Die Welt wird auch künftig nicht zur Ruhe kommen.

Fünf (plus fünf) Gründe für steigende Edelmetallpreise und warum sie jetzt kaufen sollten

Seit vielen Jahren herrscht an den weltweiten Finanzmärkten eine Dauerparty, wie man sie lange nicht mehr gesehen hat. Trotz Brexit, Trump-Wahl und Euro-Krise feiern die Börsianer, als gäbe es kein Morgen. Und wer auf dieser Party einen besonders guten Eindruck hinterlassen wollte, musste nur von seinen Erfolgen mit Aktien, Anleihen und Immobilien erzählen und einen herablassenden Spruch gegenüber Gold und Silber übrig haben. Edelmetall-Bashing ist in den letzten Jahren in Mode gekommen – wer sein Geld mit Sachwerten absichert, gehört zum alten Eisen. So zumindest die Theorie.

Tatsächlich beobachten wir seit Jahren eine regelrechte Flucht in Sachwerte wie Gold und Silber. Das rasante Wachstum von Kettner Edelmetalle in den vergangenen Jahren hängt eng mit dieser Flucht zusammen. Menschen aus allen denkbaren Schichten der Gesellschaft, egal welchen Geschlechts oder Alters und ganz unabhängig vom kulturellen Hintergrund möchten ihr Vermögen mit Gold und Silber schützen. Und nach der mehrjährigen Preisschwäche bieten die Edelmetalle inzwischen wieder interessante Renditeperspektiven. Beim näheren Hinsehen entpuppen sich die Argumente der Gold-Gegner sowieso als wenig tragfähig, stattdessen gibt es handfeste Gründe für eine Fortsetzung der Edelmetallhausse.

Dieser Text ist ein Auszug aus unserem neuen Buch „Masterplan Edelmetalle: So schützen und vermehren Sie Ihr Vermögen mit Gold und Silber„. Im Buch haben wir für Sie zehn Gründe für steigende Edelmetallpreise gesammelt. Klicken Sie hier, um die fünf weiteren Gründe zu lesen.

Der Titel wird am 12. Dezember 2017 erscheinen. Klicken Sie hier, um sich auf die Warteliste einzutragen, weitere Probekapitel zu lesen und einen Blick hinter die Szenen zu erhaschen.

Falls Sie also bei der nächsten Party mal wieder blöd von der Seite angesprochen werden, liefern wir Ihnen in diesem Kapitel den nötigen Stoff, um ihrem Gegenüber den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und falls Sie ganz persönlich an Ihrer Investment-Entscheidung zweifeln – begleiten Sie uns auf den kommenden Seiten, wenn wir einen Blick in die Zukunft der Edelmetalle wagen.

1. Steigende Inflation

Die Notenbanken in aller Welt haben mit einer beispiellosen Geldflut verzweifelt versucht, die Wirtschaft in Schwung zu bringen und die Inflation anzuheizen. Preissteigerungen, so war zumindest der Plan, sollen der Wirtschaft zugutekommen. Angekommen ist das Geld jedoch nicht dort, wo es hingehört, sondern bei Zockern an der Börse.

Überraschenderweise ist die Inflation in den vergangenen Jahren jedoch wieder angesprungen – beim genaueren Hinsehen lässt sich jedoch feststellen, dass die Notenbanken daran so gut wie keinen Anteil haben. Getrieben durch steigende Energiekosten ist eine solide Teuerungsrate eingetreten. Beim Tanken oder der jährlichen Stromrechnung bekommt Otto Normalverbraucher die Folgen im Portemonnaie zu spüren.

Die Inflation steigt wieder. In den 1920er erschütterte eine Hyperinflation die Weltwirtschaft.

Die Inflation steigt wieder. In den 1920er erschütterte eine Hyperinflation die Weltwirtschaft.
CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57597

Was für die Menschen im Alltag zu einer Belastung wird, ist allerdings eine gute Grundlage für steigende Edelmetallpreise. In unseren Augen und auch laut vieler Experten dürfte die Inflation künftig der Hauptgrund für eine Fortsetzung der Edelmetallhausse sein. Zur Erklärung: Wenn immer mehr Geld gedruckt wird, ohne dass entsprechende reale Werte dagegen geschaffen werden, dann entsteht eine steigende Inflation. Und die steigende Inflation führt dazu, dass auf der anderen Seite die Kaufkraft des Geldes immer weiter schwindet.

Dieser Effekt lässt sich eindrucksvoll anhand von Waren des täglichen Bedarfs nachvollziehen: Wenn man sich beispielsweise anschaut, wie die Preise für ein Laib Brot oder eine Packung Butter in den vergangenen Jahren gestiegen sind, lässt sich die steigende Inflation sofort erkennen. Wenn immer mehr Geld gedruckt wird und immer mehr Geld im Umlauf kommt, muss man also auch immer mehr Geld dafür aufwenden, um diesen Laib Brot oder die Packung Butter zu bekommen. Denn je mehr Geld im Umlauf ist, desto mehr Geld sind die Menschen sind bereit, für ein bestimmtes Produkt zu bezahlen.

Allerdings: Die Kaufkraft des Papiergelds existiert nur, wenn sie durch Leistung gedeckt ist und durch das Vertrauen der Menschen in diese Währung. Sobald die Menschen das Vertrauen verlieren, wäre es so weit, dass wir eine Hyperinflation hätten und die Währung nicht mehr ihren Zweck erfüllt, nämlich dass Leistung oder ein entsprechendes Gut gegen ein Stück Papier getauscht werden kann. Und falls Sie glauben, dass dies wieder eine dieser finsteren Zukunftsaussichten ist, die sowieso nie eintreten – denken Sie an das Jahr 2008, als Frau Merkel oder Herr Schäuble sich genötigt sahen, in die Öffentlichkeit auf die große Bühne zu gehen und die Menschen zu beruhigen, dass ihre Spareinlagen sicher sind. Ansonsten hätte es die Gefahr gegeben und höchstwahrscheinlich auch tatsächlich dazu geführt, dass die Menschen ihr Geld vom Bankkonto abgehoben hätten und es hätte einen Banken-Run gegeben.

Diese Gefahr haben Merkel und Schäuble durch warme Worte und Balsam auf die Seele der deutschen Sparer nur kurzfristig beseitigt. Doch inzwischen rumort es wieder gewaltig in der deutschen Bevölkerung. Die Menschen stimmen mit den Füßen ab und holen ihr Geld von der Bank, um es in Sachwerte wie Edelmetalle zu stecken. Dieser Effekt lässt sich eindrucksvoll in den Geschäftsbüchern von Händlern wie Kettner Edelmetalle ablesen.

2. Negative Realverzinsung

Wenn Sie um die Jahrtausendwende jemanden gefragt hätten, ob er Ihnen Geld leihen kann und dafür noch ein kleines Geldgeschenk auf die Leihsumme drauf packt – was wäre wohl passiert?

Man hätte Sie ausgelacht!

Denn warum soll ein halbwegs klar denkender Mensch auch noch eine Strafe zahlen, wenn er sein hart erarbeitetes Geld verleiht und damit der Gefahr ausgesetzt ist, dass er es nie wieder zurück bekommt?

Knapp zwei Jahrzehnte später ist dieses Szenario völlig normal. In Zeiten der Nullzinsen hört man immer wieder im Bekanntenkreis und im Umfeld von Menschen, die mit Geld oder auch mit der Vermehrung von Geld zu tun haben, von dem Problem, dass geparktes Geld immer mehr an Wert verliert.

Die jahrelangen Geldspritzen der Notenbanken haben dazu geführt, dass sich völlig kranke Zustände an den Finanzmärkten gebildet haben: Wir haben beispielsweise die Situation, das Unternehmen ihr Vermögen in größerer Höhe nur noch negativ verzinst bekommen. Sie verlieren also für das Geld, das sie der Bank auf dem Konto zur Verfügung stellen, jeden Monat Geld, denn sie müssen Strafzinsen dafür bezahlen. Aus diesem Grund ziehen derzeit vor allem mittelständische Unternehmen ihre Bareinlagen von den Bankkonten ab.

Und nun stehen sie vor einem Problem: Wohin mit dem Geld? Aktien, Anleihen, Immobilien – egal wohin man schaut, nimmt die Gefahr von Blasenbildungen zu. Immer mehr Anleger, insbesondere institutionelle Investoren mit einer niedrigen Risikobereitschaft, entdecken daher Gold als optimalen Schutz gegen die negative Realverzinsung. So führen Strafzinsen – auch wenn sie ansonsten zu viele Fehlentwicklungen an den Märkten begünstigen – logischerweise dazu, dass die Edelmetallpreise weiter steigen, weil die Menschen oder die Unternehmen sich dafür natürlich Edelmetalle kaufen, statt das Geld auf den Konten liegen zu haben. Mehr dazu im Video:

Bei Kettner Edelmetalle wissen wir aufgrund unserer täglichen Beratungspraxis: Viele Banken speziell im süddeutschen Raum und auch mehrere Landesbanken kaufen sich mittlerweile Goldreserven für die eigenen Tresore, weil es günstiger ist als Geld bei der EZB zu parken, da dort eben keine Zinsen mehr existieren.

Natürlich müssen wir an dieser Stelle der Fairness halber deutlich machen, dass durch die Nullzinsen der Zentralbanken nicht nur Menschen wie Sie und ich belastet werden, sondern auch Institutionen wie Banken. Denn die Banken haben auch keine Möglichkeit der Geldvermehrung mit traditionellen Mitteln. Und auch die Kreditvergabe wird aus Bankensicht immer uninteressanter, da die Bank immer mehr Risiko eingeht und nur magere Zinsen dafür verlangen kann.

Ein Rechenbeispiel: Wenn jemand für 400.000 Euro eine Eigentumswohnung kaufen möchte und das Ganze zu einem Zinssatz von 1,5 Prozent mit einer Zinsfestschreibung von zehn Jahren und dem Tilgungssatz von sechs Prozent machen möchte, dann ist der Zins von 15 Prozent pro anno das kalkulierte Risiko. Dieses kalkulierte Risiko der Bank führt im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners oftmals dazu, dass die Bank mit größeren Verlusten entsprechend selbst dieses Verwertungsrisiko der Immobilie trägt.

Die negative Realverzinsung wird aus Bankensicht somit zu einem empfindlichen Nachteil und auch aus Sicht der Unternehmen zu einem Problem. Und wenn der Negativzins, der mittlerweile schon bei einigen Volksbanken auf Endkunden umgeschlagen wird, dazu führt, dass die Menschen ihr Geld konsumieren oder jetzt erst recht in Edelmetalle tauschen, wird auch das wieder zu steigenden Preisen führen.

Die negative Realverzinsung beschränkt sich inzwischen allerdings nicht nur auf Strafzinsen, Bankkunden werden inzwischen auf verschiedenen Wegen schleichend enteignet: Die negative Realverzinsung schlägt auch in Form von Kontoführungsgebühren oder verkappten Sonderabgaben wie beispielsweise Abhebegebühren von Bargeld auf die Sparer durch. Somit sind unterm Strich so gut wie alle Banken inzwischen im Negativzinsbereich und es entwickelt sich eine Situation, in der insbesondere die kleinen Sparer langfristig um ihr Vermögen gebracht werden. Und immer mehr Bürger flüchten in Sachwerte, wo sie ihr Geld nicht verlieren, weil die Sachwerte eben  nicht beliebig vermehrbar sind durch deren natürliche Begrenzung.

3. Die Abschaffung des Bargeldes

Was hat die Abschaffung des 500-Euro-Scheines mit Ihnen persönlich zu tun? Immerhin bezahlen Sie wohl nicht alle paar Tage mit dem violetten XXL-Schein an der Supermarktkasse. Also sollten Sie sich eigentlich nicht darüber ärgern. Und als im Jahr 2017 bekannt wurde, dass weitere Euro-Staaten wie beispielsweise Italien dem Beispiel von Finnland folgen und die kleinen Cent-Münzen abschaffen wollten, dürften sich manche Menschen in Deutschland gedacht haben: Warum ist dies nicht auch in Deutschland möglich? Immerhin sind die kleinen Münzen im Portemonnaie lästig und erschweren den Geldbeutel unnötig, außerdem sind sie dreckig und schwer zu unterscheiden.

Falls Sie so oder so ähnlich denken, empfehlen wir Ihnen etwas mehr Wertschätzung für kleine Münzen und große Geldscheine – denn die Abschaffung dieser Zahlungsmittel soll keinesfalls das Leben der Menschen einfacher machen. Tatsächlich befinden wir uns auf dem Weg in eine bargeldlose Zukunft – und damit hin zum gläsernen Bürger. Und davor haben viele Menschen große Angst. Für sie ist Bargeld per Definition geprägte Freiheit. Der Mensch kann sie anonym neutral bewegen und kann investieren und kann Geld ausgeben und verkonsumieren, ohne dass er dabei kontrolliert wird. Das höchste Gut eines Menschen ist die Freiheit und die sollte auch gewahrt bleiben.

Wir haben hier ein Video für Sie:

Um die wahren Hintergründe der Abschaffung des Bargeldes zu verstehen, sollten Sie sich einmal die Diskussion um die Abschaffung des 500-Euro-Scheines genauer ansehen – denn das, was rund um diese Entscheidung der Europäischen Zentralbank so alles gesagt wird, ist entlarvend: Oft ist davon die Rede, dass die großen Geldscheine abgeschafft werden sollen, weil damit fast ausschließlich kriminelle Geschäfte abgewickelt werden. Die Terrorismusfinanzierung soll unterbunden werden – ein Ziel, welches wohl jeder aufrechte Demokrat sofort unterschreiben würde.

Doch ausgerechnet die Demokratie und unsere freiheitliche Grundordnung werden ausgehöhlt, wenn jeder Bürger unter Generalverdacht gestellt wird, der jemals einen 500-Euro-Schein in die Hand nimmt. Und dies passiert häufiger, als man glaubt – beim Autokauf wird bis heute meist in bar gezahlt, zu besonderen Anlässen werden 500-Euro-Scheine als großzügiges und diskretes Geschenk überreicht. Und selbst, wenn jemand sein Erspartes einfach nur in Form eines Stapels von Geldscheinen in den heimischen Tresor legen will: Er hat das – erlauben Sie uns an dieser Stelle diese drastische Formulierung – verdammte Recht dazu.

Wer jemals mit einem Mitglied der Familie Kettner beim Kauf oder Verkauf von Edelmetallen zu tun hat, der weiß dass wir uns an Recht und Gesetz halten und weder Terrorismus noch andere kriminelle Aktivitäten unterstützen. Wir sind jedoch auch fest davon überzeugt, dass unsere Kunden nicht Gold und Silber bei uns kaufen, weil sie kriminell sind. Deswegen unterstützen wir jegliche Aktivitäten zum Schutz des freien Bargeldverkehrs, beispielsweise die Petition „Pro Bargeld“ des Bestseller-Autors und Finanzexperten Thorsten Schulte, der auch als der „Silberjunge“  bekannt ist und immer wieder den Finger in die Wunde der Mächtigen legt, welche den Bürgern ein fundamentales Stück ihrer Freiheit nehmen möchte.

Wir empfehlen auch jedem, der dieses Buch liest, klar Stellung zu beziehen gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten durch die schrittweise Abschaffung des Bargeldes. Denn ansonsten steht eine Zukunft bevor, wie sie beispielsweise bei George Orwell beschrieben wird. Er hatte bereits vor Jahrzehnten vorher gesehen, dass eine die Menschen im Prinzip nur noch kontrolliert werden, wenn ihnen die Möglichkeit zur Bezahlung mit Münzen und Banknoten genommen wird.

Und wir sagen es an dieser Stelle ganz deutlich: Wir möchten keinen Staat, in dem wir nur noch eine Nummer sind, wo wir beispielsweise durch das Abschalten unserer digitalen Identität keine Liquidität mehr besitzen, wo wir mit einem Fingerzeug steuerbar sind. Deswegen ist ein großer Anteil der deutschen Bevölkerung inzwischen in Angst vor der Abschaffung des Bargeldes – und deshalb flüchten sie in Edelmetalle, sodass diese Nachfrage folgerichtig zu steigenden Preisen führt.

4. Geopolitische Spannungen

Nicht erst seit dem 11. September 2001 ist unsere Generation in ständigem Aufruhr, geopolitische Krisen haben auch unsere Eltern in Atem gehalten und unsere Großeltern haben einen oder sogar zwei verheerende Weltkriege erlebt. Doch in den vergangenen Jahren haben viele weltpolitische Überraschungen die Finanzmärkte durcheinander geschüttelt – der Austritt von Großbritannien aus der EU, die Wahl von Donald Trump zum mächtigsten Mann der Welt oder die vielen Unabhängigkeitsbestrebungen in Europa, es gab viele Ereignisse, mit denen niemand gerechnet hat.

Und die Welt wird auch künftig nicht zur Ruhe kommen: Die Atom-Konfrontation zwischen Nord-Korea und den USA, die Zweifel an der Gesundheit der chinesischen Wirtschaft und viele andere kleine Krisenherde führen dazu, dass die Goldpreise steigen werden. Denn in unsicheren Zeiten sind die Börsen immer volatiler – und in den volatilen Börsenphasen möchten natürlich die Anleger, dass das Vermögen in Aktien oder in Anleihen nicht verbrennt. Daher wird oftmals großes Vermögen aus Aktien, Anleihen oder auch aus anderen risikobehafteten und speziell auch aus politisch sensiblen Branchen umgeschichtet in Edelmetalle, was wiederum zu steigenden Preisen führt.

Die Welt wird auch künftig nicht zur Ruhe kommen.

Die Welt wird auch künftig nicht zur Ruhe kommen.

Es mag bitter und zynisch klingen, aber es ist ein Teil der Wahrheit rund um Edelmetalle: Gold und Silber sind auch Angstbarometer und Negativnachrichten waren in der Vergangenheit immer gute Nachrichten für die Edelmetalle. Allerdings gab es auch einen überraschenden Effekt: Meist haben sich die Börsen von jedem noch so großen geopolitischen Schock wieder erholt. Möglich gemacht wird dies jedoch durch das Betäubungsmittel des billigen Geldes, welches dazu einlädt, die Realität einfach beiseite zu schieben und munter weiter zu zocken.

Die langfristige Folge: Der Druck auf dem Kessel der Weltwirtschaft nimmt jedoch ständig zu. Langfristig kann kein Staatenbund wie die EU es verkraften, dass ein Kernmitglied wie Großbritannien die Flucht ergreift. Und langfristig ist ein Brandstifter wie Donald Trump, selbst wenn er Steuersenkungen und Milliardenaufträge durch einen aberwitzigen Mauerbau verspricht, nicht gut fürs Geschäft.

Sie sollten also jetzt nicht in Jubel ausbrechen, falls Nordkorea mal wieder mit seinen Atomwaffen droht oder Herr Trump neue Wohltaten für seine Klientel verspricht. Aber Sie sollten wissen: Diese negativen Nachrichten befeuern die Edelmetallpreise. Und wer sein Geld in Edelmetalle gesteckt hat, kann sich entspannt zurücklehnen in der Gewissheit, dass sein Vermögen in unsicheren Zeiten zumindest nicht an Wert verliert, sondern die Kaufkraft erhält und durch die Preissteigerung beziehungsweise die erhöhte Kaufkraft oder den Kaufkraftverlust des Papiergeldes die Edelmetalle auch im Wert steigen.

5. Die Goldreserven

Politikverdrossenheit und eine zunehmende Skepsis gegenüber den Mächtigen ist ein Kennzeichen der heutigen Zeit. Doch die vielen Regierungen der Welt sind, egal welche aberwitzigen politischen Ziele sie verfolgen, sich in einem Thema ziemlich einig: Ohne Gold lässt sich auch im 21. Jahrhundert kein Staat machen. Egal wohin man schaut, fast alle wichtigen Nationen wie beispielsweise China, Russland, Türkei oder die gesamte arabische Welt, haben ihre Goldreserven massiv ausgebaut.

Knapp zehn Prozent der jährlichen Goldförderung verschwinden inzwischen in den Tresoren von Zentralbanken in aller Welt. Das war vor einigen Jahren noch anders: Zwischen 1989 und 2008 traten die Zentralbanken noch als Nettoverkäufer von Gold auf dem Weltmarkt auf, in Spitzenjahren lag die Differenz zwischen Neukäufen und Verkäufen von Altbeständen bei knapp 500 Tonnen pro Jahr.

Inzwischen hat sich das Verhältnis gedreht: Im Jahr 2016 wurden rund 400 Tonnen mehr gekauft als verkauft. Und die Masse der staatlichen Goldreserven ist erstaunlich: Spitzenreiter sind die USA mit etwa 8.000 Tonnen, Deutschland liegt auf Platz 2 mit 3.300 Tonnen. Dicht auf den Fersen sind den Deutschen aber die Chinesen, die im März 2017 etwa 1.800 Tonnen angehäuft hatten – Tendenz stark steigend. Auch Russland greift auf dem Goldmarkt massiv zu. Seit 2005 haben diese beiden Länder gemeinsam ihre Goldreserven innerhalb von nur zwölf Jahren um das Dreieinhalbfache vervielfältigt – von 1.000 Tonnen auf über 3.500 Tonnen.

Und durch die ständig fortschreitende Erhöhung der permanenten Goldreserven wird natürlich das physische Gold knapper, auch das führt zu steigenden Preisen. Und das seit Jahren rückläufige Fördervolumen, welches nur teilweise durch Recycling ausgeglichen werden kann, sorgt dafür, dass nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage der Goldpreis durch die staatlichen Edelmetallkäufe weiter gestützt wird.

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