Keltische Tetradrachme Perlendiadem und Pferd der Epona (ca. 2-1 Jhd. v. Chr. | Ost-Noricum)

Originale keltische Tetradrachme aus Ost-Noricum, ca. 2.–1. Jh. v. Chr. – echtes Silbergeld vor Rom
10,8 g Silber, 22 mm, Pferd der Epona – jedes Stück ein Original im Etui mit Zertifikat
Antiker Sachwert mit Substanz: jetzt reduziert, versichert und anonym geliefert
Über 2.000 Jahre alt: Originale keltische Tetradrachme aus Ost-Noricum, geprägt im 2.–1. Jh. v. Chr. – echtes Silbergeld aus der Zeit vor Rom, das niemand nachprägen kann
Einzelstück mit Charakter: 10,8 g Silber, 22 mm, gewachsene Patina und das Pferd der Epona – jedes Exemplar ein Original aus Bodenfunden, geliefert im Etui mit Zertifikat
Sachwert zum Anfassen: Historische Faszination trifft physischen Silberwert – nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei, dazu versicherter Versand und aktuell reduzierter Preis
Keltische Tetradrachme aus Ost-Noricum: Silbergeld aus der Zeit vor Rom
Manche Münzen erzählt man sich, andere hält man einfach in der Hand. Diese hier gehört zur zweiten Sorte. Eine originale keltische Tetradrachme aus dem Raum Ost-Noricum, geprägt im 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. – rund 10,8 g Rohgewicht, 22 mm im Durchmesser, gewachsene Patina. Zweitausend Jahre Geschichte, komprimiert auf eine Silberscheibe, die einmal Kaufkraft war. Geliefert wird das Stück im Etui mit Zertifikat, versichert per Werteversand.
Perlendiadem und Pferd der Epona: die Bildsprache der Ostkelten
Der Avers zeigt einen stark stilisierten Kopf mit dreireihigem Perlendiadem nach links – in der Forschung meist als keltisierter Apollonkopf angesprochen, abgeleitet von makedonisch-griechischen Vorbildern, die über den Donauraum in die Ostalpen wanderten. Auf dem Revers schreitet ein stilisiertes Pferd nach links, bei manchen Stempeln mit Punkt oder Torques auf der Brust.
Das Pferd ist bei den Kelten kein Dekor, sondern Programm. Es steht für Leben, Fruchtbarkeit und Souveränität und wird traditionell mit Epona verbunden – der keltischen Göttin, deren Name sich vom gallischen Wort epos („Pferd“) ableitet und deren Verehrung später sogar von der römischen Reiterei übernommen wurde. Genau diese Verknüpfung hat dem Typus seinen Sammlernamen gegeben.
Regnum Noricum: Taurisker, Handel und eine bewusste Silberwährung
Das Regnum Noricum reichte in seiner größten Ausdehnung von Kärnten, Salzburg und der Steiermark bis nach Slowenien, Westslowakei und Nordwestungarn. Numismatisch trennt man Westnoriker nördlich der Karawanken von den Ostnorikern – den Tauriskern – im Süden. Obwohl die Noriker über ergiebige Goldlagerstätten verfügten, schlossen sie sich aus Handelsgründen der Silberwährung ihrer Nachbarn an: Tetradrachmen für den großen Verkehr, Kleinsilber für den Alltag.
Die Standardwerke von Robert Göbl („Typologie und Chronologie der keltischen Münzprägung in Noricum“) und Günter Dembski ordnen diese Prägungen in Typen, die nach Fundorten benannt sind – Samobor, Gjurgjevac, Warasdin oder der „Augentyp-Stamm“. Mit der friedlichen Angliederung Noricums an Rom wurden die Tetradrachmen spätestens um 15 v. Chr. aus dem Verkehr genommen. Was heute existiert, kommt aus Boden- und Schatzfunden. Nachprägen kann das niemand mehr.
Daten auf einen Blick
- Material: Silber (antike Prägung, Feingehalt nicht normiert – keine Angabe)
- Nominal: Tetradrachme
- Rohgewicht: 10,8 g
- Durchmesser: 22 mm
- Prägezeit: ca. 2.–1. Jahrhundert v. Chr.
- Herkunft: keltische Siedlungsgebiete, Ost-Noricum
- Lieferung: Etui mit Zertifikat
Erhaltung: jedes Exemplar ein Original, kein Serienprodukt
Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.
Antike Silbermünzen im Vergleich
Wer antikes Silber sammelt, kennt die attische Eulen-Tetradrachme oder den römischen Denar. Beide sind hervorragende Klassiker, aber eben auch weit verbreitet. Die keltische Tetradrachme setzt einen anderen Akzent:
- Vorteil: mitteleuropäische Herkunft – Geld aus den Ostalpen, nicht aus dem Mittelmeerraum.
- Vorteil: abstrakte, fast moderne Bildsprache; kein zwei Jahrtausende alter Staatsporträt-Kanon, sondern eigenständige keltische Kunst.
- Vorteil: großes Modul mit stattlichem Silbergewicht statt Kleinmünze.
- Zu bedenken: Erhaltung und Zentrierung schwanken naturgemäß stärker als bei griechischen oder römischen Serienprägungen.
Sachwert mit Charakter: Silber als Fundament
Antike Silbermünzen verbinden zwei Motive, die sonst selten zusammenfallen: historische Faszination und physischen Substanzwert. Silber ist seit Jahrtausenden Geld- und Münzmetall, es ist langlebig, weltweit handelbar und liquide. Die Nachfrage aus Elektronik, Solar- und Medizintechnik trifft auf ein begrenztes Angebot – ein intrinsischer Wert, den kein Fiat-Geld besitzt. Vielen Sammlern dient physisches Silber daher zugleich als Inflationsschutz und als Krisenschutz, als Tauschmittel für kleinere Transaktionen und als Vermögensbaustein, der über Generationen weitergegeben wird.
Steuerlich gilt: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist von mindestens einem Jahr eingehalten wird.
Gold und Silber sind die ältesten Währungen der Menschheit – sie haben alle anderen überlebt. Diese Tetradrachme ist der Beweis: Das Reich, das sie prägte, ist längst Geschichte. Das Metall liegt noch in Ihrer Hand.
Für Sammler antiker Numismatik, für Freunde keltischer Kunst und für alle, die Werterhalt nicht nur lesen, sondern anfassen möchten: ein Stück europäisches Urgeld, das in dieser Form nie wieder entstehen wird.
Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.







