Fed Entscheidung

Quantitative Lockerung: Wie die Fed Banken stärkt und Geld abwertet

Noch vor kurzen schrieb ich hier einen Artikel über Ben Bernanke als Helicopter Ben und erklärte die Bedeutung hinter dem ständigen Gelddruck-Aktionen. Heute möchte ich Ihnen erklären, was die Hintergründe für die Entscheidungen der quantitativen Lockerung (englisch: quantitative easing) sind.

Zuerst sein die quantitative Lockerung erklärt. Sobald ein Staat in die Situation gerät eine quantitative Geldpolitik zu fahren, senkt er in der Regel Zinsen. Das sorgt dafür, dass die Quantität des Geldes am Markt steigt, da sich vor allem Banken zu niedrigen Zinssätzen bis sogar Zinssätzen von null Prozent mit Geld eindecken können. Ziel ist es also den Konsum bzw. Investitionen anzuregen. Sobald der Zinssatz gegen Null geht, ist ein weiteres Senken der Zinsen nicht mehr möglich. Einer Zentralbank steht damit die klassische Methode der Zinssenkung nicht mehr zur Verfügung. Die Folge ist quantitative Lockerung. In diesem Szenario kauft die Zentralbank langfristige Anleihen auf, um mehr Geld in den Markt zu injizieren.

Ben Bernanke hat bereits den dritten Schritt der quantitativen Lockerung (QE3) angekündigt, worauf zuletzt auch der Goldpreis auf rekordhoch schnellte. Betrachtet man QE1 und QE2 wird deutlich welche katastrophale Entscheidung dieser Schritt sein könnte, wenn es um das Gemeinwohl der internationalen Geldpolitik geht. Denn wozu führt der Einkauf von eigenen Anleihen? Die künstliche Ausgabe von Geld führt in erster Linie zu einer günstigeren  Refinanzierung für Banken, die mit einer gesamten betreuten staatlichen Schuldenlast in Höhe von über einer Trillion US-Dollar einen guten Hebel besitzen. Somit können erfolgreich Schulden monetarisiert werden – in die Taschen der Banken.

Somit möchte ich Ihnen noch einmal deutlich machen, wie kritisch die oftmals als fahrlässig eingeschätzte Entscheidung der FED beurteilt werden muss, das Geld rapide abzuwerten (auch wenn wir Gold-Investoren uns darüber freuen, wenn der Goldpreis dadurch steigt). Der kritische Punkt ist nämlich, dass die vom US-Dollar abhängigen Währungen ebenso abgewertet werden müssen, um eine Wechselkursstabilität zu gewährleisten. Einige Ökonomen nennen sogar als Vergleich bereits das Verhältnis eines Heroinabhängigen zu seinem Dealer. Die USA senkt ihre Währungsbewertung so stark, dass andere Länder mitzeihen müssen und in der Senkung des Wertes der Währung wird die Abhängigkeit zur wirtschaftlich stärkeren Nation immer größer. Der Teufelskreis ist perfekt.

Der Plan des QE3 ist daher aus Machtgründen nicht schlecht bedacht, doch bevor die größere Macht zu tragen kommen könnte, ist es möglich, dass die Währungen weltweit komplett entwertet sind. Was dann? Schreiben Sie mir bitte einen Kommentar, ob Sie an die Entwertung aller Währungen glauben.