Glossar

Goldwaschen

Das Goldwaschen bezeichnet im Vergleich zum industriellen Bergbau allgemein die traditionelle Ausbeutung von Goldlagerstätten durch einen Goldsucher. Hier kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Die Goldsuche wird im industriellen Sinne grundsätzlich aus Wirtschaftsgründen unternommen, dient allerdings mittlerweile auch als Hobby oder Freizeitbeschäftigung.

Traditionell wird Gold in einem dafür vorgesehenen Trog, der auch als Goldpfanne bezeichnet wird, gewaschen. Diese Vorgehensweise zählt zu einer der ältesten Gewinnungsarten von Gold aus nicht festen Sedimenten in Flüssen oder Bächen. Große Bergbauunternehmen wenden diese Methode auch heute noch zur Auffindung von Goldvorkommnissen an. Ein Goldsuchender ohne entsprechende finanzielle Mittel hat meist nur diese Möglichkeit der praktischen Gewinnung von Gold.

Das Sand- und Gesteinsmaterial aus fließendem Gewässer wird als Wassergemisch in einen runden Behälter gegeben. Durch Drehbewegungen und gelegentliches Schütteln des Troges werden die Bestandteile hinsichtlich ihrer Größe aussortiert. Die großen Partikel verbleiben dabei auf dem Grund des Behälters, und die kleinen Stückchen verteilen sich am Rand. Dann wird das Gefäß leicht gekippt, und ein wenig vom Wasser-Sand-Gemisch fließt über den Rand hinaus. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Dabei kommt es zu einer Konzentration des verbleibenden Materials auf dem Boden des Behälters. Dieses zurückgebliebene Material besteht dann meist aus schweren Stückchen wie im Idealfall Gold.

Die meisten Lagerstätten sind zum größten Teil ausgeschöpft, somit ist das Waschen von Gold auf diese Weise nicht mehr rentabel. Gelegentlich ist noch feiner Goldstaub zu finden. Allerdings kann dies auf weitere Vorkommen an Gold in entsprechenden Gesteinen im weiteren Flussverlauf hindeuten. Für den Hobby-Goldwäscher kann dies durchaus noch ein Anreiz sein.