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Kettner Edelmetalle

CSD-Anschlag Berlin: Sicherheitspolitik und Migrationskritik

27.07.2026PodcastKettner EdelmetalleBegleittext KI-generiert

Es war ein Sommerabend wie viele andere. Musik, Fahnen, Tausende Menschen auf Berlins Straßen. Dann fuhr ein Lieferwagen in die Menge, der Fahrer stieg aus, griff zum Messer – und am Ende dieses Samstags war eine Mutter aus Polen tot, die mit ihrer Tochter zum Christopher Street Day nach Berlin gekommen war. Mehr als fünfzehn Schwerverletzte, drei von ihnen ringen um ihr Leben. Der Täter: ein polizeibekannter Islamist. Gefährderstatus. IS-Kontakte. Auf Bewährung, nach Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Man muss diesen letzten Satz zweimal lesen. Denn er enthält das ganze Drama eines Staates, der seine Feinde kennt, sie registriert, sie überwacht – und sie dann laufen lässt.

Ein Anschlag, der das Selbstbild einer Republik zertrümmert

Der österreichische Publizist Gerald Grosz, selbst homosexuell und seit Jahren einer der schärfsten Kritiker der europäischen Migrationspolitik, formuliert es im Gespräch mit Dominik Kettner in einer Härte, die man in deutschen Talkshows nicht mehr hört. Für ihn ist dieser Samstag nicht nur eine Tragödie. Er ist ein Wendepunkt.

„Es ist nicht nur das tragische Ende einer unschuldigen Frau gewesen – es ist das Ende eines Lügengebäudes."

Das Lügengebäude, von dem Grosz spricht, hat einen Namen: die Behauptung, wir lebten in einem freien, sicheren, offenen Europa. Und er führt vor, wie wenig von dieser Behauptung übrig ist, wenn man genau hinsieht.

Das Freilichtmuseum der Freiheit

Denn was ist eigentlich passiert in den letzten elf Jahren? Grosz zählt auf – und die Liste ist ernüchternd:

  • Weihnachtsmärkte, die von Betonpollern und Hunderten Polizisten gesichert werden müssen
  • Synagogen und Kirchen, die mit Maschinenpistolen bewacht werden
  • Großveranstaltungen, bei denen Tausende Beamte im Einsatz stehen – wie beim CSD in Berlin
  • Bahnhöfe und Innenstädte, die zu Angsträumen geworden sind, über die man besser nicht spricht

Grosz nennt das ein „Freilichtmuseum des ehemals freien und sicheren Europas". Ein Bild, das hängen bleibt. Wir dürfen die Fassade der Freiheit noch bewundern – aber wir leben nicht mehr darin. Wir leben, so seine bittere Pointe, faktisch in Gated Communities, abgesichert durch Betonsperren und Polizeiketten.

Und die zentrale Frage, die dieser Anschlag aufwirft, lautet: Wenn ein Staat Hunderttausende Beamte braucht, um ein Volksfest zu schützen – ist das dann noch Sicherheit? Oder ist es die Verwaltung eines Dauerzustands, den niemand mehr beenden will?

900 gewaltbereite Islamisten – allein in Berlin

Die Zahlen, die in diesem Zusammenhang genannt werden, sind nicht aus einem Verschwörungsforum. Sie stammen aus Sicherheitsbehörden. Laut Verfassungsschutz gibt es allein in Berlin rund 900 gewaltbereite Islamisten. Bundesweit spricht Grosz von rund 30.000 Personen im islamistischen Gefährder- und Umfeldbereich, von denen ein erheblicher Teil mit Steuergeld überwacht werden muss.

Das Erschütternde daran ist nicht die Zahl selbst. Es ist der Umstand, dass sie bekannt ist.

„Das Ganze ist bekannt, das ist dokumentiert, das ist geduldet. Der Staat weiß es. Er benennt es nicht – und er handelt nicht."

Grosz zieht daraus einen scharfen Schluss: Der Verfassungsschutz sei mittlerweile stärker damit beschäftigt, im Internet nach Beleidigungen von Politikern zu suchen und Hausdurchsuchungen bei Kritikern anzuordnen, als bekannte Gefährder aus dem Verkehr zu ziehen. Man sei „tolerant gegenüber den Intoleranten" und versuche, „Unintegrierbares zu integrieren".

Die bittere Ironie einer Bewegung

Besonders schmerzhaft ist für Grosz, dass es diesmal jene traf, die sich jahrelang am lautesten für offene Grenzen einsetzten. Er verweist auf eine Passage aus seinem eigenen Buch, in der er den Verfassungsschutz zitiert: Reaktionen aus dem salafistischen und dschihadistischen Spektrum belegten eine „strikte Ablehnung aller LGBTQ-Menschen". Geschrieben – und dafür öffentlich als Stichwortgeber für Rassisten diffamiert.

Der Islamismus, so seine Kernbotschaft, unterscheidet nicht zwischen Freund und Feind, nicht zwischen links und rechts, nicht zwischen progressiv und konservativ. Er unterscheidet nur zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Wer glaubt, sich durch politisches Wohlverhalten freikaufen zu können, hat das Wesen dieser Ideologie nicht verstanden.

Wenn der Kanzler die Kritiker zu Mittätern erklärt

Was diese Woche endgültig ins Groteske kippte, war die politische Reaktion. Bei der Trauerwache am Brandenburger Tor wünschte sich eine Rednerin öffentlich, der Täter hätte doch bitte ein „christlicher weißer Mann" sein sollen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner führte lachend und feixend durch das Gedenken – wenige Stunden nach dem Anschlag. Und Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, „dumme Redensarten" hätten den Anschlag ermöglicht.

Übersetzt heißt das: Nicht der bekannte Gefährder auf Bewährung ist das Problem. Sondern jene, die vor ihm gewarnt haben.

„Friedrich Merz steht quasi am offenen Grab und ist nicht einmal imstande, die wahren Täter zu benennen. Er ist ein politischer Grabredner und kein politischer Anführer."

Grosz' Urteil über den Kanzler ist vernichtend – und es speist sich aus einer einfachen Beobachtung: Merz hatte vor der Wahl Abschiebungen, Recht und Ordnung, eine Wende in der Migrationspolitik versprochen. Geliefert wurde: Kontinuität. Und wenn die Realität dieses Versprechen widerlegt, wird der Fokus auf die Sprache verschoben. Ein rhetorisches Manöver, das Grosz als „Umkehrung der wahren Gründe" bezeichnet.

Die politische Tektonik verschiebt sich – überall in Europa

Wer nun glaubt, die Bevölkerung nehme das schweigend hin, verkennt die Dynamik. Grosz verweist auf die Umfragen:

  • Deutschland: die AfD bei rund 30 Prozent – die Union bei etwa 20
  • Österreich: die FPÖ bei rund 38 Prozent
  • Frankreich: das Lager um Bardella und Le Pen bei rund 40 Prozent

Man mag diese Zahlen begrüßen oder fürchten – ignorieren kann man sie nicht. Sie sind der messbare Ausdruck eines Vertrauensverlusts, der historische Dimensionen erreicht hat. Grosz formuliert es lakonisch:

„Der Krug ist so oft zum Brunnen gegangen, bis er bricht. Er ist gebrochen."

Und er wagt eine steile Prognose: Friedrich Merz werde im September nicht mehr Bundeskanzler sein. Sein kommendes Buch „Ausgemerzt – Das Ende der Scheinkonservativen", angekündigt für den 24. August, versteht er als Nachruf.

Der zweite Riss: Wenn der Staat auch finanziell nicht mehr schützt

Und hier wird das Thema für Anleger relevant. Denn ein Staat, der seine Kernaufgabe – den Schutz von Leib und Leben – nicht mehr erfüllt, erfüllt in der Regel auch seine zweite Kernaufgabe nicht: den Schutz des Eigentums seiner Bürger.

Die Parallelen sind frappierend. In beiden Fällen gilt dasselbe Muster:

  1. Das Problem ist bekannt – und dokumentiert.
  2. Es wird nicht benannt – aus ideologischen Gründen.
  3. Wer es benennt, wird diffamiert.
  4. Gehandelt wird nicht – bis die Rechnung präsentiert wird.

Bei der Sicherheit heißt die Rechnung: Tote und Verletzte. Bei den Staatsfinanzen heißt sie: schleichende Enteignung.

Die Zahlen, über die niemand gern spricht

Die Fakten liegen offen auf dem Tisch, und sie sind unbequem:

  • Der deutsche Staat kassiert nach Berechnungen von Kritikern inzwischen rund 52 Prozent an Steuern und Abgaben – mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung fließt durch staatliche Hände.
  • Für das kommende Jahr steht eine Neuverschuldung im Bereich von 200 Milliarden Euro im Raum.
  • Die Zinslast auf diesen Schuldenberg wächst – und irgendwann konkurriert sie direkt mit Renten, Infrastruktur und innerer Sicherheit.
  • Die Automobilindustrie stottert: Gewinnwarnungen bei Audi und im Volkswagen-Konzern, während der European Green Deal weiter Kosten auftürmt.
  • Gleichzeitig: neue Steuern, Rentenkürzungen, Abgabenerhöhungen – bei denen, die diese Politik nie zu verantworten hatten.

Grosz nennt das die „stille Enteignung". Sie kommt nicht mit dem Polizeisiegel an der Tür. Sie kommt in Prozentpunkten. In Kaufkraftverlust. In der Differenz zwischen dem, was auf dem Konto steht, und dem, was man dafür noch bekommt.

Warum Gold in dieser Lage kein Nebenthema ist

Es gibt eine Konstante in der Geschichte des Geldes: Papierversprechen sterben, Gold nicht. Keine Währung der Menschheitsgeschichte hat es geschafft, dauerhaft neben dem physischen Edelmetall zu bestehen. Alle Versuche, Vertrauen per Gesetz zu verordnen, sind gescheitert – manche laut, die meisten leise.

Wer sich anschaut, wie sich der Markt derzeit verhält, sieht diese Logik am Werk. Der Preis kämpft, konsolidiert – und hält. Wir haben das zuletzt ausführlich beschrieben: Gold zittert um die 4.000er-Marke – doch die Bodenbildung hält stand. Und wer verstehen will, wie tief die Verflechtung zwischen Staatsschulden, Energiepreisen und Edelmetallen reicht, findet die Zusammenhänge hier: Das goldene Dreieck: Warum Öl, Gold und US-Anleihen ein unheilvolles Schicksal teilen.

Bemerkenswert ist dabei, dass selbst Regierungen wieder anfangen, in diese Richtung zu denken. Die Debatte über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zu goldnahen Standards wäre vor zehn Jahren als Spinnerei abgetan worden. Heute wird sie in Washington ernsthaft diskutiert. Während man in Europa lieber Präsidenten auf Münzen prägt – ein Vorgang, den wir unter dem Titel „Wenn Papiergeld sich selbst inszeniert – und Gold einfach glänzt" kommentiert haben.

Eigenverantwortung ist keine Pose, sondern Notwendigkeit

Der rote Faden dieses Gesprächs lautet: Verlassen Sie sich nicht auf einen Staat, der Sie nicht einmal auf offener Straße schützen kann. Nicht bei Ihrer Sicherheit. Und schon gar nicht bei Ihrem Vermögen.

Wer daraus praktische Konsequenzen zieht, beginnt in der Regel klein und baut systematisch auf. Physisches Gold lässt sich heute in nahezu jeder Größenordnung erwerben:

Wer breiter streuen möchte, findet im Bereich Goldmünzen die gesamte Bandbreite der weltweit gehandelten Anlagemünzen: den Maple Leaf aus Kanada, den Wiener Philharmoniker aus Österreich, die Lunar-Serie und das Känguru aus Australien, den American Eagle, die britische Britannia sowie den China Panda. Wer stattdessen auf möglichst niedrige Prägekosten setzt, ist bei Goldbarren richtig.

Am 29. Juli: Die Bestandsaufnahme

Wie tief die Krise wirklich reicht – gesellschaftlich und wirtschaftlich – wird am Mittwoch, 29. Juli, um 19 Uhr in einem Großwebinar von Kettner Edelmetalle diskutiert. Mit dabei: Gerald Grosz, Marc Friedrich, Peter Hahne, Tim Kellner, Kai Gottschalk und Philip Hopf. Die Anmeldezahlen bewegen sich nach Veranstalterangaben auf die 100.000er-Marke zu – ein Rekord, der selbst mehr über den Zustand dieses Landes aussagt als jede Regierungserklärung.

Denn wenn Zehntausende Bürger an einem Mittwochabend zuhören wollen, wie sie ihr Vermögen vor dem eigenen Staat schützen, dann ist das kein Nischeninteresse mehr. Dann ist das ein Misstrauensvotum.

Fazit: Zwei Rechnungen, ein Absender

Der Anschlag von Berlin hat auf brutale Weise offengelegt, dass die Sicherheitsversprechen dieses Staates nicht mehr gedeckt sind. Genau wie seine Geldversprechen. In beiden Fällen wurde jahrelang beschwichtigt, umbenannt, weggeschaut. In beiden Fällen wurden die Warner zu Nestbeschmutzern erklärt.

Grosz' Schlusswort ist eine Erinnerung an das Fundament, auf dem alles steht:

„Freiheit, Wohlstand, Sicherheit, Vielfalt – das ist nur möglich, wenn es in einem Rechtsrahmen stattfindet. Größtmögliche Sicherheit nach außen und größtmögliche Freiheit nach innen."

Man muss seine politischen Schlussfolgerungen nicht in jedem Punkt teilen, um die Diagnose ernst zu nehmen. Wo der Rechtsrahmen erodiert, erodiert alles andere mit – die persönliche Sicherheit, das Vertrauen, die Währung.

Was bleibt, ist die eigene Vorsorge. Nicht als Panikreaktion, sondern als kühle Konsequenz. Gold ist keine Wette auf den Untergang. Es ist die Weigerung, sich auf Versprechen zu verlassen, die schon einmal gebrochen wurden. Und diese Weigerung hat in der Geschichte noch jeden Bürger klüger gemacht als das Vertrauen in jene, die am offenen Grab reden – und danach zur Tagesordnung übergehen.

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