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Keltische Tetradrachme Perlendiadem und Pferd der Epona (ca. 2-1 Jhd. v. Chr. | Ost-Noricum)

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  • Echte Antike: nie mehr nachprägbar
  • Keltische Kunst: fast modern im Stil
  • Mit Zertifikat: im Etui geliefert
Artikel-Nr: 22610049
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BeschreibungTechnische Daten
Tetradrachme der Taurisker · Vorderseite

Original der Antike · Keltische Stämme

Tetradrachme der TauriskerRund 2.150 Jahre alt.

Wie die Kelten ihre Münzen nannten, weiß niemand. Drachme, Quinar und Tetradrachme sind Namen der Forschung, entlehnt bei Griechen und Römern.

Stamm
Taurisker2. bis 1. Jh. v. Chr.
Durchmesser
22 mm
Gewicht
ca. 10,8 g

Wie die Kelten ihre Münzen nannten, weiß niemand. Drachme, Quinar und Tetradrachme sind Namen der Forschung, entlehnt bei Griechen und Römern.

Stamm
Taurisker2. bis 1. Jh. v. Chr.
Durchmesser
22 mm
Gewicht
ca. 10,8 g
Tetradrachme der Taurisker · Vorderseite
Tetradrachme der Taurisker · Rückseite

Keltische Stämme · 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr.

Aus dem griechischen Gespann wird ein keltisches Pferd.

Die Kelten übernahmen griechische Vorbilder und formten sie über Generationen um, bis aus einem Apollokopf ein Muster aus Bögen und Punkten wurde und aus einem Gespann ein einzelnes Pferd. Das ist keine Unfähigkeit, sondern eine eigene Formensprache. Die Vindeliker saßen im Alpenvorland zwischen Bodensee und Inn, die Volcae Tectosages um Tolosa, das heutige Toulouse. Die Taurisker in Ost-Noricum prägten ein Pferd ohne Reiter.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Das gelieferte Stück kann im Detail abweichen. Das Band über dem Rücken des Pferdes ist ein Zierband, kein Reiter.

Im selben Maßstab

Keltische Münzen neben griechischen und römischen

Die Forschung benannte die keltischen Münzen nach griechischen und römischen. Die keltische Drachme misst 12 mm, die Drachme Alexanders 18 mm.

Drachme der Volcae TectosagesDrachmeVolcae Tectosages 12 mm
Quinar der VindelikerQuinarVindeliker 12 mm
Drachme Alexanders des GroßenDrachmeAlexander der Große 18 mm
Denar Septimius SeverusDenarSeptimius Severus ca. 18 mm
Tetradrachme der TauriskerTetradrachmeTaurisker 22 mmdiese Seite
Umriss einer 1-Euro-Münze1 Eurozum Vergleich 23,25 mm
Tetradrachme Antiochos I. SoterTetradrachmeAntiochos I. Soter ca. 26 mm

Einordnung

40 Originale aus rund 1.100 Jahren

Jedes Stück steht bei den Jahren seines Herrschers oder seines Typs. Hervorgehoben ist die Epoche dieses Stücks; wählen Sie eine andere, um ihre Originale zu sehen.

Keltische Stämme 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr. · 3 Originale

  • Tetradrachme der Taurisker · VorderseiteTetradrachme der Taurisker2. bis 1. Jh. v. Chr.diese Seite
  • Drachme der Volcae Tectosages · VorderseiteDrachme der Volcae Tectosages1. Jh. v. Chr.
  • Quinar der Vindeliker · VorderseiteQuinar der Vindeliker1. Jh. v. Chr.
Tetradrachme der Taurisker · Vorderseite

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und schützt die Oberfläche. Wer sie wegpoliert, nimmt dem Stück diesen Schutz.

  1. Nur am Rand anfassenHautfett kann sich dauerhaft in die Oberfläche ätzen. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.
  2. Einzeln und trocken lagernLagern Sie jedes Stück einzeln an einem trockenen Ort, in einer Kapsel oder einem säurefreien Etui. PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.
  3. Kein Mittel, kein PutztuchKein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Laut dem Bank of Canada Museum hinterlässt fast jeder Putzversuch ohne Restaurator Schäden, meist durch Abrieb.
Tetradrachme der Taurisker · Vorderseite

Vor rund 2.150 Jahren geprägt.

Die Taurisker und ihre Welt sind lange vergangen. Das Stück ist geblieben, mit den Spuren seines Umlaufs.

Keltische Tetradrachme aus Ost-Noricum: Silbergeld aus der Zeit vor Rom

Manche Münzen erzählt man sich, andere hält man einfach in der Hand. Diese hier gehört zur zweiten Sorte. Eine originale keltische Tetradrachme aus dem Raum Ost-Noricum, geprägt im 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. – rund 10,8 g Rohgewicht, 22 mm im Durchmesser, gewachsene Patina. Zweitausend Jahre Geschichte, komprimiert auf eine Silberscheibe, die einmal Kaufkraft war. Geliefert wird das Stück im Etui mit Zertifikat, versichert per Werteversand.

Perlendiadem und Pferd der Epona: die Bildsprache der Ostkelten

Der Avers zeigt einen stark stilisierten Kopf mit dreireihigem Perlendiadem nach links – in der Forschung meist als keltisierter Apollonkopf angesprochen, abgeleitet von makedonisch-griechischen Vorbildern, die über den Donauraum in die Ostalpen wanderten. Auf dem Revers schreitet ein stilisiertes Pferd nach links, bei manchen Stempeln mit Punkt oder Torques auf der Brust.

Das Pferd ist bei den Kelten kein Dekor, sondern Programm. Es steht für Leben, Fruchtbarkeit und Souveränität und wird traditionell mit Epona verbunden – der keltischen Göttin, deren Name sich vom gallischen Wort epos („Pferd“) ableitet und deren Verehrung später sogar von der römischen Reiterei übernommen wurde. Genau diese Verknüpfung hat dem Typus seinen Sammlernamen gegeben.

Regnum Noricum: Taurisker, Handel und eine bewusste Silberwährung

Das Regnum Noricum reichte in seiner größten Ausdehnung von Kärnten, Salzburg und der Steiermark bis nach Slowenien, Westslowakei und Nordwestungarn. Numismatisch trennt man Westnoriker nördlich der Karawanken von den Ostnorikern – den Tauriskern – im Süden. Obwohl die Noriker über ergiebige Goldlagerstätten verfügten, schlossen sie sich aus Handelsgründen der Silberwährung ihrer Nachbarn an: Tetradrachmen für den großen Verkehr, Kleinsilber für den Alltag.

Die Standardwerke von Robert Göbl („Typologie und Chronologie der keltischen Münzprägung in Noricum“) und Günter Dembski ordnen diese Prägungen in Typen, die nach Fundorten benannt sind – Samobor, Gjurgjevac, Warasdin oder der „Augentyp-Stamm“. Mit der friedlichen Angliederung Noricums an Rom wurden die Tetradrachmen spätestens um 15 v. Chr. aus dem Verkehr genommen. Was heute existiert, kommt aus Boden- und Schatzfunden. Nachprägen kann das niemand mehr.

Daten auf einen Blick

  • Material: Silber (antike Prägung, Feingehalt nicht normiert – keine Angabe)
  • Nominal: Tetradrachme
  • Rohgewicht: 10,8 g
  • Durchmesser: 22 mm
  • Prägezeit: ca. 2.–1. Jahrhundert v. Chr.
  • Herkunft: keltische Siedlungsgebiete, Ost-Noricum
  • Lieferung: Etui mit Zertifikat

Erhaltung: jedes Exemplar ein Original, kein Serienprodukt

Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Antike Silbermünzen im Vergleich

Wer antikes Silber sammelt, kennt die attische Eulen-Tetradrachme oder den römischen Denar. Beide sind hervorragende Klassiker, aber eben auch weit verbreitet. Die keltische Tetradrachme setzt einen anderen Akzent:

  • Vorteil: mitteleuropäische Herkunft – Geld aus den Ostalpen, nicht aus dem Mittelmeerraum.
  • Vorteil: abstrakte, fast moderne Bildsprache; kein zwei Jahrtausende alter Staatsporträt-Kanon, sondern eigenständige keltische Kunst.
  • Vorteil: großes Modul mit stattlichem Silbergewicht statt Kleinmünze.
  • Zu bedenken: Erhaltung und Zentrierung schwanken naturgemäß stärker als bei griechischen oder römischen Serienprägungen.

Sachwert mit Charakter: Silber als Fundament

Antike Silbermünzen verbinden zwei Motive, die sonst selten zusammenfallen: historische Faszination und physischen Substanzwert. Silber ist seit Jahrtausenden Geld- und Münzmetall, es ist langlebig, weltweit handelbar und liquide. Die Nachfrage aus Elektronik, Solar- und Medizintechnik trifft auf ein begrenztes Angebot – ein intrinsischer Wert, den kein Fiat-Geld besitzt. Vielen Sammlern dient physisches Silber daher zugleich als Inflationsschutz und als Krisenschutz, als Tauschmittel für kleinere Transaktionen und als Vermögensbaustein, der über Generationen weitergegeben wird.

Steuerlich gilt: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist von mindestens einem Jahr eingehalten wird.

Gold und Silber sind die ältesten Währungen der Menschheit – sie haben alle anderen überlebt. Diese Tetradrachme ist der Beweis: Das Reich, das sie prägte, ist längst Geschichte. Das Metall liegt noch in Ihrer Hand.

Für Sammler antiker Numismatik, für Freunde keltischer Kunst und für alle, die Werterhalt nicht nur lesen, sondern anfassen möchten: ein Stück europäisches Urgeld, das in dieser Form nie wieder entstehen wird.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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