. Gothicus · VorderseiteAntoninian Claudius II. Gothicus268 bis 270 n. Chr.
  • Antoninian Aurelian · VorderseiteAntoninian Aurelian270 bis 275 n. Chr.
  • Antoninian Probus · VorderseiteAntoninian Probus276 bis 282 n. Chr.
Antoninian Gallienus · Vorderseite

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und schützt die Oberfläche. Wer sie wegpoliert, nimmt dem Stück diesen Schutz.

  1. Nur am Rand anfassenHautfett kann sich dauerhaft in die Oberfläche ätzen. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.
  2. Einzeln und trocken lagernLagern Sie jedes Stück einzeln an einem trockenen Ort, in einer Kapsel oder einem säurefreien Etui. PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.
  3. Kein Mittel, kein PutztuchKein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Laut dem Bank of Canada Museum hinterlässt fast jeder Putzversuch ohne Restaurator Schäden, meist durch Abrieb.
Antoninian Gallienus · Vorderseite

Vor rund 1.750 Jahren geprägt.

Gallienus und seine Welt sind lange vergangen. Das Stück ist geblieben, mit den Spuren seines Umlaufs.

Antoninian Kaiser Gallienus – geprägtes Zeugnis der römischen Reichskrise

Es gibt Münzen, die schön sind. Und es gibt Münzen, die etwas erzählen. Der Silber Antoninian des Kaisers Gallienus gehört zur zweiten Sorte. Dieses Original aus der römischen Kaiserzeit stammt aus einer Epoche, in der das Imperium an allen Grenzen brannte, Usurpatoren aus dem Boden schossen und das Geld selbst zum Spiegelbild der Krise wurde. Wer ein solches Stück in der Hand hält, hält antikes Silber, das vor rund 1.760 Jahren durch die Hände von Legionären, Händlern und Bürgern des Römischen Reiches wanderte.

Strahlenkrone, Panzerbüste, Perlkreis – das Motiv im Detail

Die Bildseite zeigt das nach rechts gewandte Brustbild des Kaisers: drapiert und kürassiert, das Haar in kurzen Locken, mit kräftigem Nasenrücken und knappem Bartansatz. Auffälligstes Merkmal ist die Strahlenkrone (Radiatkrone), deren spitze Strahlen nach hinten ausgreifen; die Bänder der Krone flattern im Nacken. Umlaufend steht in antiken Kapitalbuchstaben die Legende IMP GALLIENVS P F AVG – Imperator Gallienus Pius Felix Augustus. Ein Perlkreis rahmt das Porträt, stellenweise durch die leicht dezentrierte Prägung angeschnitten. Die Rückseiten fallen je nach Prägestätte und Emission unterschiedlich aus und zeigen typischerweise Gottheiten oder Personifikationen des römischen Kaiserreichs.

Der Schrötling ist unregelmäßig, nicht perfekt rund, mit unebenen Rändern und kleinen Ausbrüchen – genau so, wie es bei handgeprägten antiken Münzen sein muss. Helles Mattgrau bis Silberweiß trifft auf dunkle Patinareste in den Vertiefungen. Kein Makel, sondern Beweis: Diese Münze hat gelebt.

Die technischen Daten auf einen Blick

  • Nennwert: Antoninian (Antoninianus, Doppeldenar)

  • Edelmetall: Silber bzw. silberhaltige Legierung (Billon), Feinheit diverse

  • Rohgewicht: ca. 3,5 g

  • Feingewicht: ca. 1,5–2,1 g

  • Durchmesser: ca. 20 mm

  • Prägejahr / Hersteller: diverse, römische Kaiserzeit

  • Ursprungsland: Römisches Reich

  • Erhaltungsgrad: Umlaufware, bankenüblich

  • Verpackung: diverse

Gallienus: Kaiser im Zeitalter der Soldatenkaiser

Publius Licinius Egnatius Gallienus regierte ab 253 n. Chr. gemeinsam mit seinem Vater Valerian. Als Valerian 260 in sasanidische Gefangenschaft geriet – ein bis dahin undenkbarer Schock für Rom –, übernahm Gallienus die Alleinherrschaft bis zu seiner Ermordung im Jahr 268. Diese acht Jahre gelten als Höhepunkt der Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Der Usurpator Postumus rief das Gallische Sonderreich aus, germanische Verbände drückten gegen die Grenzen, im Osten wuchs Palmyra zur eigenen Macht heran. Gallienus, einer der gebildetsten Männer auf dem römischen Thron, reformierte Heer und Verwaltung – und prägte weiter, Jahr für Jahr, in enormen Stückzahlen.

Wenn der Staat kein Silber mehr hat, verdünnt er das Geld. Der Antoninian des Gallienus ist die Quittung dafür – und zugleich die Lektion, warum Menschen seit Jahrtausenden echtes Edelmetall halten.

Denn genau das macht diese Münze so lehrreich: Der Antoninian wurde um 214 n. Chr. unter Caracalla eingeführt, galt nominal zwei Denare, entsprach nach Silberfeingehalt aber von Anfang an nur rund anderthalb. Gewicht und Silbergehalt sanken über die Jahrzehnte immer weiter – ein antiker Lehrfilm über Geldentwertung, den man in Kupfer, Billon und Silber nachverfolgen kann.

Warum antike Silbermünzen ins Depot gehören

Antike Silbermünzen verbinden zwei Welten: den Sammlerreiz eines historischen Originals und den Sachwertcharakter eines Edelmetalls, das seit Jahrtausenden als Geld dient. Silber ist langlebig, behält seine physischen Eigenschaften über Jahrhunderte – dieses Stück beweist es eindrucksvoll – und besitzt durch seine industrielle Nachfrage in Elektronik, Solar- und Medizintechnik einen intrinsischen Wert, der von keiner Notenbank per Beschluss erzeugt oder gestrichen werden kann.

  • Steuerlicher Vorteil: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist von mindestens einem Jahr eingehalten wird.

  • Sachwert statt Versprechen: Anders als Fiat-Geld, das auf Vertrauen in Regierungen beruht, trägt Silber seinen Wert in sich.

  • Einstiegsfreundlich: Silber ist im Vergleich zu Gold meist erschwinglicher – ideal für den Aufbau einer Sammlung in kleinen Schritten.

  • Begrenztes Angebot: Antike Prägungen können nicht nachproduziert werden; jedes Exemplar, das verloren geht, fehlt dem Markt dauerhaft.

  • Werterhalt und Inflationsschutz: Edelmetalle sind seit jeher ein bewährtes Mittel zur Wertaufbewahrung über Generationen.

Im Vergleich: Antoninian, moderne Anlagemünze, Gedenkprägung

Eine moderne Anlagemünze punktet mit exaktem Feingewicht, hoher Feinheit und tagesaktueller Handelbarkeit – der Antoninian kann das naturgemäß nicht bieten, seine Feinheit schwankt, sein Schrötling ist unregelmäßig. Dafür spielt er in einer Liga, die keine Neuprägung erreicht: Alter, Seltenheitsgefühl und historische Aura. Gegenüber neuzeitlichen Gedenkmünzen aus Silber hat er den Vorteil, dass er kein Sammlerprodukt aus dem Katalog ist, sondern echtes Umlaufgeld eines Weltreichs. Wer beides kombiniert – standardisierte Anlageware für den Krisenschutz und historische Stücke für Freude und Faszination – baut eine Edelmetallsammlung mit Charakter auf.

Für Sammler antiker Numismatik, für Geschichtsinteressierte und für alle, die Vermögen greifbar über Generationen weitergeben möchten, ist dieser Antoninianus des Gallienus (253–268 n. Chr., Alleinherrschaft 260–268) ein besonders sprechendes Stück. Bitte beachten Sie: Es handelt sich um Umlaufware in bankenüblicher Erhaltung – Motiv, Prägejahr und Erscheinungsbild variieren von Exemplar zu Exemplar. Genau darin liegt der Reiz.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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