Hyperinflation in Deutschland ist möglich: Wie viel Gold brauche ich, wenn die Hyperinflation wirklich kommt?

Nach meinem letzten Artikel über die internationale Inflation, die schnell zur Hyperinflation werden könnte, erhielt ich eine E-Mail einer Kundin aus Bad Neuenahr. Sie fragte mich, wie viel Gold sie denn ansparen müsse, um eine Hyperinflation zu überstehen.

Was bedeutet Hyperinflation für den Einzelnen?

Zuerst sei zu bemerken, wie sich die Inflation für den einzelnen von uns auswirkt. Es ist Fakt, dass sich Einkommen in der Regel pro Jahr ca. 2 bis 5 Prozent Entwickeln. In einer Hyperinflation entwickeln sich einige Preise am Markt deutlich schneller um teilweise über 100 Prozent im Jahr und schneller.

Die Inflation wirkt sich auf zahlreiche Bereiche Ihres Lebens aus. Ob Sie sich ein Kaffee kaufen, oder ein neues Auto – die Preise steigen in der Hoffnung, teure Rohstoffeinkäufe eine Stufe weiterreichen zu können.

Dementsprechend ist es sinnvoll, seinen kompletten, erwarteten Konsum abzusichern. Dass dies wichtig ist, zeigte sich schon zu Zeiten der Hyperinflation in der Weimarer Republik. Damals wuchsen Preise um hundert Prozent innerhalb weniger Tage. Heute ist im Rahmen der Überschuldung eine solche Rate nicht zu erwarten, doch auf jeden Fall werden immer mehr Zentralbanken die Gelddrucker wieder anwerfen.

So berechnen Sie Ihre optimale Gold-Reserve

Um herauszufinden, wie viel Gold-Reserven sich der Einzelne aufbauen sollte, ist es sinnvoll die persönlichen Monatsausgaben zu kennen. Zweitens müssen Sie eine Erwartung treffen, wie lange eine Inflation anhält. Aus den vergangenen Inflationszyklen lässt sich ablesen, dass die abzusichernde Phase ein bis fünf Jahre dauern kann.

Im ersten Schritt rechnen Sie Ihren aktuellen Monatsverbrauch (Konsum, Miete, usw.) in Gold aus. Im Beispiel gehen wir von monatlichen Ausgaben in Höhe von 3.000 Euro aus. Nehmen Sie den aktuellen Goldkurs zur Hand und teilen Sie den Preis pro Unze durch die Ausgaben. Bei momentan etwa 1500 Euro pro Unze Gold, sollten Sie pro Inflationsmonat zwei Unzen Gold besitzen. Gehen Sie von einer einjährigen Inflation aus, so benötigen Sie dementsprechend 24 Unzen Gold als Reserve. Bei fünf Jahren ist es ratsam 120 Unzen Gold zurückzulegen.

Gold historisch die beste Ausgleichswährung

Gold war in den vergangenen Hyperinflationen (wie in der Weimarer Republik Inflation) meist nicht nur im gleichen Wert gestiegen, wie die Währung gefallen ist, sondern noch deutlicher. Das liegt wohl daran, dass in diesen kritischen Phasen mehr Unsicherheiten über den Goldpreis hinaus existieren. Da gängiges Anlagegold stets von Banken zum aktuellen Kurs angekauft wird, können Sie nahezu ohne Wertverlust ihren Teil Ihres Monatseinkaufs mit einer Unze Gold erledigen.

Wenn Sie mehr Informationen wünschen, welche Münzen auch in Krisenzeiten besonders geeignet sind, schreiben Sie mir bitte ein Kommentar unter diesen Beitrag, damit wir darauf eingehen können.