Friedrich Merz: Der größte Blender der Nachkriegsgeschichte
Es gibt Momente, in denen die politische Rhetorik ihre Maske fallen lässt und der nackte Kern zutage tritt. Für den österreichischen Publizisten Gerald Grosz ist dieser Moment längst gekommen. Sein neues Buch trägt den unmissverständlichen Titel „Ausgemerzt – Das Ende der Scheinkonservativen“. Und der Titel ist Programm. Es ist der dritte Streich einer Trilogie, die schonungslos dokumentiert, wie eine einstige Industrienation Schritt für Schritt an den Abgrund geführt wird.
Was Grosz mit spitzer Feder und gnadenloser Präzision beschreibt, betrifft uns alle. Denn es geht nicht um abstrakte Politik in fernen Regierungsvierteln. Es geht um Ihr Geld, Ihre Freiheit und Ihre Zukunft. Und genau deshalb lohnt es sich, diese Analyse ernst zu nehmen – gerade dann, wenn man verstehen will, warum physisches Gold in solchen Zeiten wichtiger wird denn je.
Der größte Blender der Nachkriegsgeschichte
Die zentrale These ist provokant. Friedrich Merz, so Grosz, sei nicht einfach ein enttäuschender Kanzler. Er sei der Prototyp des Verrats, das Rollenbild der Heuchelei schlechthin.
„Warum ist Friedrich Merz der größte Blender der deutschen Nachkriegsgeschichte? Weil er exakt das Gegenteil von dem tut, was er angekündigt hat.“
Der Vorwurf wiegt schwer. Und er ist gut begründet. Erinnern wir uns: Merz zog vor eineinhalb Jahren gemeinsam mit Markus Söder durch die Bierzelte. Er versprach eine Rückkehr zum bürgerlichen Konservatismus. Er wollte mit dem Erbe Angela Merkels aufräumen. Er wollte die Migrationspolitik ändern, die Deindustrialisierung stoppen, die ausufernde Bürokratie zurückdrängen.
Passiert ist – das Gegenteil.
Ein Bruch mit jedem einzelnen Versprechen
Grosz zählt die gebrochenen Zusagen wie eine Anklageschrift auf. Und die Liste ist lang:
- Die Asylobergrenze, vor der Wahl noch per Entschließungsantrag mit der AfD beschlossen, verschwand nach der Wahl im Nirwana der Koalitionsrealität.
- Die Schuldenbremse, vor der Wahl als unantastbar deklariert, wurde mit über 1.000 Milliarden Euro neuer Schulden pulverisiert.
- Der versprochene Kampf gegen die ideologischen Auswüchse blieb aus.
- Die Deindustrialisierung läuft ungebremst weiter.
- Ein erheblicher Teil des sogenannten Sondervermögens fließt in die Ukraine statt in marode Brücken und Schulen.
Besonders bissig ist die Metapher zur Schuldenpolitik. Grosz, selbst Unternehmer, fragt sinngemäß: Welcher Steuerberater würde jemals Schulden als Eigenkapital ausweisen? Genau das aber tut die Politik, wenn sie astronomische Verschuldung als „Sondervermögen“ verkauft. Ein sprachlicher Taschenspielertrick, der die Geldentwertung nur beschleunigt.
Rechts blinken, links abbiegen
Der Begriff, der die Strategie am besten beschreibt, lautet: rechts blinken, links abbiegen. Und Grosz führt das historisch weit zurück. Bereits im Jahr 2004 trat Angela Merkel als vermeintlich konservative Frontfrau an – und rückte die Union über Jahre unaufhaltsam nach links.
„Sie hat aus einst konservativen Menschen, die in der Mitte und im bürgerlich-rechten Spektrum vertreten waren, Rechtsextreme gemacht – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung.“
Das Ergebnis? Millionen Bürger werden politisch heimatlos. Wer konservativ denkt, wirtschaftsliberal handelt und gleichzeitig soziale Verantwortung fühlt, findet keine Partei mehr, die ihn wirklich vertritt. Die einstigen Volksparteien sind laut Grosz zu „reinen Beutegemeinschaften für Karrieristen und Opportunisten“ verkommen.
Der Niedergang in Zahlen
Die Wählerwanderung spricht eine deutliche Sprache. Grosz zeichnet ein europäisches Panorama:
- In Italien existieren die klassischen Christdemokraten gar nicht mehr – Meloni und Salvini haben ihr Erbe angetreten.
- In Österreich dümpeln die selbsternannten Christdemokraten bei 18 bis 20 Prozent, während die neuen Konservativen bei 38 Prozent liegen.
- In Deutschland steht die AfD in Umfragen bei 28 bis 30 Prozent, in Sachsen-Anhalt sogar bei bis zu 45 Prozent – die Union hingegen stottert bei 20 Prozent.
Die Union, so das vernichtende Urteil, sei kein Opfer der AfD, sondern begehe politischen Suizid. „Die AfD ist nur das Symptom der Selbstzerstörung der Union aufgrund ihrer eigenen Wertelosigkeit.“
Die Chatkontrolle – ein doppelter Verrat
Ein besonders alarmierendes Kapitel widmet sich der Chatkontrolle, die im dritten Anlauf durch das EU-Parlament gepeitscht wurde. Für Grosz handelt es sich um einen doppelten Verrat.
Der erste Verrat ist der an der Demokratie selbst. Wer ein Parlament so oft abstimmen lässt, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt, betreibt keine Demokratie mehr, sondern – in seinen Worten – eine „Bestell-Autokratie“.
„Was ist denn das große Kapital von Europa noch? Industrie? Nein, die haben wir kaputtgemacht. Das einzige Exportgut, das Europa noch hat, ist Moral mit dem erhobenen Zeigefinger.“
Der zweite Verrat ist der Inhalt selbst. Unter dem Vorwand des Kinderschutzes wird die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt. Und hier zeigt sich ein Muster, das aufmerksame Beobachter längst kennen. Grosz beschreibt es als ewig gleiches Spiel:
- Ein Problem wird kreiert oder künstlich vergrößert.
- Das Problem wird als existenzielle Bedrohung dargestellt.
- Die Einschränkung der Freiheit wird als alternativlose Lösung präsentiert.
Von Corona über die Klimadebatte bis zur Chatkontrolle – überall dasselbe Prinzip. Und genau hier schlägt Grosz die Brücke zu einem Thema, das Anleger direkt betrifft: der digitale Euro.
Vom Bankgeheimnis zum gläsernen Bürger
Was mit dem Fall des österreichischen Bankgeheimnisses begann – angeblich um Steuersünder zu jagen – setzt sich beim digitalen Euro fort. Der Schutz der Privatsphäre, ein Kernwert europäischer Zivilisation, wird Schritt für Schritt demontiert.
Ein programmierbares, digitales Zentralbankgeld würde dem Staat den Blick in jede einzelne Transaktion ermöglichen. Wer verstanden hat, wohin diese Reise geht, sucht nach Werten, die sich der totalen Kontrolle entziehen. Genau deshalb setzen immer mehr Menschen auf physische Werte, die man in der Hand halten kann – von der klassischen Goldmünze bis zum handlichen Goldbarren.
Gold kennt keine Chatkontrolle. Gold lässt sich nicht per Knopfdruck einfrieren. Und es ist kein Zufall, dass gerade Zentralbanken weltweit ihre Bestände aufstocken. Wie Peking mit echtem Gold das westliche Papiergeld-Kartell aushebelt, zeigt eindrücklich, dass die großen Player die Zeichen der Zeit längst erkannt haben.
VW und das bittere Ende der Industrienation
Die vielleicht düsterste Prognose betrifft die deutsche Wirtschaft. VW will bis zu 140.000 Jobs streichen und mehrere Werke schließen. Grosz sieht darin nicht das Ende, sondern erst den Anfang.
„Die traurige Nachricht ist: Deutschland steht am Ende, wobei das ganz bittere Ende noch kommt. Das bildet sich in den nächsten zwei, drei Jahren ab.“
Er identifiziert ein Bündel fataler Fehlentscheidungen, die sich zeitlich addierten und die Automobilindustrie in den Abgrund rissen:
- Der Atomausstieg nach Fukushima – Deutschland zerstörte seine energetische Autarkie und begab sich in totale Abhängigkeit.
- Der Green Deal – für Grosz der eigentliche Todesstoß, weil er dem Verbrenner den Stecker zog, obwohl Europa bei der E-Mobilität hoffnungslos hinterherhinkt.
- Der Wirtschaftskrieg gegen Russland ab 2022 – die Selbstkastration bei der günstigen Energie.
Das Ergebnis: leere Auftragsbücher, technologischer Rückstand gegenüber China, eine Zulieferindustrie, die in Österreich gleich mit untergeht. „Deutschland verreckt, und wir verrecken mit“, formuliert Grosz drastisch.
Wer die parallele Entwicklung am Immobilienmarkt verfolgt, erkennt dasselbe Muster des Niedergangs. Nicht umsonst zerbröselt gerade der Traum vom Betongold, während die Zwangsversteigerungen in die Höhe schnellen. In einer Zeit, in der ganze Anlageklassen wanken, gewinnt das echte, physische Edelmetall an Bedeutung.
Das finanzpolitische Hütchenspiel
Besonders entlarvend ist Grosz’ Analyse des angekündigten Entlastungspakets. Mickrige 600 Euro Entlastung – während gleichzeitig Mehrwertsteuern und Abgaben an allen Ecken steigen.
„Es nennt sich finanzpolitisches Hütchenspiel. Man zieht aus einer Tasche und steckt es in die andere. In der einen Tasche betätigt man sich als Steuervogt, und mit demselben Geld erklärt man dann die Großzügigkeit des Staates.“
Dabei gäbe es echtes Sparpotenzial. Grosz benennt zwei gewaltige Posten:
- Die überbordende Bürokratie, die Volksvermögen verbrennt und den Mittelstand erdrosselt.
- Die Migrationskosten von rund 50 Milliarden Euro jährlich, die durch konsequente Rückführungen erheblich gesenkt werden könnten.
Stattdessen plant man den Generalangriff auf die Rentner, kürzt das Elterngeld und schickt Milliarden ins Ausland. Wer bei dieser Politik noch auf die Kaufkraft des Euro vertraut, ignoriert die historische Lektion: Papierwährungen kommen und gehen, doch Gold hat als älteste Währung der Menschheit jede einzelne von ihnen überlebt.
Gold als Antwort auf die Zeitenwende
Wenn die politische und wirtschaftliche Ordnung ins Wanken gerät, wenn Freiheit und finanzielle Sicherheit gleichermaßen bedroht sind, dann stellt sich für jeden Anleger die entscheidende Frage: Wie schütze ich mein Vermögen?
Die Antwort ist so alt wie zeitlos. Physisches Edelmetall entzieht sich staatlichem Zugriff, Inflation und digitaler Überwachung. Für Einsteiger eignen sich bereits kleine Stückelungen wie der 0,1g Goldbarren von Heimerle und Meule oder die beliebte 1g Gold Maple Leaf. Wer klassische Anlagemünzen bevorzugt, findet mit dem Krügerrand 2026 einen der bekanntesten Vertreter überhaupt.
Die Auswahl an weltweit anerkannten Anlagemünzen ist enorm. Zu den Klassikern zählen:
- Der Wiener Philharmoniker – die europäische Ikone unter den Goldmünzen
- Der Maple Leaf aus Kanada mit höchster Reinheit
- Der American Eagle und die Britannia
- Die aufstrebende Lunar-Serie und das australische Känguru
- Der begehrte China Panda mit jährlich wechselndem Motiv
Wer patriotische Sammlerstücke schätzt, findet mit dem 0,5g Gold Deutscher Adler 2026 oder der exklusiven Gold Mark 2026 in Polierter Platte besondere Raritäten.
Warum jetzt die Weichen gestellt werden
Die geopolitischen Verschiebungen beschleunigen sich. Nicht nur China setzt auf Gold – auch afrikanische Rohstoffnationen erwachen. Wie Guinea den Abfluss seines Goldes stoppt, ist Teil einer weltweiten Neubewertung des Edelmetalls. Und selbst in Washington wird über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard diskutiert – ein Signal, das kein Anleger überhören sollte.
Antifaschismus mit Öffnungszeiten
Mit beißendem Sarkasmus kommentiert Grosz die Ereignisse rund um den AfD-Parteitag in Erfurt. Dort scheiterte der Versuch, die Veranstaltung durch Blockaden zu verhindern – schlicht, weil die Delegierten früher aufstanden.
„Der deutsche Antifaschismus ist offenbar ein fleißiger Beamter, der um 8 Uhr einsticht und um 16 Uhr aussticht.“
Doch hinter dem Spott verbirgt sich eine ernste Warnung. Grosz zitiert das berühmte Diktum, wonach der wiederkehrende Faschismus nicht sagen werde „Ich bin der Faschismus“, sondern „Ich bin der Antifaschismus“. Wenn Gewalt und die Unterdrückung anderer Meinungen zum Mittel der Wahl werden, wenn sogar die Pressefreiheit mit Füßen getreten wird, dann steht die Demokratie tatsächlich am Abgrund – bedroht ausgerechnet von jenen, die sie zu verteidigen vorgeben.
Die Botschaft: Ihr Leben liegt in Ihren Händen
Am Ende steht keine Resignation, sondern ein Appell an die Eigenverantwortung. Grosz erinnert daran, dass die politische und wirtschaftliche Lage kein göttliches Schicksal ist, sondern das Ergebnis eigener Entscheidungen.
„Peter Ustinov sagte einst: Unser Leben ist in guten Händen – in unseren eigenen.“
Wer etwas ändern will, muss Abstand nehmen von jenen, die ihn bei Wahlen belügen. Und wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht auf die Zusagen von Politikern vertrauen, die ihre eigenen Versprechen als Erste brechen. Die Courage, so Grosz, dürfe uns weder in der Wahlurne noch bei der Absicherung unserer Finanzen verlassen.
Finanzielle Unabhängigkeit beginnt mit der bewussten Entscheidung, sich vom Papiergeld-System ein Stück weit zu emanzipieren. Physisches Gold ist dabei kein spekulatives Abenteuer, sondern ein jahrtausendealter Anker der Stabilität. In einer Welt, in der Staaten übergriffiger, Währungen fragiler und Freiheiten kleiner werden, ist das ein Argument, das schwerer wiegt als jede politische Rhetorik.
Das vollständige Gespräch mit Gerald Grosz – scharfzüngig, klar und ungeschönt – finden Sie im eingebetteten Video. Es ist eine Pflichtlektüre für alle, die verstehen wollen, warum die kommenden zwei bis drei Jahre über weit mehr entscheiden als über die nächste Bundestagswahl.
Weitere Podcasts

Nikolai Binner: Wie Cancel Culture Comedians zum Schweigen bringt
12.07.2026

Steuererhöhungen: Regierung greift in alle Taschen
12.07.2026

Kettner & Hopf: Chatkontrolle und der Überwachungsstaat
09.07.2026

Peter Hahne kritisiert politische Elite – Systemkrise und Geldanlage
08.07.2026
